Treppensanierung am Hirschhorner Bahnhof wird eine teure Angelegenheit

Die Treppe vom Bahnhof zur Michelberg-Brücke ist so marode, dass sie im Laufe dieser Woche von jetzt auf nachher gesperrt werden musste. Der Aufzug kann genutzt werden. Eine Sanierung würde die Stadt voraussichtlich eine „Summe im unteren sechsstelligen Bereich“ kosten, wie Bürgermeister Rainer Sens auf Anfrage sagte. Nur: Es geht um Geld, das Hirschhorn derzeit nicht hat.

Wie der Bürgermeister mitteilte, habe schon die letzte etatmäßige Untersuchung der Treppe von Gleis 1 zur Brücke einige Verdachtsmomente ergeben. Das aktuelle Gutachten zeigte laut Ingenieurbüro dann auf, „dass Beton abgeplatzt und die Stahlarmierung gerostet ist“. Deshalb habe das Büro „eine umgehende Sperrung“ empfohlen. Was man, so Sens, aus Haftungsgründen auch sofort umgesetzt habe.

Seiner Kenntnis nach ist der Komplex 30 und mehr Jahre alt und stammt aus der Zeit, als damals die Brücke zum Michelberg gebaut wurde. „Treppen und Zuwege sind in städtischem Besitz“, verdeutlichte Sens, dass eine Kostenbeteiligung der Bahn nicht zu erwarten sei. Was sich aber auch als vorteilhaft erweisen könnte, wenn es um die Koordination und zeitnahe Umsetzung der Baumaßnahmen gehe.

Doch ob die Stadt vor dem Hintergrund fehlender Gelder die Treppe überhaupt sanieren darf, vermag Sens nach aktuellem Stand noch nicht zu sagen. „Wir warten auf eine Antwort der Aufsichtsbehörde.“ Denn Hirschhorn habe derzeit keinen genehmigten Haushalt. Wenn sich die übergeordnete Behörde auf den Standpunkte stelle, dass der Aufzug nebenan auch ausreiche, könnte möglicherweise die Freigabe der Gelder erst einmal verwehrt werden.

„Ohne den Auszug wäre es sicher dringend“, so Sens. Aber mit dieser Ausweichmöglichkeit „eine Abwägungsgeschichte“. Sollte sich nun dieses Transportmittel als unzuverlässig erweisen und öfters stecken bleiben, ergäbe sich wieder eine andere Situation. Und selbst wenn die Gelder bewilligt würden, müsste laut dem Bürgermeister noch abgeklärt werden, ob die Treppe überhaupt während des Winters ersetzt werden könnte – oder ob diese Arbeiten wegen der Witterung sowieso erst gegen Frühjahr erfolgen könnten.

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