Rothenberger Brücken sollen in Augenschein genommen werden

„Zwölf Brücken musst du pflegen“, heißt es bei der Gemeinde in Abwandlung des alten Karat-Hits. Denn Rothenberg ist nach den Worten von Bürgermeister Hans Heinz Keursten bei zwölf Brückenbauwerken in der sogenannten „Unterhaltungspflicht“. Mit einer Spannweite ab zwei Metern unterlägen sie „ausnahmslos einer vorgeschriebenen turnusmäßigen Prüfung“, um Standsicherheit, Dauerhaftigkeit und Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhalten, erläuterte er dem Bauausschuss auf dessen vergangener Sitzung.

Bisher, führte Keursten aus, sei noch keine Zustandsüberprüfung der im Bestand befindlichen gemeindlichen Brücken erfolgt. Jedoch sei das Bauwerk in der Wetterbergstraße „aufgrund einer Sichtprüfung“ durch ihn und Diplom-Ingenieur Heiko Stumpf aus Eberbach mit Sicherheit reparaturbedürftig. Es „ist auf jeden Fall in 2016 zu sanieren“, sagte der Bürgermeister.

Das Ingenieurbüro Moray aus Eberbach habe bezüglich der Brückenprüfungen ein Angebot unterbreitet. Die Angebotssumme betrage etwa 15.500 Euro, so Keursten. Denn damit das Ingenieurbüro ein Sanierungskonzept für die Brücke in der Wetterbergstraße vorlegen und man damit die notwendigen Mittel für den Haushalt 2016 vorsehen könne, sollten auch die übrigen Brücken auf der Gemarkung begutachtet werden. Diesem Vorschlag folgte der Ausschuss sowohl in Bezug auf die Prüfungen als auch auf das vorzulegende Konzept.

Eine Brückenprüfung laut entsprechender DIN diene vor allem auch der Werterhaltung, sagte der Bürgermeister. Durch die regelmäßige Überwachung von Brücken genügten „oftmals kleinere Sanierungsmaßnahmen“, um den Werterhalt zu gewährleisten. Bei einer nicht kontrollierten Brücke „steigt die Gefahr einer kostenintensiven Generalsanierung erheblich an“. Sein Fazit: „Lieber einmal im Jahr eine Kontrolle“, um auf dem aktuellen Stand zu sein, als plötzlich „einen Haufen Geld ausgeben zu müssen“, weil sich ein Bauwerk über Nacht als marode herausstelle.

 

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