Freiwilligentag in Rothenberg: Einzäunungen und Pfosten wurden erneuert, Schilder gesäubert

Eigentlich hieß das Projekt am Freiwilligentag im Odenwaldkreis „Wir schließen die Lücken im Baumlehrpfad“. Doch entgegen dem Motto wurde die geplante Einpflanzaktion auf Anraten von Revierförster Reiner Grünberg verschoben, da der Boden derzeit zu trocken sei. Stattdessen entfernten sechs gut gelaunte, arbeitswillige Helfer um Karl Heinz Braun die Einzäunung an den Bäumen, wo sie nicht mehr notwendig war. Außerdem wurde die Fläche innerhalb der Umzäunung ausgemäht. An der gesamten Beschilderung entlang des Baumlehrpfades erneuerten die Freiwilligen die Pfosten und säuberten Schilder. Zwei eingegangene Bäume wurden unter Einsatz eines Baggers ausgegraben. Da die Gruppe mit ihren Arbeiten nicht ganz fertig wurde, werden zwei Helfer in den nächsten Tagen weitermachen. In freier Natur gab es nach getaner Arbeit eine gemeinsame Vesper.

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Zwei neue indische Patres sind ins Karmeliter-Kloster Hirschhorn eingezogen

Die Karmeliter-Gemeinde im Hirschhorner Kloster wächst. 2009 waren dort nach 200-jähriger Vakanz die drei indischen Patres Joshy, Cyril und Sijoy eingezogen. Cyril wirkt seit inzwischen zwei Jahren als Pfarrer in Mörlenbach, Sijoy schon länger in Bad Wimpfen, das ebenfalls zum Dekanat Bergstraße-Ost gehört. Acht Jahre später kommen nun die beiden Patres Linto und Sudeesh hinzu. Sie stammen ebenso wie ihre Mitbrüder aus dem südindischen Kerala.

Pater Joshy ist Pfarrer der fusionierten katholischen Kirchengemeinde von Hirschhorn und Neckarsteinach im hessischen Neckartal. Dort ist auch der 36-jährige Linto jetzt als Pfarrvikar/Kaplan tätig. Sein Glaubensbruder, der 37-jährige Sudeesh, versieht diese Funktion bei Pfarrer Peter Pristas in der Pfarrgruppe Überwald mit ihren Teilorten Wald-Michelbach, Unter-Schönmattenwag, Aschbach und Hammelbach. Eine zeitliche Begrenzung für ihre Tätigkeit, die sie im August und September aufnahmen, gibt es seitens des Bistums Mainz nicht.

In ihrer Funktion arbeiten die Patres dem jeweiligen Pfarrer zu, gestalten und halten Gottesdienste sowie sind für Beerdigungen, Hochzeiten und Taufen zuständig. Gemeinsam mit Pfarrer Joshy bereitet Linto die Kinder auf die Kommunion vor und kümmert sich um die Jugendarbeit. „Außer Verwaltung machen wir alles“, hebt Sudeesh die große Breite der seelsorgerischen Arbeit hervor. Zusätzlich besuchen beide auch einen Pastoralkurs des Bistums Mainz.

Zwölf Jahre Ausbildung liegen hinter den Indern, die aus demselben Bezirk in Kerala stammen. Sie besuchten Priesterseminare der Karmeliter in Kothamangalam und Bangalore. Linto wurde nach seinem Studium 2009 zum Priester geweiht, Sudeesh bereits 2008. 2015 kamen sie nach Deutschland, wo in Mainz unter anderem Deutschkurse auf der Tagesordnung standen. Seit dem vergangenen Jahr besuchen beide den dortigen Pastoralkurs.

„Ich habe in der Region sehr gute erste Erfahrungen im Gottesdienst gemacht“, betont Pater Sudeesh. Linto ergänzt: „Die Menschen hier sind nett und freundlich und haben keine Berührungsängste.“ Eben weil sie schon die Patres kennen, Joshy im Neckartal und Cyril im Überwald, als dieser dort ebenfalls als Pfarrvikar tätig war. In Indien wird der Glaube bunt und lebhaft praktiziert. Eben diese Tradition bringen sie mit nach Deutschland. Ihre lockere Art kommt bei den Menschen sehr gut an.

