Goldener Oktober sorgte für ein volles Fest: Florianstag der Hirschhorner Freiwilligen Feuerwehr sehr gut besucht

Das herrliche Feiertagswetter ließ die Hirschhorner Feuerwehrleute strahlen: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Besuch unseres Oktoberfests“, meinte Stadtbrandinspektor Marco Albert mit einem Blick auf die vollbesetzten Bänke. „Wir können uns eben auf die Unterstützung der Bevölkerung verlassen.“ Zum dritten Mal begingen die Hirschhorner Floriansjünger diesen Tag weiß-blau zünftig – mit vollem Erfolg. Waren in den vergangenen Jahren nur vereinzelt Trachten auszumachen, waren in diesem Jahr Lederhosen und Dirndl quasi Standard bei den ehrenamtlichen Helfern.

„Den Florianstag feiern wir schon seit mehreren Jahrzehnten“, so Pressewart Torsten Albert. Vor ein paar Jahren sei man auf die Idee gekommen, das bayrische Fest schlechthin auch an den Neckar zu holen. Zwischen 40 und 50 Helfer von Einsatzabteilung und Feuerwehrverein waren den ganzen Tag über im Einsatz – und auch schon weit im Vorfeld, denn bereits seit Dienstag wurde rund um und im Feuerwehrhaus aufgebaut.

Dafür mussten Ausrüstung und Fahrzeuge einen anderen Platz finden. „Wir sind deshalb der Schreinerei Mathes sehr dankbar, dass wir dort alles zwischenlagern können“, sagte der Kommandant. Ein Wettbewerb für die starken Herren war das nachmittägliche Maßkrug-Stemmen. Das sich übrigens rein zum Zweck des Bier-Trinkens um einiges günstiger gestaltete als auf dem Münchner Oktoberfest: Die Maß kostete in Hirschhorn nur sechs Euro, nicht über 10.

Einen ernsten Hintergrund hatte die Demonstration eines Fahrzeugspreizers durch die Einsatzabteilung. Gäste waren ausdrücklich zum Testen eingeladen. „Wir wollen über unser Vorgehen bei Verkehrsunfällen aufklären und die Berührungsängste vor diesen Geräten nehmen“, erläuterte Torsten Albert. Aufschneiden und Türen auftrennen konnten an einem Schrottfahrzeug geübt werden.

Höhepunkt des Nachmittags war eine Schauübung von Juniors und Jugend, 16 Kindern und Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren. Zusammen mit den Bambini zwischen vier und neun bilden sie die Nachwuchshoffnung der Hirschhorner Feuerwehr. Die beiden Jugendgruppen simulierten einen Einsatz auf dem Gelände des benachbarten Autohauses. Schnell war das „Feuer“ gelöscht. „Das habt ihr super gemacht“, lobte Stadtbrandinspektor Albert bei seinem Fazit.

Die Jüngsten brachten sich auch anderweitig beim Fest ein. So halfen sie beim Waffelverkauf mit, brachten die Brezeln unter die Leute oder sorgten für Flammkuchen-Nachschub. Auch Spiele für andere Kinder wurden angeboten. Im Obergeschoss des Feuerwehrhauses waren die Leckereien angerichtet: Um die 30 Kuchen warteten auf ihre Abnehmer, die auch in Scharen kamen.

Wenn die Hirschhorner rufen, dann kommen die Wehren aus der gesamten Umgebung für einen Besuch vorbei: aus dem Badischen Eberbach oder Brombach, aus dem Stadtteil Langenthal, von der benachbarten hessischen Stadt Neckarhausen und Neckarsteinach und aus dem Odenwaldkreis Hainbrunn, Kortelshütte, Finkenbach und Rothenberg. Den weitesten Weg hatten zwölf andere Hirschhorner: nämlich die aus dem gleichnamigen Ort in Niederbayern, die sich übers Wochenende auf den Weg an den Neckar gemacht hatten.

Die Einnahmen aus dem Oktoberfest, betonte Marco Albert, „fließen wieder zurück in die Ausrüstung der Einsatzabteilung“. Er drückte seine Hoffnung aus, dass vor dem Hintergrund notwendiger Anschaffungen und der Erweiterung des Feuerwehrhauses bald der städtische Haushalt genehmigt werde. „Ein paar mehr Aktive wären auch schön“, kann seinen Worten zufolge die Einsatzabteilung frisches Blut brauchen.

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