Zwischen Heidelberg und der Toskana wird es spannend: Die Neckarsteinacherin Heiderose Teynor hat ihren Krimi „Im Bann der Omertà“ veröffentlicht

Was Heidelberg und die Rhein-Neckar-Region, San Gimignano, Pisa und Siena miteinander zu tun haben? Außer dass die Kurpfalz durch ihre klimatischen Bedingungen als Toskana Deutschlands durchgehen kann, sind die beschriebenen Orte auch Handlungsfelder des Krimis „Im Bann der Omertà“ der Neckarsteinacher Autorin Heiderose Teynor.

Irgendwann in den 1980er Jahren, so die 58-Jährige, „begann ich mit Kurzgeschichten und kurzen Episoden“. Die allerdings „schlummern alle noch in meinem Computer“. Vielleicht erblickten sie eines Tages mit eindrucksvollen Fotos oder Zeichnungen „das Verlegerlicht der Welt“. Genauso gehe es Nathan dem Weisen, „den ich als ‚Nathan oder der moderne Klassiker‘ sprachlich in die Gegenwart geholt habe“.

teynor - Kopie

Zum Krimischreiben kam Teynor über die Kurzgeschichten. Eine große Überraschungsfeier zum Geburtstag ihres Mannes „hat sich zu meinen ersten Krimi, die ‚Toskanischen Wahlverwandtschaften‘, ausgeweitet“. Dieser bildete die Grundlage für den Titel „Im Bann der Omertà“. Eine weitere Inspiration „liefern mir meine Heimatregion rund um Heidelberg und viele Reisen, auch in die Toskana“.

Es lag für sie nahe, schildert die Neckarsteinacherin, „dem Mythos Heidelberg auf die Spur zu kommen“. Dies vor dem Hintergrund, „was manche Leute auf sich nehmen, um an den Neckar zu gelanden“. Es gebe bereits jede Menge Heidelberg- und Toskanaromane mit Kochrezepten. Aber Krimis über organisierte Kriminalität aus beiden Regionen „mit Reiseimpressionen und kulturhistorischen Hintergründen sind ausgesprochen selten“, bewegt sie sich in einer Art „Marktlücke“.

„Als Schülerin war es mit dem Schreiben nicht weit her“, bekennt die Autorin freimütig. „Ich hätte mir damals nie träumen lassen, dass mal eine Schriftstellerin aus mir wird.“ Allerdings habe sie der Journalismus schon immer interessiert. „Das war auch mein Einstieg in die Schriftstellerei.“ Dadurch und auch durchs Studium der Politologie und Geschichte „lernte ich das Handwerkszeug, das Recherchieren“.

Zum Inhalt: Manuel ist auf der Suche nach seiner leiblichen Mutter Eva. Carolina, Manuels Adoptivtante, findet in einem Café in der Toskana ein Foto von ihr und einem Baby. Die versierte Journalistin beginnt mit Nachforschungen und ahnt nicht, dass sie in ein Wespennest aus Familiengeheimnissen, Machenschaften der Organisierten Kriminalität und einem mysteriösen Unfall gestochen hat. Über allem liegt der undurchdringliche Bann der Omertà. Wie gelingt es, dieses Schweigegebot, das alles und jeden beherrscht, zu durchbrechen und die Schatten der Vergangenheit abzuschütteln?

Teynor bringt in ihrem Krimi den süddeutschen, aber auch den Mittelmeerraum, das besondere Toskana-Flair, den Lesern näher. Der Charme des Südens im Einklang mit bekannten regionalen Schauplätzen bildet den Hintergrund für ein Familiendrama. Teynor nimmt die Lesenden mit auf eine spannende Reise durch menschliche Abgründe und folgenschwere Fehler.

Info: Heiderose Teynor liest auf der Schwetzinger Buchmesse am Samstag, 7. November, von 15.45 bis 16.15 Uhr im Ausstellungssaal aus „Im Bann der Omertà: 450 Seiten, Verlag 3.0 Zsolt Majsai, ISBN-10: 3956670221, ISBN-13: 978-3956670220, ab 14 Jahren empfohlen. Mehr auf: http://www.teynor-kje.de

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