Für Sudeesh und Linto war es schon früh klar, wohin sie ihr Weg führen würde. „Das Christentum hat eine schöne Tradition in unserer Heimat“, erläutert Linto. Er war Ministrant, ein regelmäßiger Kirchgänger. Nach der Schule hospitierte er in einem Priesterseminar. „Ich war sehr beeindruckt vom Erlebten“, berichtet er. Ihm war schnell klar: „Das passt für mich.“ Sudeesh entschied sich schon während der Schulzeit, Priester zu werden und fragte dort nach aufgenommen zu werden. Auch er war Ministrant in seinem Bezirk mit einem hohen christlichen Bevölkerungsanteil.

Im indischen Karmeliterkloster kamen die beiden nur theoretisch mit der deutschen Sprache in Kontakt. „Am Anfang war es deshalb schwierig sie zu erlernen“, meint Sudeesh. Einmal hier angekommen, gestaltete sich dies dann einfacher. „Wir haben dann an unserer Aussprache gefeilt“, so Linto. Eine „Herausforderung“ ist für sie immer noch der hiesige Dialekt, lachen die Patres. „Wir erschließen uns dann manche Wörter.“

Mindestens drei Mal die Woche kommen die fünf Karmeliter-Patres in Hirschhorn zu gemeinsamen Gebeten zusammen. Wobei die „neuen“ von den „alten Hasen“ lernen. „Joshy, Cyril und Sijoy haben hier einen guten Anfang gemacht“, betont Linto. „Sie kennen die hiesige Sprache und Kultur und geben das Wissen an uns weiter“, ergänzt Sudeesh. „Wir wollen in ihre Fußstapfen treten und die Spiritualität der Karmeliter vermitteln“, heben sie hervor.

Die etwas andere Speisekarte sorgt für Andrang beim Weinfest der Finkenbacher Feuerwehr

Flammkuchen Hellas, Forelle mit Kartoffelsalat, Ofenkartoffel mit Kräuterquark  oder Kürbissuppe: Eher ungewöhnliche Gerichte bei einem Feuerwehrfest. Die Finkenbacher Brandschützer haben mit diesem Angebot aber sehr gute Erfahrungen gemacht. Nach dem etwas durchwachsenen Besuch im vergangenen Jahr brummte es dieses Mal rund um den Brunnen. Was wäre das Weinfest ohne Wein: Verschiedene Tropfen vom Weingut Diehl aus Rheinhessen fanden zahlreiche Abnehmer. Eine Hüpfburg sorgte für Unterhaltung der Kinder. Das gerade am Vortag auf Vordermann gebrachte Schachfeld war bereits wieder in Funktion.

Verschiedene Flammkuchen und gute Weine sind das Erfolgsrezept des Festes, das die Feuerwehr im Jahr 2010 neu aufleben ließ. Der Park gleich neben der Brücke in der Nähe des Feuerwehrhauses bot sich dafür an. Den dortigen Brunnen „gibt’s schon seit über 20 Jahren, aber bisher wurde er noch nicht als Festkulisse genutzt“, weiß Vereinsvorsitzender Jens Schindler. Von der Bevölkerung wird das Weinfest sehr gut angenommen, ist es doch eine schöne Alternative zur traditionellen Kerwe. Aus Finkenbach selbst kommen deshalb auch die meisten Gäste.

An die 40 Helfer hat die Feuerwehr den Tag über fürs Wohl der Besucher im Einsatz, zählte Matthias Heiß. Die laben sich gerne an den frisch belegten und vor Ort im Ofen gebackenen Flammkuchen. Als Spezialität gab’s diesmal unter den fünf Sorten eine Bärlauch-Auflage und den „Lachs im Lauchmeer“. Natürlich die süße Variante nicht zu vergessen. Thomas Frisch und Fabian Sauter wechselten sich bei der Schweiß treibenden Arbeit ab. Der Klassiker, der elsässische Flammkuchen, läuft aber immer noch am besten. Die Jugendfeuerwehr verdiente sich etwas fürs Zeltlager dazu und bot frische Waffeln an.

Beim Fisch setzen die Wehrleute auf Regionalität. Die Forelle stammt aus der Teichanlage Finkenbachtal von Matthias Bartmann. Am Tag vorher frisch gefangen, legte sie Bartmann eine Nacht in Salz ein, ehe sie dann auf den Teller kamen. 35 Stück waren geordert worden. Kein Vergleich aber zum Flammkuchen, von dem etwa 250 Stück an diesem Tag weggehen.

