Kortelshütter Wildschwein-Konsum beim Kelterfest macht schon fast Obelix Konkurrenz

Der Kortelshütter Wildschwein-Konsum macht schon fast Obelix Konkurrenz: „Es lief sehr gut“, ist der stellvertretende Wehrführer Timo Fink rundum zufrieden. Beim 24. Kelterfest der Feuerwehr Kortelshütte meldeten die Floriansjünger am Schluss: „alles aufgegessen“. Die zahlreichen Gäste schafften nicht nur das 45-Kilo-Wildschwein vom Spieß, sondern komplett noch ein weiteres, das zuvor zu Wildgulasch verarbeitet worden war. Damit bewährte sich die Neuerung aus dem vergangenen Jahr, eine Wildsau am Spieß anzubieten, bestens.
Besonders freute man sich im Rothenberger Ortsteil, dass am Nachmittag der neue Landrat des Odenwaldkreises, der SPD-Politiker Frank Matiaske, dem Fest einen Besuch abstattete. Er kam beileibe nicht allein: „Nachmittags waren alle Plätze besetzt“, beobachtete Fink. Bestimmt um die 100 bis 150 Leute seien auf einmal am Dorfgemeinschaftshaus gewesen. Darunter auch Mitglieder der anderen Ortsteilwehren und eine Abordnung aus Hirschhorn. Sie ließen sich vom leichten Nieseln nicht abschrecken, war doch ein Großteil der Plätze überdacht.
Eine schöne Bestätigung für die Arbeit im Vorfeld: „Von 11 bis 11 wurde am Vortag gekocht“, macht Fink den Aufwand deutlich. Aber die Gäste wissen auch zu schätzen, dass beim Kelterfest viel selbst Hergestelltes auf den Teller und ins Glas kommt. Neben dem Ragout wurden auch die Semmelknödel in Eigenarbeit hergestellt, kümmerten sich die Wehrleute um Haxen und geräucherte Forellen. Um 4 Uhr in der Früh wurde die Wildsau auf den Grill gehängt, damit sie sechs Stunden später, bei Festbeginn, gut durch war.
Der Süßmost aus Kortelshütter Äpfeln, ganz frisch mit der Presse gekeltert, ging wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln über die Theke. Etwa 500 Kilo Äpfel sammelten Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr in der Zeit vor dem Kelterfest auf den Wiesen rund um den Ort. Was nicht verkauft wurde, wird demnächst zum Gären gebracht, kündigte Fink an.
30 Feuerwehr-Helfer waren nicht nur am Tag selbst, sondern auch in der Vorbereitung rund um und im Dorfgemeinschaftshaus aktiv. Vorgeschaltet war dem Kelterfest die „Bembelparty“. Zur Musik von „DJ Firefighter“ wurde bis spät in die Nacht getanzt. Besonders die Abordnung aus Höllerbach bewies dabei ihre Stand- bzw. Tanzfestigkeit und hielt bis kurz vor 3 Uhr früh durch.

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