Für den Sensbachtaler Ausschuss stehen die Vorteile einer Oberzent-Fusion völlig außer Frage

Für den Haupt- und Finanzausschuss war es keine Frage, dass die Fusion in der Oberzent weiter vorangetrieben und gleichzeitig der Bürgerentscheid am 6. März 2016 in die Wege geleitet werden soll. Entsprechend fielen die Empfehlungen an die Gemeindevertretung einstimmig aus. Diese kommt am 15. Dezember zusammen und muss – damit alles per Auftrag an den Gemeindevorstand in die Wege geleitet werden kann – diesen Punkten mit Zwei-Drittel-Mehrheit zustimmen.

Der Zeitplan wurde in der Versammlung als „sehr ambitioniert“ bezeichnet. Aber aktuell, waren sich die Ausschuss-Mitglieder einig, sei der richtige Zeitpunkt für diese Entscheidung. Denn es gebe zum einen die Kooperationsbereitschaft des Landes, die auch in Form von finanziellen Zuwendungen zum Ausdruck komme. Zum anderen würden bisherige Bürgermeister der Oberzent-Gemeinden durch Erreichen der Altersgrenze sukzessive ausscheiden. Und last but not least lasse die Kopplung mit dem Kommunalwahl-Termin eine gute Wahlbeteiligung erwarten.

Angeregt wurde, im Falle einer positiven Entscheidung der vier Kommunalparlamente am 15. Dezember durch geeignete Maßnahmen wie Bürgerversammlungen, Veröffentlichungen oder auch Fragestunden in den Ortsteilen die Einwohnerschaft „schnell und umfassend zu informieren“. Überzeugungsarbeit gelte es dort zu leisten, so der Tenor, wo Bürger eher noch reserviert seien – weil ihnen möglicherweise die Sinnhaftigkeit der Überlegungen und die Möglichkeiten, „die aus einer verstärkten Kooperation entstehen, nicht bewusst sind“.

Für den Ausschuss stand es generell außer Frage, dass bei der Entscheidung pro oder contra Fusion die Bürger das letzte Wort und damit direkt Einfluss auf den Verlauf des Projekts haben sollten. Es werde nichts über die Köpfe der Einwohner hinweg entschieden. „Jeder kann dazu Stellung beziehen und entweder mit Ja oder Nein stimmen“, war man sich einig. In der Machbarkeitsstudie werde eindrucksvoll erläutert, welche Synergieeffekte sich aus einem freiwilligen Zusammenschluss ergäben.

„Wir sind auf einem sehr guten Weg“, formulierte es Bürgermeister Egon Scheuermann, „haben aber noch viel zu tun“. Die Fusion gelte es als Ziel zu verfolgen. Denn in der Machbarkeitsstudie seien doch wesentliche Vorteile aufgezeigt, „die dafür sprechen“. Das stand im Ausschuss völlig außer Frage. Die Wichtigkeit der jetzt getroffenen Entscheidung kam auch dadurch zum Ausdruck, dass neben allen Ausschussmitgliedern ebenso der Gemeindevertretervorsteher dabei war. Nur eine Gemeindevertreterin konnte aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein.

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