Mehrere hunderte Besucher dürften es in diesem Jahr gewesen sein, freute sich Schindler. Deutlich mehr als 2016. Dazu trugen auch die Feuerwehren aus Langenthal, Kortelshütte und Ober-Hainbrunn bei. Der gemischte Chor kam am Mittag für ein paar Lieder vorbei und unterhielt die Gäste prächtig. Die Mannen des FC Finkenbachtal hatten reichlich Durst nach dem Frust der 3:2-Niederlage in Bad König-Zell mitgebracht.

Bei den Getränken war natürlich der Fest-namensgebende Wein ein Muss. Die Weinprobe „wurde extrem gut angenommen“, so Heiß. Vier weiße und vier rote Tropfen standen zur Auswahl, dazu noch zwei Roséweine. Verkaufsschlager war die „Sommer Sinfonie“, ein lieblicher Weißwein. „Der schmeckt selbst mir, obwohl ich keine süßen Tropfen mag“, schmunzelte Heiß.

Finkenbacher spuckten für ihren Ort in die Hände

Für ihren Ort spucken sie gern in die Hände: Über 20 Finkenbacher (und zugereiste Rothenberger) nahmen am Freiwilligentag im Odenwaldkreis Besen, Schippe, Schaufel, Schubkarren und Laubbläser in die Hand, um ihr Dorf etwas aufzuhübschen. Multifunktions- und Beachvolleyball-Feld sowie die Parkanlage am Feuerwehrhaus standen dabei im Fokus. Auf der Höhe, in Rothenberg-Ort, wurden die Lücken im Baumwipfelpfad geschlossen.

Drei Anhänger voll mit Laub, Grünschnitt und gewucherten Pflanzen holten die Feuerwehrleute rund um ihr Gerätehaus aus der Landschaft. 13 Brandschützer und vier zusätzliche Freiwillige gingen hier zu Werk. Der Brunnen, an dem einen Tag später das Weinfest stattfand, wurde gründlich sauber gemacht, sagte Vereinsvorsitzender Jens Schindler. Außerdem nahm man sich die komplette Parkanlage vor.

Das Schachbrett, am kommenden Tag wieder im Einsatz, wurde ebenfalls auf Hochglanz gebracht. Dazu noch Barfußpfad und Tretbecken von Unrat beseitigt. Zwischen der Parkanlage und dem Feuerwehrhaus hatte sich außerdem viel Wildwuchs angesammelt, dem man zu Leibe rückte. Der Finkenbach war an dieser Stelle fast nicht mehr zu sehen, so stark war das Gewässer bereits zugewuchert. Nun plätschert der aus der Hinterbach kommende wieder fröhlich ins Tal.

Schindler freute sich, dass die Gemeinde der Feuerwehr zwei Anhänger zur Verfügung stellt, deren Inhalt dann auch von ihr entsorgt wird. Insgesamt, schätzten die Floriansjünger, dürften an diesem Tag etwa 20 Kubikmeter Grünschnitt zusammen gekommen sein. Die mittägliche Stärkung mit Schnitzel und Pommes hatten sich die Helfer somit mehr als verdient.

An der nahmen auch die anderen Freiwilligen teil, die jenseits der Straße ihr Werk verrichteten. Das vor etwa 20 Jahren angelegte Beachvolleyball-Feld über dem Bach war in der vergangenen Zeit von allen Seiten her stark zugewuchert. Die Mannen und eine Frau mit Walter Braner an der Spitze entfernten das Wurzelwerk und das ins Feld hinein gewachsene Gras. „Bis zu einem Meter weit hatte sich das schon vorgeschafft“, meinte Braner. Vor ein paar Jahren hatte man diese Aktion schon einmal durchgeführt.

Am Multifunktionsfeld, direkt neben dem Schwimmbad gelegen, hatten sich ein paar Bretter der Umrandung in der letzten Zeit verabschiedet. Sie wurden entfernt und durch neue ersetzt. Auch in dieses Feld hatte sich viel Gras vorgeschafft. Die Helfer aus dem Ort entfernten es in langwieriger Kleinarbeit, sodass das Gelände nun wieder in neuem Glanz erstrahlt.

„Die Anregung kam im vergangenen Jahr auf, doch auch etwas in Finkenbach zu machen“, erläuterte Braner. Im Gemeindevorstand überlegte man sich, was in Frage kommen könnte. Der Bauhof steuerte den benötigten Sand fürs Beachvolleyball-Feld und die Hölzer für die Umrandung bei, die Werkzeuge brachten die Freiwilligen selbst mit. Die kümmerten sich auch um die Entsorgung.

