Bei der Kortelshütter Kerwepredigt blieb nichts verborgen

Wehe dem, der sich im vergangenen Jahr etwas „zu Schulden“ kommen ließ oder sich den einen oder anderen Ausrutscher leistete: Anja Bissdorf schrieb alles mit und zog diverse Verfehlungen in ihrer Kerwepredigt genüsslich durch den Kakao. Bei der Kortelshütter Kerwe im Dorfgemeinschaftshaus herrschte an diesem Tag auch durch die Kerweborscht-Wahl beste Stimmung. Ausgerichtet wurde sie durch die Feuerwehr, die sich bei der Durchführung der Traditionsveranstaltung jährlich mit dem Gesangverein abwechselt.

Bissdorf wusste etwa von einer Wespennest-Umsiedlung, die kräftig in die Hose ging. Denn plötzlich standen die zwei Retter bis zum Knie im Nest. Der „Schlappen“ von Feuerwehrmann Timo Fink blieb bis zum heutigen Tag im Wald verschollen, sein Kollege zog noch Stunden später ein paar der Tierchen aus seiner Hose – lebend. Auch diverse Orientierungs-Schwierigkeiten von Einheimischen in der großen weiten Welt blieben nicht unerwähnt. Tenor: „Fahr nicht fort, bleib‘ im Ort.“

Gegen zehn Konkurrenten setzte sich Sven Völker bei der Kerweborscht-Wahl durch. Vor allem deshalb, weil er in der Vorausscheidung – durch seine geölte Kehle – 0,7 Liter Mineralwasser in einem Zug leeren konnte. Die Flüssigkeit brauchte er als Grundlage auch dringend. Denn im weiteren Verlauf galt es unter anderem, die Gummibärchen aus einer kräftig mit Tabasco versetzten Götterspeise herauszupicken und zu verzehren.

Der gute Besuch des Abends setzte sich am nächsten Tag fort. Das stand zuerst im Zeichen des Mittagessens, ehe gegen Abend mit der Verlosung die Kerwe ausklang. Einen Rundflug, einen Massagegutschein und eine halbe Sau gab es unter anderem zu gewinnen. Fazit für die Kortelshütter: Die schon seit Jahrzehnten durchgeführte Kerwe ist immer einen Besuch wert.

Advertisements