Ein Festival der kulinarischen Genüsse: Beim Naturparkmarkt präsentierten sich Anbieter aus Neckartal und Odenwald mit ihren Produkten

Verführerisch duftet es auf dem Neckarlauer nach frisch gebackenem Brot. Ein paar Meter weiter lässt das Brutzeln der über dem Grill hängenden Wildsau Freunden des deftigen Genusses das Wasser im Mund zusammenlaufen. Schräg gegenüber gibt’s das Kontrastprogramm für Vegetarier, Gemüse in allen Varianten. Nebenan werden gerade gebratene Pilze in der Pfanne geschwenkt, während der Elztäler Flammkuchen reißenden Absatz findet.

Ein Schlaraffenland der Genüsse war an diesem Sonntag der fünfte Naturparkmarkt in Neckargemünd. Er fand erstmals zusammen mit dem baden-württembergischen Aktionstag „Unser Neckar“ statt. Das und die nächstes Frühjahr anstehende Landtagswahl holte eine große Zahl von Kommunal-, Landes- und Bundespolitikern in die Stadt geholt. Sie überzeugten sich bei einem späteren Rundgang selbst vom reichhaltigen Angebot der verschiedenen Direktvermarkter aus allen Ecken des Naturparks Neckartal-Odenwald. Die Anbieter aus dem badischen Odenwald von Eberbach über Mudau, Mosbach und Buchen bis hin nach Walldürn haben dabei klar die Oberhand.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Horst Althoff ergriff der Erste Landesbeamte des Rhein-Neckar-Kreises, Joachim Bauer das Wort. Er sitzt gleichzeitig im Vorstand des in Eberbach ansässigen Naturparkvereins. Die 43 Teilnehmer aus allen Teilen des Naturparks demonstrierten „Vielfalt, Qualität, Frische und Leistungsfähigkeit der Region“, sagte er. Sie seien ein gutes Beispiel dafür, wie Natur- und Landschaftsschutz mit wirtschaftlichen Interessen unter einen Hut gebracht werden könnten.

Den Naturparkmarkt wertete Bauer als „aktive Unterstützung der Direktvermarkter“ sowie als Stärkung des ländlichen Raums. Es gebe vielfältige Anreize zum „Erkunden, Erschmecken und Genießen“. Der Landesbeamte bezeichnete die letztjährige Wiedereröffnung des Naturparkzentrums in Eberbach als „Meilenstein“ für die Vereinigung. Mit ihren zahlreichen Aktivitäten sei es ihr Bestreben, „die Vielfältigkeit und Einzigartigkeit der Region bekannter zu machen“.

Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) rief dazu auf, die etlichen Angebote wahrzunehmen. Am heutigen Aktionstag wolle man „den Neckar mit den Bürgern in Verbindung bringen“. 180 Aktionen fänden auf den 367 Kilometern von der Quelle bis zur Mündung statt. Dabei werde der Fluss in seinen unterschiedlichsten Facetten präsentiert – auch als ökologisches Gewässersystem und interessanter Naherholungsraum. „Die ursprüngliche Flusslandschaft ist heute eine Standortqualität“, machte Untersteller deutlich. Für die musikalische Umrahmung sorgte zur Eröffnung die Musikschule Neckargemünd.

Auf Hanfmarkt, Lohplatz und Neckarlauer ließ es sich im Anschluss trefflich flanieren. „Von Apfelsaft bis Ziegenkäse“ hieß das Motto – und es wurde nicht zu viel versprochen. Leckereien aus Kartoffeln, Sirup, Gelee, Konfitüre, Kräutersalz, Balsamessig, Badesalze, Ziegenmilch-Speise- und -Fruchteis oder -Käse sowie Edeldestillate aus historischen Streuobstsorten waren nur einige der ausschließlich regionalen Angebote, die etliche der Gäste schwer bepackt zum Auto gehen ließen.

Viele Mitmachaktionen verkürzten den Tag für die Kinder. Bienenquiz und Bienenpuzzle, Holzschemel und Mobile bauen, Schafe hautnah erleben, Seifen-Kreationen, Wildtierdiorama oder Schnitzen mit dem Waldkindergarten waren nur einige der Möglichkeiten. Dazu gab es für die Erwachsenen Wanderungen auf dem Neckarsteig oder rund ums Thema Neckar.

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