 

Schüler sollen fit sein: Medienkompetenzprojekte an der Oberzent-Schule Beerfelden machen Fünft- bis Achtklässler vertraut mit Facebook & Co.

Verschiedene Medienkompetenzprojekte machen an der Oberzent-Schule die Fünft- bis Achtklässler vertraut mit den neuen Medien und sozialen Netzwerken. Über das ganze Schuljahr verteilt sprechen Lehrer, aber auch verschiedene externe Referenten, die diversen Themen an. „Sicher im Netz“, „Computersucht“ oder „Mobbing im Netz – Strafbarkeit“ lauten die Titel der Schulstunden.

Die Idee dazu hatten vor mehr als fünf Jahren Bernd Siefert, damals Stufenleiter der Oberzent-Schule, und der ehemalige Jugendkoordinator bei der Polizei Erbach, Volkmar Raabe. „In den Sommerferien haben wir uns zusammengesetzt und alles ausgetüftelt“, erinnert sich der heutige Schulleiter. Damals noch unter dem Titel „Mediencoaches“. Speziell ausgebildete Schüler sollten Gleichaltrige beraten, wenn bei diesen Fragen in rechtlicher Sicht während der Internet-Nutzung auftauchten.

„Ich hab da was bekommen“: Der Hintergedanke dabei war laut Siefert, dass sich Jugendliche eher an Gleichaltrige als an Lehrer wenden, wenn ihnen etwas im Internet nicht geheuer ist. Die Mediencoaches waren über Jahre hinweg im Einsatz. „Wir haben das Projekt sogar auf den Präventionstagen in Karlsruhe und München vorgestellt“, erinnert sich Siefert. Verschiedene „Baustellen“ wie Medienethik und Gefahren im Netz wurden beackert. Allerdings wurde das Angebot zusehends seltener abgefragt.

Deshalb dann die Neukonzeption: „Wir wollten, dass alle Schüler damit in Berührung kommen“, betont der Schulleiter. Und auch bis zur achten Klasse alle dazugehörigen Bausteine durchlaufen. So wurde das Medienkompetenzprojekt daraus, um das sich federführend Gabriele Maurer kümmert. Unterstützt wird sie von der Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises, von der Suchtvorbeugung des DRK und vom Polizeipräsidium Erbach.

„Sicher im Netz“ heißt es bei den Fünftklässlern. Ihnen soll vermittelt werden, welche Gefahren auf sie als Neulinge im Internet lauern. Auch wie sich Hass und Gewalt in sozialen Netzwerken niederschlagen und was strafbar ist. Ein weiterer Punkt: „Wie wird mit meinen Daten umgegangen?“ Als Tipps bekommen die Schüler mit, ihre Adresse und Telefonnummer im Netz nicht zu verraten. Außerdem geht es um die Rechtslage beim Streaming und Download von Musik.

„Medienethik – wie bewege ich mich im Netz, wie in der Realität?“ steht ebenfalls in der fünften Klasse auf dem Stundenplan des Religions- und Ethikunterrichtes. Hier wichtig: Wie nett bin ich im Netz und was gebe ich von mir preis. Was auch in der siebten Klasse noch einmal angeschnitten wird. Denn, so Siefert: „Es ist leichter, im Netz jemanden zu beleidigen als in der realen Welt.“ Computersucht wird ebenso in der siebten Klasse thematisiert. Hier geht es um die Vermittlung der verschiedenen Suchtformen und was sie mit einem machen.

Zum Thema der Strafbarkeit von Mobbing im Netz wird den Achtklässlern ein aufrüttelnder Film gezeigt. „Man kann mit dem, was man schreibt, vieles auslösen“, meint Siefert dazu. Oft auch unbewusst und ohne an die Folgen zu denken. „Die Kinder kennen oftmals nicht die rechtlichen Hintergründe“, hat er als Erfahrung der vergangenen Jahre mitgenommen. „Ihnen ist außerdem nicht klar, dass das Netz nicht vergisst.“ Dass eingestellte Bilder dort trotz Löschung auf ewig kursieren können.

Der Leiter der Oberzent-Schule betont: „Es ist die Aufgabe von uns als Schule, junge Menschen bei der Mediennutzung kritisch zu unterstützen.“ Umso mehr freut er sich, dass die Lehranstalt diese Projekte in den Schullalltag integriert hat und damit im Odenwaldkreis in dieser Hinsicht Zeichen setzt.

