Für eine neue Pellet-Anlage im Beerfeldener Bauhof gäbe es 30 Prozent Zuschuss

Wenn beim Bauhof eine Pellet-Kesselanlage als Heizung eingebaut würde, könnte die Stadt mit einer Förderung von 30 Prozent durch das Land rechnen. Diese Mitteilung von Günter Hoffart gab Bürgermeister Gottfried Görig Ausschuss-Mitgliedern und Stadtverordneten jetzt zur Kenntnis. Der Ingenieur vom Michelstadter Büro Braun hatte in der Oktober-Sitzung verschiedene Heizungs-Modelle den Mandatsträgern vorgestellt.

Preislich etwa gleich mit einer Summe zwischen 40.000 und 42.500 Euro kommen laut Hoffart wahlweise die Demontage der Anlage im Bauhof und der Einbau einer Nahwärmeanlage zur Sporthalle oder der Einbau einer neuen Ölheizung im Bauhof. 100.000 Euro mehr würde eine neue Pellet-Kesselanlage im Bauhof kosten, an die gleichzeitig per Nahwärmeleitung auch die Turnhalle angeschlossen würde.

Wie Hoffart informierte, stammt die jetzige Bauhof-Anlage aus dem Jahr 1986 und habe einen durchschnittlichen Heizöl-Verbrauch von etwa 12.000 Litern im Jahr. Nach Ablauf von 30 Jahren, schreibe es das entsprechende Gesetz vor, dürfe diese Anlage „nicht mehr betrieben werden“. Die Heizanlage in der benachbarten Alte Turnhalle stamme aus dem Jahr 2001 und könne noch knapp 16 Jahre in Betrieb sein.

Das Förderprogramm zur „ländlichen Entwicklung in Hessen“ wurde laut dem Ingenieur 2008 aufgelegt und über sein eigentliches Ende 2013 hinaus immer wieder verlängert. Der mögliche Zuschuss daraus betrage 30 Prozent der Netto-Summe. Auf Nachfrage sei ihm von Hessen-Energie in Wiesbaden bestätigt worden, dass Biomesse-Kesselanlagen bis auf weiteres darüber gefördert würden. Tätig werden könne die Stadt erst, wenn etwa zwei bis drei Monate nach Beantragung der Förderbescheid vorliege.

Von den prognostizierten 142.000 Euro Gesamtkosten im Beerfeldener Fall sind Hoffart zufolge 90.000 Euro förderfähig. Dies bedeute einen Zuschuss von etwa 27.000 Euro. Damit betrage die Amortisationszeit der Anlage zirka neun Jahre – bei einer rechnerischen Lebensdauer von 15 Jahren. Der Vergleich der jährlichen Brennstoffkosten, bei denen eine Pelletanlage in der Regel viel besser abschneidet als eine Ölheizung, wird derzeit allerdings durch die sehr niedrigen Heizölpreise verfälscht. Hoffart machte aber darauf aufmerksam, dass die öffentliche Hand eine Vorbildfunktion habe, wenn es um den Einsatz von erneuerbaren Energien zur Wärmeerzeugung gehe.

Dem Ingenieur zufolge gibt es einen neuen Richtlinienentwurf, der eine Zuschusssteigerung auf 40 Prozent für die komplette Summe, also inklusive Mehrwertsteuer, vorsehe. Unter diesem Aspekt würde die Förderung 43.000 Euro betragen. Allerdings vermochte Hoffart nicht zu sagen, „ob und wann“ dieser Entwurf rechtskräftig werde. Deshalb empfehle er die Kalkulation mit der bisherigen Summe.

 

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