Evangelischer Kirchenchor Mauer bot beeindruckendes Konzert zur Einstimmung aufs Fest

„Nun komm, der Heiden Heiland“, hatte der evangelische Kirchenchor Mauer sein Konzert überschrieben, das er zusammen mit Solisten und Instrumentalisten in der evangelischen Kirche präsentierte. Die präsentierte sich zu diesem Anlass bis auf den letzten Platz gefüllt. In die atmosphärisch dichte und qualitativ hochstehende Aufführung mischte sich aber auch ein Wermutstropfen: Dieses Konzert war das letzte mit dem langjährigen Dirigenten und Chorleiter Klaus Weimar, der zum Jahreswechsel verabschiedet wird.

Die 35 Sänger des Chors, Timo Schnabel (Tenor) und Jan Fischer (Bass) als Solisten sowie das Ad-hoc-Kantatenorchester boten den Zuschauern schon mit dem ersten Titel gebenden Stück von J.S. Bach ein imposantes Klanggemälde, das die evangelische Kirche bis in den letzten Winkel erfüllte. Bach komponierte diese Kantate zum 1. Advent nach einem Adventschoral von Martin Luther. Die zwölf Instrumentalisten sorgten für einen raumfüllenden Klang, die klaren, eindrucksvollen Chor-Stimmen bildeten dazu eine hervorragende Ergänzung.

Nach dem „Freue dich, Welt“ von Händel folgte das erste Stück, bei dem die Gemeinde zum Mitsingen aufgefordert war: „Tochter Zion“, ebenfalls von Händel. Dem Volkslied „Maria durch den Dornwald ging“ schloss sich ebenso eine Lesung von Pfarrerin Friederike Brixner dazu an wie bei „Kommet, ihr Hirten“.

„Es ist ein Ros‘ entsprungen“ von Prätorius  oder „Freu dich, Erd und Sternenzeit“ von Riedel, nur durch den Chor dargeboten, heimsten ebenso viel Beifall ein wie Mendelssohn-Bartholdys „Hark! The herald angels sing“. Bei „Stille Nacht“ durfte die Gemeinde aufs Neue ihre Stimmen erklingen lassen – die Gelegenheiten zum Mitsingen wurde gerne und gut genutzt.

Zwei weitere Stücke von J.S. Bach, „Concerto – ich will den Namen Gottes Loben“ und „Jesus bleibt meine Freude“, bei denen Chor und Orchester aufs Neue ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellten, bildeten den Abschluss einer mehr als gelungenen einstündigen Einstimmung aufs Weihnachtsfest. Die Gäste in der Kirchen dankten den Mitwirkenden für das beeindruckende Konzert mit einem langanhaltenden Schlussapplaus.

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