Arbeitskreis kümmert sich jetzt um die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Hirschhorn und Neckarsteinach

Ein Arbeitskreis soll die weitere interkommunale Zusammenarbeit der beiden hessischen Neckartalstädte koordinieren. Er löst damit den bisherigen, gemeinsam tagenden Ausschuss aus Neckarsteinach und Hirschhorn ab, der bisher drei Mal zusammenkam. Weiterhin wurde beschlossen, dass es spätestens ab dem 1. Januar 2019 ein gemeinsames Mitteilungsblatt für beide Städte geben soll.

Da Ausschuss für Stadtentwicklung (AfS) in Hirschhorn sowie Haupt- und Finanzausschuss in Neckarsteinach beratende Funktion haben, müssen die Beschlüsse noch durch die jeweilige Stadtverordneten-Versammlung. Was aber bei einstimmigen Entscheidungen eine Formsache sein dürfte. Überhaupt war die Versammlung von viel Einmütigkeit geprägt.

Die Einrichtung des Arbeitskreises geschah auf CDU-Antrag hin. Er soll zwölf Mitglieder haben, neben Bürgermeistern und Stadtverordneten-Vorstehern auch die jeweiligen Fraktionsvorsitzenden – oder jeweilige Vertreter. Dazu ist ein externer Berater angedacht. Man verspricht sich von der Verlagerung weg vom Ausschuss eine effektivere Arbeitsweise in kleinem Kreis, in dem auch mal offen Themen angesprochen werden können, die nicht gleich in die Öffentlichkeit sollen. Wobei abstimmungsfähige Ergebnisse auf die nächste Sitzung des jeweiligen Ausschusses kommen sollen.

Ein konkreter Zeitplan wurde noch nicht erstellt. Die Einladungen sollen den jeweiligen Stavo-Vorstehern vorbehalten bleiben, denn die Sitzungen finden abwechselnd in den Orten statt. Von den Mandatsträgern kamen durchweg positive Rückmeldungen. Gleichzeitig wurde aber deutlich gemacht, dass es auch von ihnen selbst abhängt, dass Bewegung in die Sache kommt. Aktuelle Themen können im Arbeitskreis schneller aufgegriffen werden, wurde als Vorteil herausgestellt. Und jeder kann so reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

In der Diskussion wurde mit Blick auf die Fusion in der benachbarten Oberzent aber auch klar, dass noch viel Wasser den Neckar hinunterlaufen wird, bis die beiden Städte in die Nähe eines Gemeindeverwaltungsverbands oder gar Zusammenschlusses kommen. Im südlichen Odenwaldkreis gab es eine Vorlaufzeit von etwa zehn Jahren, weshalb ein oder zwei Jahre am Neckar für den gleichen Prozess ziemlich unwahrscheinlich sein dürften. Zu viele kleine und große Dinge gilt es im Vorfeld noch zu klären.

Ein Punkt wurde nun bereits konkret angegangen. Spätestens zum 1. Januar 2019 soll es ein gemeinsames Mitteilungsblatt geben. Die Verzögerung ergibt sich dadurch, dass Neckarsteinach im kommenden Jahr noch vertraglich gebunden ist. Man will aber versuchen, früher zu Potte zu kommen. Die genauen Modalitäten müssen noch ausgearbeitet werden. Denn in Hirschhorn wurde der Stadtanzeiger bislang kostenlos haushaltsdeckend verteilt. In Neckarsteinach geschah dies auf Abo-Basis für eine jährliche Gebühr.

In Hirschhorn wäre man nicht glücklich damit, nun von den Bürgern Geld verlangen zu müssen. Andererseits gab es schon bisher mit Rothenberg ein gesplittetes Modell, bei dem die interessierten Leser des Höhendorfs bezahlen mussten. Denn letztendlich ist eine kostenlose Verteilung auch eine Geldfrage, wurde deutlich. In der künftigen Stadt Oberzent kostet das Amtsblatt in einer Auflage von 5400 Stück (haushaltsdeckend) 30.000 Euro im Jahr. Es wird dort kostenlos abgegeben.

Sowohl diese unterschiedlichen Modelle als auch andere Details wie Umfang, Kosten für die Stadt, Farbe oder Online-Verfügbarkeit müssen nun unter einen Hut gebracht werden. Eine erste Abfrage bei fünf Verlagen führte noch nicht zu wirklich belastbaren Ergebnissen. Zu viele Details waren noch unklar, weshalb die Verwaltung den Auftrag bekam, anhand von konkreten Vorgaben neue Verhandlungen aufzunehmen.

