Irmgard Neuer stellt ihre Bilder im Seniorenzentrum Cordula II Rothenberg aus – Erlös des Weihnachtsmarkts für Hospizverein

Werke der Rothenberger Hobby-Fotografin Irmgard Neuer sind jetzt im Seniorenzentrum Cordula II (am Ortsausgang Richtung Kortelshütte) zu sehen. Die 59-Jährige zeigt ihre beeindruckenden, zumeist großformatigen Bilder erstmals einer breiteren Öffentlichkeit. Was aber nicht heißt, dass sie ein Neuling in diesem Metier wäre: „Ich wollte schon als Jugendliche Fotografin werden“, erzählt die Rothenbergerin.

Etwa 20 ihrer Werke sind nun im Speisesaal des Seniorenzentrums und in den Gängen davor zu sehen. Besichtigt werden können sie immer nachmittags bis Ende März. Die Motive sind vielschichtig: Ein ganzer Busch von Mohnblumen ist ebenso dabei wie ein Feld voller Sonnenblumen oder ein Rosenstrauß. Auf der anderen Seite kann man Rothenberg aus der Luft betrachten: Zusammen mit ihrem Neffen war Irmgard Neuer im Motorsegler unterwegs und fotografierte den Ort von oben.

Ihr Wirkungskreis ist aber nicht nur auf den Odenwald beschränkt: Überall, wo sie unterwegs ist, hat die Fotografin auch ihre Kamera dabei. So knipste sie weitere Bilder in der Pfalz, auf der Insel Mainau oder in Norddeutschland. Geplant ist dabei wenig: Irmgard Neuer lässt sich vom Augenblick inspirieren. So kann es schon einmal vorkommen, dass sie abends bei einer ganz besonderen Stimmung noch einmal aus dem Haus geht. Und „völlig durchgefroren“ eine Stunde später, einige Bilder reicher, wieder zurückkehrt, schmunzelt sie.

„Wir wollten, dass unser Speisesaal aufblüht“, stellte Cordula-Heimleiterin Kathleen Hanschke lächelnd den Bezug zu den Bildern her. Nach der Übernahme des Seniorenzentrums durch die Azurit-Gruppe im Frühjahr ist es ihr Bestreben, das Seniorenzentrum im Ort bekannter zu machen und auch zu verzahnen. Da kam der Speisesaal gerade recht, den man sowieso mit Fotos aufwerten wollte. Über den Haus-Cordula-Haustechniker Andreas Foshag kam der Kontakt mit Irmgard Neuer zustande. Der Rest fügte sich von selbst.

Die Einbindung der Bevölkerung stand auch als Konzept hinter dem erstmals durchgeführten Weihnachtsmarkt auf dem Gelände von und im Haus Cordula II in der Hirschhorner Straße. „Wir wollten unsere Nachbarn sowie die ganze Bevölkerung einladen, um uns vorzustellen“, so Hanschke. Weihnachtsbuden und Verkaufsstände, von den Mitarbeitern betrieben, hielten Glühwein, Bratwurst sowie weitere süße und herzhafte Leckereien wie Waffeln und Gulasch bereit. Verlangt wurde dafür nichts: Die Besucher konnten stattdessen für den ambulanten Hospizverein Rothenberg spenden.

Diese Möglichkeit zur Unterstützung von ehrenamtlicher Arbeit wurde gerne wahrgenommen: Hanschke zeigte sich nach der Veranstaltung sowohl mit dem großen Zuspruch der Bürger als auch mit deren Spendenbereitschaft sehr zufrieden. „Die letzten ging erst um 22.30 Uhr“, berichtete sie. Die Idee, beim Fest „Generationen zusammenzubringen“, sei voll aufgegangen und der schönste Lohn für die arbeitsintensive Vorarbeit gewesen. An Spenden kamen fast 600 Euro zusammen, die vom Seniorenzentrum noch einmal um 100 auf dann 700 Euro aufgestockt wurden.

Die kleinen Besucher erwartete Kinderschminken und Luftballonkunst mit Britta Hoffmann. Das Ponyreiten wurde vom Island-Pferdehof am Steinbuckel in Güttersbach angeboten und gerne angenommen. An einem Stand konnten die Kleinsten noch die letzten Weihnachtsgeschenke basteln. Für den musikalischen Rahmen sorgten der Evangelische Posaunenchor und Alleinunterhalter Heiner Bondes. Außerdem traten die Kindertagesstätte „Himmelsauge“ mit weihnachtlichen Stücken und die evangelische Jugendkantorei Rothenberg auf.

Info: Die Bild von Irmgard Neuer sind täglich von 14 bis 16 Uhr bis Ende März im Seniorenzentrum Haus Cordula II, Hirschhorner Straße, in Rothenberg zu sehen.

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