Neckarsteinach setzt auf schnelles Breitband-Internet

Eine Überprüfung, ob Teilbereiche der Stadt per Richtfunk mit schnellem Internet versorgt werden können, wird es vorerst nicht geben. Dieter Jooß, FWG, zog seinen entsprechenden Antrag auf der Stadtverordnetenversammlung wieder zurück, nachdem sich herauskristallisiert hatte, dass die im Mai beantragte Förderung für den Breitbandausbau nun doch noch in diesem Jahr greifen könnte. Man will nun zuwarten, wie sich die Sache entwickelt.

Jooß hatte zuvor argumentiert, Internet über Richtfunk könnte eine „schnelle und wirtschaftliche Lösung für bestimmte Bereiche sein“. Entsprechende Erfahrungen seien in anderen Gemeinden vorhanden. Konkret nannte er Heiligkreuzsteinach und Gaiberg, die „gute Erfahrungen mit Richtfunk“ gemacht hätten. Eine Abklärung koste ja nichts, meinte er. „Ob wir den Weg dann weitergehen, können wir noch entscheiden“.

Wie Bürgermeister Herold Pfeifer sagte, „könnte der Mittelabruf für Breitband noch in 2015 erfolgen“. Denn die Förderhöhe sei inzwischen gemäß dem ersten Antrag bestätigt. Dies gehe aus einer ganz aktuellen Mitteilung des Kreis-Breitbandbeauftragten hervor. Somit wäre eine Richtfunklösung nur von temporärer Natur. Daneben hielt Pfeifer sei auch für störungsanfällig, vor allem bei schlechtem Wetter. Das kenne man bereits von den Satellitenschüsseln.

„Eigentlich eine gute Idee“, meinte Günter Resnikschek, Grüne. Aber es würde wenig Sinn machen, diese noch zu realisieren, „wenn Breitband jetzt wirklich kommt“. Angebote für eine Richtfunk-Versorgung würden auch nicht vor dem Breitband fertig werden. Ähnlich äußerten sich auch seine Fraktionskollegin Patricia-Christine Schüssler und CDU-Fraktionsvorsitzender Karl Neidig. Um sich eine erneute Vorlage durch eine Ablehnung nicht zu verbauen, entschied sich Jooß für eine Rücknahme.

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