Großes Stelldichein der Schlepper- und Oldtimerfreunde am 24. September in Ober-Hainbrunn

Bereits zum zehnten Mal treffen sich am Sonntag, 24. September, alle Schlepper- und Oldtimerfreunde aus dem badischen und hessischen Odenwald in Ober-Hainbrunn auf dem Festplatz. Wie in den Jahren zuvor wird jeder Teilnehmer mit einem schönen Erinnerungsfoto, Verzehrbons und dem beliebten Sammelbutton belohnt. Die Anfahrt ist ab 10.30 Uhr möglich. Die Teilnahme für die Fahrzeuge ist kostenlos. Aber auch für die Besucher ist der Eintritt frei. Veranstalter ist der MGV 1898 Ober-Hainbrunn.

Highlight für die technikbegeisterten Teilnehmer und Zuschauer ist die große Fahrzeugparade gegen 14 Uhr. Unter der Moderation des MGV-Vorsitzenden Wilfried Friedrich stellen die Eigentümer ihre teilweise sehr liebevoll restaurierten Fahrzeuge der Öffentlichkeit vor. Oft gibt es dabei eine interessante Gegebenheit oder eine humorvolle Anekdote zum jeweiligen Oldtimer zu berichten.

Im vergangenen Jahr begrüßte der MGV um die 150 Oldtimer aus Landwirtschaft und Automobilgeschichte mit ihren Besitzern. Besondere Blicke zog damals ein Lanz Bulldog D8506 aus dem Jahr 1938 auf sich. Das 35 PS starke Gefährt, ein Vorglühschlepper mit liegenden Zylindern, gehört Edgar Tartler aus Lützelbach, bei den Traktorenfreunden Bad König aktiv. Zehn Liter Hubraum werden mit einem Zylinder angetrieben.

Ein Ford Mustang weckte 2016 Erinnerungen an den Film „Bullitt“ mit Steve McQueen Ende der 60er Jahre. Von dem Rolls Royce Phantom gar nicht zu reden, der nachmittags auf en Platz fuhr. Später wurde es dann richtig voll, als der Oldtimerclub Wiesloch mit 27 alten Vehikeln, eines schöner als das andere, einrollte.

Ein Teilnehmer war sogar aus Trebur angereist, aber auch der Oldtimerclub Buchen absolvierte etliche Kilometer wie auch die Freunde historischer Fahrzeuge aus dem Kraichgau. Stark vertreten sind jedes Jahr die Traktorenfreunde Allemühl mit einigen schönen Gefährten. Manuela Heiß besitzt einen Mc Cormick aus dem Jahr 1959, Dieter Heiß einen Hanomag B10. Ein D15 Deutz trieb zur Demonstration mit seinen Riemenscheiben eine Brotmühle an.

Die badischen Brombacher aus der direkten Nachbarschaft sind immer mit vielen Exemplaren vor Ort. Im vergangenen Jahr waren das etwa Fritz Heinzmann mit einem Lanz Bulldog oder Uwe Seib mit einem Agria-Einachser, den er zum 50. Geburtstag geschenkt bekam. Hans Jürgen Löw aus Beerfelden nennt ein Fendt Dieselross mit 12 PS aus dem Jahr 1954 sein Eigen.

Viel Anklang findet bei den Gästen jedes Jahr aufs Neue das nicht alltägliche Speiseangebot. Schon traditionell wird ein althergebrachtes Odenwälder Hochzeitsessen, nämlich Rindfleisch mit Meerrettich und Salzkartoffeln, angeboten. Daneben bereichern der beliebte Hainbrunner Holzfäller-Rollbraten vom Buchenholzgrill oder das herzhafte Wildschweingulasch aus dem Kupferkessel die vielfältige Speisekarte. Über 50 Helfer sorgen dafür, dass sich die Festbesucher in Ober-Hainbrunn wohl fühlen und den ganzen Tag über gut versorgt werden.

Das liebevoll dekorierte Freigelände bietet dazu ein reizvolles Ausflugsziel auch für alle Biker, Wanderer und Radfahrer, die ihre Tour mit einer gemütlichen Einkehr verbinden möchten. Für die Kinder bieten der angrenzende Kinderspielplatz und die Hüpfburg jede Menge Zeitvertreib. Selbst bei Regen findet man in der herbstlich geschmückten Sporthalle das passende Ambiente für einen schönen Sonntagsausflug nach Ober-Hainbrunn.