Für 26 ABC-Schützen begann an der Hirschhorner Neckartalschule der Ernst des Lebens

Wer war aufgeregter, die Kinder oder die Eltern? Bei der Einschulung an der Neckartalschule ließ sich diese Frage nicht immer eindeutig beantworten. 26 ABC-Schützen hatten sich mit ihren Verwandten und Bekannten in der Schulturnhalle versammelt, um in den vielzitierten „Ernst des Lebens“ zu starten. Der gestaltete sich mit der Einführung, dem kurzen Ausflug in die Klassenzimmer und dem späteren gemütlichen Beisammensein auf dem Schulhof mit Foto-Shooting aber erst einmal sehr spielerisch.

Kleine Klassen würden dafür sorgen, dass ein gutes Lernklima herrsche. Denn 26 sei genau der Klassenteiler, sagte Rektorin Christel Herrmann. Da möglicherweise noch ein paar Schüler während des Schuljahres hinzukommen könnten, habe man in Hessen das Glück, trotzdem zwei erste Klassen bilden zu können. Für die wiederum war es nicht einfach, Lehrer zu finden, erläuterte die Schulleiterin. Ihr sei das am Ende des vergangenen Schuljahres mit einer gehörigen Portion Gottvertrauen trotzdem gelungen. Constanze Leidweiter und Sonja Tiemesmann leiten nun die 1a und 1b, für den jeweiligen Deutschunterricht zeichnet Christel Herrmann verantwortlich.

Nach dem ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Kirche, gehalten von den Pfarrern Joshy und Jörg Awischus, ging es über die Brücke zur Schule. Eingeleitet wurde die Feierstunde von einem Stück der Musik-AG unter der Leitung von Iris Münch und Christina Lechner. Für die Aufführung waren extra ehemalige Viertklässler noch einmal an ihre alte Schule zurückgekehrt.

Die Zweitklässler begrüßten danach ihre „Nachfolger“ mit einem Buchstabentanz. „Herzlich willkommen in der Schule“, lautete die Botschaft. „Hier werdet ihr gebraucht“, sagte zu Beginn Christel Herrmann. Sie hatte schon vorher in die Runde gefragt, was man denn alles an der Schule lernen könne. Und nach zaghaften Beginn „Mathe, Lesen, Schreiben und Deutsch“ als Antwort bekommen. Wer denn besonders aufgeregt sei, fragte sie außerdem. Ein paar Hände gingen hoch und ein paar „Ich“ schallten in die Halle.

Bürgermeister Rainer Sens wünschte den Erstklässlern, „viel zu lernen, zu entdecken, zu erreichen“. Die Einschulung sei im Gegensatz zu anderen Dingen ein absolut einmaliges Ereignis im Leben. „Genießt den Tag“, rief er den Kindern zu. Nach dem Lied der Viertklässler, die gleichzeitig Paten für die „Anfänger“ sind, wurden die Kinder ihren beiden Klassenlehrerinnen zugeteilt, die ihnen die Zimmer zeigten. Später stand dann noch ein gemeinsames Klassenbild auf dem Schulhof mit der dekorativen Schultüte an.

„Wir hoffen auf eine zahlreiche Beteiligung“, machte Christel Herrmann bei den Eltern Werbung für den Förderverein und die kommende Elternversammlung. „Ohne die Eltern und Großeltern wäre die Schule nicht so weit“, wies sie auf deren große Unterstützung bei der Gestaltung von Klettergarten und Schulhof hin. Sie wünschte sich, dass die Eltern bei Unklarheiten immer auf Lehrer und Schulleitung zukommen sollten. „Wenn ihr Kind nach der Schule nach Hause kommt und etwas nicht stimmt, sprechen Sie uns an.“ Denn: „Wir brauchen Sie bei der Arbeit mit den Kindern.“

Als Besonderheit gibt es laut der Rektorin in der ersten Klasse einen ökumenischen Religionsunterricht. Dieser sei extra beim Schulamt beantragt worden. „Das christliche Miteinander ist unabhängig von jeder Glaubensrichtung“, machte Herrmann deutlich, dass man die Klassen nicht trennen wolle.

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