Umbauarbeiten an der Rothenberger Sporthalle laufen auf Hochtouren

Zwei Auftragsvergaben für Arbeiten an der Rothenberger Sporthalle beschäftigten in der vergangenen Gemeindevertreter-Sitzung die Parlamentarier. Für etwa 55.000 Euro erhielten Firmen aus Finkenbach und Rothenberg den Zuschlag für Spengler- und Glaserarbeiten. Diese Summe ist aber nur ein Teil des großen Ganzen: Insgesamt 840.000 Euro investiert die Gemeinde derzeit in die inzwischen 46 Jahre alte Sporthalle.

Die generellen Sanierungs- und Verbesserungsarbeiten laufen schon seit einigen Jahren, berichtete Keursten im Gespräch. Zuerst wurde das Dach erneuert und verstärkt, danach bekam die Glasfront Richtung Westen ein anderes Aussehen. Jetzt ist nach den Worten des Bürgermeisters der komplette Sanitär-, Eingangs- und Umkleidebereich Richtung Osten an der Reihe. Dieser werde zum einen modernisiert, zum anderen ausgedehnt. Der komplette Bereich wird auf die Flucht des bisherigen Eingangs nach außen gezogen. So entstünden insgesamt 300 Quadratmeter Fläche.

„Den ganzen Abbruch haben wir selbst gemacht“, unterstrich Keursten die große Eigenleistung der örtlichen Vereine. Feuerwehr, Sportverein und MGV packten unter tatkräftiger Unterstützung der Bevölkerung mit an. Und das auch jetzt noch im Umbau: Gerade vergangenen Samstag war wieder ein Arbeitseinsatz. „Pro Termin sind um die 15 Helfer aktiv“, freute sich der Bürgermeister über das Engagement aus dem Ort. Und darauf sei man auch angewiesen: „Ohne die viele Eigenleistung könnten wir diesen Kostenrahmen nicht halten“, betonte er.

„Die Sporthalle bekommt durch den Umbau einen völlig anderen Charakter“, sagte Keursten. Ein großes Plus seien die besseren Sanitär- und größeren Umkleideräume. Dazu entstehe ein neuer Mannschaftsraum für die Feuerwehr, da in den jetzigen die Spinde aus der Fahrzeughalle heraus verlagert werden müsste. Das komplette Konzept sei zusammen mit den drei Vereinen erarbeitet worden. „Jeder hat überlegt, was notwendig ist und sich zu einem guten Preis realisieren lässt.“ In diesem Zusammenhang sei man auch von der ursprünglich geplanten, viel zu teuren Zweigeschossigkeit hin zu einem ebenerdigen Bau abgekommen.

„Der Eingangsbereich wird in Zukunft mittig sein“, nannte der Bürgermeister einen weiteren Vorteil. Dies sei auch aus Fluchtweg-Aspekten wichtig. Zusätzlich werde eine Art „Tribünenbereich“ geschaffen, sodass der Zuschauerraum nicht wie in der alten Halle extra abgetrennt werden müsse. Der neue Mannschaftraum der Feuerwehr sei dann von der Halle her zugänglich und somit bei Bedarf auch von dort nutzbar.

„Wir wollen mit der Sanierung so schnell wie möglich fertig sein“, betonte Keursten. Aktuell liefen die Arbeiten gut und die Firmen seien zügig am Werk. Die Verkleidung des Dachvorstands Richtung Osten mit Metall – anstatt der bisherigen Holzschindeln – werde voraussichtlich noch in dieser Woche beendet sein. Der Rathauschef hofft darauf, dass bis zum Wintereinbruch – der auf knapp 500 Metern früher als anderswo ansteht – noch möglichst viel durchgeführt werden kann.

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