Rothenberg bekommt mehr Geld vom Land – Gleichzeitig bleibt Gewerbesteuer hinter Erwartungen zurück

Die Einwohnerzahlen in der Gesamtgemeinde sinken weiter, berichtete Rothenbergs Bürgermeister Hans Heinz Keursten den Gemeindevertretern auf deren vergangener Sitzung. Im Laufe des Jahres 2014 verzeichnete man einen Rückgang um 32 auf nur noch 2225 zum Jahresende. Finanziell steht Rothenberg mit dem neuen kommunalen Finanzausgleich (KFA) 2016 besser da – nach den jetzigen Berechnungen.

„Etwa 120.000 Euro im Plus“ sei man gegenüber den bisherigen Zuwendungen vom Land, sagte der Bürgermeister. Vorausgesetzt, die aktuell festgesetzte Kreisumlage für kommendes Jahr bleibe auf dieser Höhe und werde nicht noch angehoben. Das Geld kann die Gemeinde natürlich gut gebrauchen. „Denn mit der Gewerbesteuer sind wir aktuell 50.000 Euro unter dem Haushaltssoll“, tat sich laut Keursten hier im Vergleich zur Jahresmitte ein Loch auf. Die kommunalen Steuern seien den aktuellen Nivellierungshebesätzen angepasst, sagte er.

Keursten gab den Mandatsträgern außerdem einen Bericht über die Aufnahme von Flüchtlingen im Odenwaldkreis mit Blick auf die zentrale Einrichtung in Michelstadt. In Rothenberg selbst, sagte er, seien derzeit keine Asylsuchenden untergebracht. Ein weiteres Thema war die interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) in der Oberzent. Neben der Gründung eines Vereins zur Gesundheits-Versorgungs-Kooperation (GVK), dessen Beisitzer der Bürgermeister ist, stand auch der Fortgang des Prozesses zwischen Beerfelden, Sensbachtal, Hesseneck und Rothenberg im Mittelpunkt.

Alle vier Bürgermeister hatten vor kurzem an einem Kongress über die IKZ teilgenommen und sich dabei mit Kollegen aus anderen hessischen Städten und Gemeinden ausgetauscht. Keursten erwähnte in diesem Zusammenhang die gescheiterte Fusion zwischen den nordhessischen Gemeinden Angelburg und Steffenberg (wir berichteten).

Diverse Schäden bzw. anstehende Erneuerungen fanden ebenfalls Eingang in seine Mitteilungen. So gibt es an der Brücke in der Finkenbacher Wetterbergstraße Schäden, muss die dortige Wasserleitung erneuert werden und ist auch die „Fernwirkanlage“ der Wasserversorgung in die Jahre gekommen. Bei letzterer handelt es sich laut dem Ortsoberhaupt um eine Messanlage für den Verbrauch des kostenbaren Nass‘ in der Gesamtgemeinde. Diese sei noch nicht digital umgerüstet.

Weiteres Thema des Bürgermeisters war die Windkraft. Er informierte über aktuelle Entwicklungen sowohl im Bereich Heidelberg/Mannheim als auch in der näheren Umgebung. Erwähnung fanden die geplanten Windräder im Bereich Flockenbusch auf Gemarkung Wald-Michelbach. Diese, auf dem Höhenrücken Richtung Brombach angedacht, würden auch ins Rothenberger Blickfeld kommen.

 

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