Anspruchsvolles Szenario mit schwieriger Wasserversorgung: Alle vier Rothenberger Ortsteilwehren über in der Ober-Hainbrunner Neckarstraße

Gemeindebrandinspektor Marco Johe war nach der einstündigen Übung hoch zufrieden. „Alles hat bestens geklappt“, meinte er zum Einsatz aller vier Ortsteilwehren an einem Haus in der Ober-Hainbrunner Neckarstraße. Im Mittelpunkt stand die Menschenrettung unter Atemschutz. Fast 60 Feuerwehrleute mit noch einmal zwölf ehrenamtlichen Helfern des DRK Rothenberg waren im Einsatz, um den hoffentlich nie eintretenden Ernstfall zu proben. Das Feuer, so die Annahme, war durch einen technischen Defekt entstanden.

Einen „Brand mit sechs Verletzten, die meisten von ihnen bewusstlos“, sah das Übungsszenario vor. Die 15 Wehrleute aus Ober-Hainbrunn waren als Erste vor Ort und alarmierten die übrigen nach. Finkenbach mit 14, Rothenberg mit 21 und Kortelshütte mit neun Floriansjüngern rückten aus und kamen praktisch zeitgleich am „Brandort“ an. Das erste Obergeschoss des (leerstehenden) Gebäudes stand „in Flammen“ und präsentierte sich stark verraucht, so Johe. Weswegen zwölf Atemschutzträger zum Einsatz kamen.

Der Übungsort am Hang oberhalb der Straße forderte einiges von den Wehrleuten ab. Denn die zentrale Wasserleitung, von Rothenberg nach Hainbrunn führend, neigt laut Johe zur Überlastung, wenn zu viel Wasser aus ihr abgezapft werde. Deshalb gingen Rothenberger und Finkenbacher Wehrleute her und legten zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung ein extra Rohr vom Finkenbach über die Landesstraße hinauf bis zum Haus.

Die Floriansjünger aus Ober-Hainbrunn und zum Teil aus Rothenberg kümmerten sich laut dem Gemeindebrandinspektor in der Zwischenzeit um die Verletzten, gespielt von Jugendfeuerwehr-Mitgliedern. Um die Anforderung zu steigern, „musste eine Person erst im Hochbett gefunden werden“, so Johe. Die Feuerwehr Kortelshütte baute von Unter-Hainbrunn her übers Feld einen Löschangriff auf. Dorthin wurden auch die „Verletzten“ abtransportiert und vom DRK in Empfang genommen.

Allein schon die Schlauchlänge kennzeichnete die anspruchsvolle Übung: „Wir haben 580 Meter B-Rohre verlegt“, erläuterte Johe, also die vom Wasserentnahme- bis zum Brandort. Dazu kamen noch einmal 270 Meter C-Rohre zur direkten Feuerbekämpfung. Die vier Ortsteilwehren waren „mit allen Fahrzeugen, die wir haben“, an der Übung beteiligt. Neben dem Tanklöschfahrzeug somit auch vier Tragspritzenfahrzeige (davon eines mit Wassertank), ein Löschfahrzeug, drei Mannschaftswagen und ein Einsatzleitfahrzeug. Die konnten nach getaner Arbeit und der Nachbesprechung im Ober-Hainbrunner Feuerwehrhaus wieder in die jeweiligen Fahrzeughallen abrücken.

Am Morgen hatten bereits die Jugendfeuerwehren aus allen vier Ortsteilen das gleiche Szenario durchgespielt. 49 Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren mit zehn Betreuern übten den Ernstfall in der Neckarstraße. „Wir sind bei den Jugendlichen personell gut aufgestellt“, freute sich Johe über die große Zahl. „Ich hoffe, dass auch in den kommenden Jahren so viele aktiv sein werden“ – und damit den Nachwuchs für die Einsatzabteilung bildeten.

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