Die Narrhalla Ober-Hainbrunn bietet zum Start in die Jubiläums-Kampagne das Beste aus 33 Jahren auf

Durch elf teilbare Zahlen lassen grundsätzlich das Herz jedes Fastnachters höher schlagen. Wenn dann noch eine drei oder vier davor steht, dann geht es um gewichtige Jubiläumsfeierlichkeiten. So wie in der neuen Kampagne der Narrhalla Hainbrunn. Die begeht am Samstag, 14. November, mit großem Pomp und einer „Kult-Sitzung“ das 33-jährige Bestehen ihrer „Fastnacht mit Herz“.

„Wir sind ganz nahe an den Zuschauern dran“, betont der Vorsitzende Frank Flachs. Wenn die Narrhalla zu ihren Sitzungen rufe, „dann geht das eher in Richtung Saalfastnacht“. Das Jubiläum zieht sich seinen Worten zufolge „wie ein roter Faden“ durch die aktuelle Kampagne. Für den Start in diese haben die Hainbrunner tief in der Mottenkiste gekramt. Nicht nur in Form von alten Büttenreden, sondern auch von ehemaligen Büttenrednern und Aktiven, die alte Beiträge reaktivieren.

Zupass kommt den Fastnachtern im Finkenbachtal dabei, dass „wir damals bei der Vereinsgründung alle noch keine 20 waren“ – und somit laut Flachs einige der Gründer von damals als heutige Urgesteine weiterhin aktiv sind. „Wir haben immer auf Kontinuität gesetzt“, freut er sich im Jubiläumsjahr darüber, dass die Narrhalla auf altgediente Recken zurückgreifen kann. Er selbst sei zum Beispiel erst der zweite Vorsitzende seit der Gründung. „29 Jahre lang war das Karl-Heinz Werner.“

Der außerplanmäßige Kampagnenauftakt (normalerweise wird er nicht begangen) am kommenden Samstag soll mit viel Prominenz gefeiert werden – unter anderem hat sich der neue Landrat Frank Matiaske angesagt. Auch wird Besuch vom badisch-pfälzischen Karnevalsverein erwartet. Die Halle wird dabei wie bei den drei Prunksitzungen auch aus allen Nähten platzen.

„Bei uns kommen nur eigene Nummern auf die Bühne“, betont Flachs die Verwurzelung der Fastnacht im Ort. Sowohl in der Bütt als auch musikalisch. Dorfspatzen, Bembelsänger sowie „Kaschper und die Lumbesäggl“ stehen „für handgemachte Musik, live gespielt“. Da läuft laut Flachs „nichts vom Band“. 120 Aktive stehen sowohl beim Kampagnen-Start als auch bei den drei Prunksitzungen auf der Bühne – oftmals in wechselnden Rollen. Zusammen mit den 40 Helfern in der Sporthalle kommt so schon fast halb Hainbrunn zusammen.

In puncto Büttenreden kann die Narrhalla wuchern: „2014 hatten wir acht Stück“, so Flachs. Das wird in der neuen Saison nicht viel anders sein. Zum Jubiläumsstart gibt’s eine ganz besondere: Karl-Heinz Werner und Seppl Denner, zwei Gründungsmitglieder, haben ihre Rede von damals, vor 33 Jahren, wieder ausgegraben, etwas modernisiert, aufgepeppt, und werden damit eine gemeinsame Bütt bestreiten. Ralph Volk mit seinen Auftritt ist ein ebensolches Urgestein.

Auch andere „Klassiker“, eben das Beste aus drei Mal elf Jahren, holt die Narrhalla auf die Bühne. So Carsten Werner, der als „Antonio in flagranti“ die Gäste begeistern wird. „Ein berühmter Vortrag aus früheren Jahren“, wie Flachs betont. Oder die „Hallodris“, die es schon seit mehr als zehn Jahren als Gruppe nicht mehr gab, und die ein Revival mit ihren selbst geschriebenen Unterhaltungsstücken feiern.

Frank Flachs verspricht für den Start in die närrischen Jubiläumswochen noch weitere Highlights aus längst vergangenen Jahren. Andreas Werner als Hausmeister und Zauberer begeisterte schon einmal die mehr als 300 Zuschauer pro Prunksitzung – an drei ausverkauften Terminen kommen so über 1000 Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung zusammen. Jörg Heckmann hat für den 14. November die Büttenrede seines Vaters – auch er Gründungsmitglied – vom Staub befreit.

Bei den Crazy Girls stehen heute (junge) Frauen auf der Bühne, die mit zehn vor 20 Jahren die ersten Tanzerfahrungen bei den kleinen Garden machten – und in dieser Zeit immer der Narrhalla Hainbrunn treu blieben. Apropos Tanz: Den zelebriert, wenn auch in deutlich anderer Form, das Männerballett „Biergorgler“. Hier bewegen auch noch zwei aus den ersten Jahren ihre – in ebensolche gekommene – Hüften: Gerd Schwinn und Horst Michel.

„Die Idee für diese besondere Kampagneneröffnung wurde schon nach dem Ende der diesjährigen Fastnacht im Frühjahr geboren“, berichtet Frank Flachs. Nach dem Sommer sei man in die detaillierten Vorbesprechungen gegangen, „haben abgeklopft, wer was machen kann“. Überall sei die Bereitschaft groß gewesen mitzuziehen, freut er sich. „Wir machen das“, hieß es von allen Seiten. Gesagt, getan.

Info: Narrhalla-Kult-Sitzung „Das Beste aus 33 Jahren“ Samstag, 14. November, 19.31 Uhr, Sporthalle Ober-Hainbrunn. Karten bei Hildegard Werner unter Telefon 06275/586.

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