Das Hirschhorner „Reparaturcafé“ soll bei kaputten Kleingeräten Abhilfe schaffen

„Die Idee hatte ich schon vor längerer Zeit“, sagt Ute Stenger zum Thema „Reparaturcafé“. Jetzt will sie als Mitglied des kommunalen Seniorenbeirats die Realisierung vorantreiben. Ziel ist es unter anderem, Senioren eine Hilfestellung im Umgang mit kaputten Kleingeräten zu geben, aber auch den Seniorentreff im alten Amtsgericht mit neuem Leben zu erfüllen. „Einmal im Monat“, stellt sich die ehemalige SPD-Bürgermeisterin vor, könnten dort Interessierte zusammenkommen, um diese Kleingeräte wieder auf Vordermann zu bringen.

Das Reparaturcafé ist nur eine von drei Ideen, mit denen Stenger wieder mehr Pfiff in den Treff bringen möchte. Ihr schwebt daneben ein monatlicher Spieletag vor, an dem sich die Senioren mit Rommé, Bridge oder Skat unterhalten könnten. Sowie ein Oma-und-Opa-Treff, bei dem sich Großeltern mit ihren Enkeln dort zum Spielen treffen. „Ich suche noch Partner, die mich dabei unterstützen“, macht Stenger deutlich, dass nur sie allein diese Projekte nicht stemmen kann.

Priorität hat das Reparaturcafé. „Ich habe schon Bürger privat angesprochen, daneben auch den Altstadtverein“, leistete Stenger bereits Vorarbeit. Es gab ihren Worten zufolge bereits schon positive Rückmeldungen. Nun möchte sie einen größeren Kreis erreichen, um ein solches regelmäßiges Treffen in spe der Bevölkerung bekannter zu machen. „In den Räumlichkeiten soll wieder was stattfinden“, ist der ehemaligen Bürgermeisterin die Reaktivierung wichtig. „Wir brauchen eine Gruppe, die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.“

„Viele haben es bereits selbst erlebt“, verdeutlicht Stenger den Gedanken hinter dem „Reparaturcafé“: Ein Kleingerät, auf dessen tadelloses Funktionieren man im Alltag angewiesen sei, verrichte lange Zeit seine Arbeit „und plötzlich gibt es den Geist auf“. Da die Reparaturkosten bereits den Preis einer Neuware erreichten oder diesen sogar überstiegen, „sieht man sich zum Neukauf gezwungen“. Was bleibe, sei Abfall – und das ungute Gefühl, binnen kürzester Zeit wieder vor dem gleichen Problem zu stehen, führt sie aus.

Stenger vermutet dabei in vielen Fällen „eine ökonomische Strategie“, denn durch das Verbauen qualitativ minderwertiger Einzelteile werde die Lebensdauer eines Produkts begrenzt oder die Reparaturfähigkeit durch unverhältnismäßig teure Ersatzteile gezielt eingeschränkt. Gerade Senioren seien in diesen Kleinreparaturen oftmals nicht mehr fit und würden sich über ehrenamtliche Unterstützung freuen. „Manchmal ist nur ein Schalter kaputt, aber es fehlt das passende Werkzeug“. Oder bei einer Kiste müssten ein paar zusätzliche Nägel eingeschlagen werden, damit sie wieder stabil ist, erläutert sie.

Ute Stenger ruft deshalb alle, die einmal im Monat Lust haben, an defekten Kleingeräten herumzuschrauben, sei es im elektrischen, mechanischen oder sonstigen Bereich, oder die gerne Tüfteln und Interesse haben, anderen Menschen ehrenamtlich eine Freude zu bereiten, sich bei ihr unter Telefon 06272-711 oder E-Mail ute.stenger@web.de zu melden.

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