Wasser- und Abwassergebühr sollen 2016 in Hesseneck steigen

Wasser- und Abwassergebühr sollen 2016 nach ein paar Jhren der Stagnation wieder leicht steigen. Eine entsprechende Empfehlung gab der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig an die Gemeindevertretung. Beim Wasser steht eine Erhöhung um zehn Cent auf 2,65 Euro pro Kubikmeter (netto) an. Die Grundgebühr soll bei 6,07 Euro pro Monat bleiben. Beim Abwasser sind es 20 Cent mehr auf dann 5,50 Euro/m³. Neu hinzu soll eine Niederschlagswassergebühr mit 20 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche kommen.

Bürgermeister Thomas Ihrig machte deutlich, dass dies noch keine kostendeckenden Sätze seien und man abweichend von der entsprechenden Berechnung die niedrigeren Gebühren vorschlage. Insgesamt fehlen seinen Worten zufolge etwa 20.000 Euro in den beiden Haushalten. Der kleinere Teil mit 2500 Euro beim Wasser, der größere beim Abwasser. Hier wäre eine kostendeckende Gebühr mit 6,07 Euro anzusetzen, beim Wasser mit 2,74 Euro pro m³.

Die Steigerungen sind laut Ihrig darauf zurückzuführen, dass bei konstanten Fixkosten der Verbrauch durch eine sinkende Bevölkerungszahl und gleichzeitig das Wassersparen „dramatisch zurückgehe“ – ein Teufelskreislauf. Inzwischen seien es mit Stand 2014 nur noch verbrauchte 26.000 Kubikmeter Wasser – von früher mehr als 35.000 in den Spitzenzeiten Ende der 90er Jahre. Die Einwohnerzahl sei im gleichen Zeitraum von 790 auf jetzt 635 zurückgegangen.

Bei den Abwassergebühren verdeutlichte Ihrig, dass ein Großteil auf die aufwändige Sanierung des Kanalnetzes zurückzuführen sei. Maßnahmen, die in den anderen Oberzent-Kommunen oft noch anstünden. „Allein vier Euro der Gebühr“ gingen für entsprechende Abschreibungen drauf. Nur 1,80 Euro müsse man an die Eberbacher Stadtwerke für die dortige Kläranlage zahlen.

Ihrig machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass bei einer Fusion in der Oberzent gerade im Abwasserbereich mit deutlichen Reduzierungen zu rechnen sei, die Hesseneck hier zum Hauptprofiteur machten. Die von einem externen Büro gefertigte Vergleichsrechnung zeige eine Entlastung von mehr als 400 Euro im Jahr für einen Durchschnittshaushalt, wenn man die kompletten Lebenshaltungskosten betrachte.

Die anderen gemeindlichen Steuern- und Gebühren sollen bis auf eine Ausnahme auf dem bisherigen Stand bleiben, lautete der Vorschlag des Ausschusses. Dies sind bei Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer jeweils 380 Prozentpunkte, daneben 48 Euro pro Jahr für den ersten Hund, 66 für jeden weiteren und 300 Euro für einen Kampfhund. Die Friedhofsgebühren bleiben auf dem bisherigen Satz, lediglich die Kindergartengebühren werden auf 122 Euro im Monat ab dem vollendeten dritten Lebensjahr angehoben.

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