Wie groß ist der Wasserschaden in der Hirschhorner Sporthalle? Schließung bis Jahresende droht

Mit etwas Pech wird die Hirschhorner Sporthalle ab dem 9. November über den Jahreswechsel hinaus gesperrt sein. Denn vor kurzem wurde ein Wasserschaden entdeckt, der den kompletten Hallenboden in Mitleidenschaft gezogen haben könnte. Wenn dem so sein sollte – was aber erst durch eine gründliche Untersuchung an ebenjenem 9. November festgestellt werden kann – müsste der Boden wohl ausgetauscht werden.

Stadtrat Willi Dreher gab in Vertretung von Bürgermeister Sens diese Hiobsbotschaft in der vergangenen Stadtverordnetensitzung bekannt. Demnach sei vor einigen Tagen ein Schaden an einer Duscharmatur festgestellt worden. Aus dieser sei „vermutlich über einen sehr langen Zeitraum“ Wasser an dem unter Putz verlegten Rohr auf die Rohdecke gelaufen und habe sich wahrscheinlich in der gesamten Halle verteilt.

Wie Dreher weiter mitteilte, wurden an der Unterseite der Halle zwei Bereiche festgestellt, „an denen das Wasser aus der Decke tropft“. Die Kalksandsteinwand in der Dusche sei auf zwei bis drei Quadratmetern „sichtbar durchnässt, es bilden sich erste Schimmelsporen“. Ein Gutachter der Versicherung sei bereits vor Ort gewesen. „Durch das auslaufende Wasser wurde Feuchtigkeit in den Wänden im Bereich der Kabinen und Flure sowie in großen Teilen der Halle festgestellt“, so die Hiobsbotschaft von Dreher.

Immerhin, konnte er aktuell vermelden, werden die Sanierungskosten wohl nicht bei der Stadt hängenbleiben. Die letzte Auskunft des Gemeindeversicherungsverbands gehe dahin, „dass es sich um einen klassischen Versicherungsfall handelt“. Wenn am 9. November Mitarbeiter von Bauhof, einer Trocknungsfirma, einer Spezialfirma für Sportbodenboden und der Gutachter der Versicherung alles in Augenschein genommen hätten, könne man Auskunft über den tatsächlichen Schaden geben. Parallel solle zumindest schon einmal mit der Trocknung des Estrichs im Bereich der Kabinen und Flure begonnen werden.

„Lieber Gott, mitten in der Wintersaison“, entfuhr es Harald Heiss, CDU. Die Renovierung der Umkleiden sei schon seit Jahren ein Thema gewesen, sagte er, aber wegen Sparzwängen bisher zurückgestellt worden. Sollte es wirklich zu einer Schließung von mindestens sechs bis acht Wochen kommen, „wäre das eine mittlere Katastrophe für die Vereine“.

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