Behelfstreppe vom Hirschhorner Bahnhof zur Michelberg-Brücke überbrückt die Zeit bis zur Sanierung

Der Weg über die Gleise zu Bahnsteig 2 des Hirschhorner Bahnhofs ist jetzt auch ohne den störanfälligen Aufzug möglich. Diese Woche installierte innerhalb von eineinhalb Tagen eine Fachfirma eine sogenannte „Fluchttreppe aus Gerüstelementen“, die hinter dem Aufzug von der Gleisebene hinauf auf die Michelberg-Brücke führt. Die normale Treppe war im November wegen ihres schlechten baulichen Zustands – zusammen mit abgeplatztem Beton und gerosteter Stahlarmierung – gesperrt worden.

13.000 Euro wird die Nottreppe die Stadt kosten. In dieser Summe sind laut Stadtbaumeister Detlef Kermbach Auf- und Abbau sowie vier Monate Miete enthalten. Denn bis Mitte April will man – entsprechende Witterung vorausgesetzt – den bisherigen Aufstieg möglichst saniert haben. Für Mitte/Ende März wird der Beginn der Arbeiten angepeilt. Allerdings kann die Stadt noch nicht ganz so wie sie will: Seitens der Deutschen Bahn fehle noch die Kostenübernahme-Erklärung, sagte Kermbach.

Denn wenn man schon die eine Treppe von Gleis 1 hoch zur Brücke saniert, will man auch gleich die kleineren Schäden an der zweiten Treppe auf der Michelberg-Seite mit erledigen. Doch an deren Unterhaltskosten ist die Bahn – im Gegensatz zur Stadtseite – vertraglich mit 50 Prozent beteiligt, weswegen sie für die Beauftragung der Reparatur auch unterschreiben muss.

„Das Schadensbild dort ist ähnlich, aber nicht so massiv wie beim gesperrten Bauwerk“, erläuterte Kermbach. Eine Sperrung sei aktuell nicht zu befürchten. Es mache aber keinen Sinn, in ein paar Jahren wieder neu (mit zusätzlichen Kosten) anzufangen, wenn man jetzt sowieso eine Spezialfirma vor Ort habe. Insgesamt beläuft sich seinen Worten zufolge die Kostenschätzung des Ingenieurbüros für die Reparatur beider Treppen auf etwa 120.000 Euro. Davon müsse die Stadt zirka drei Viertel tragen.

War man zuerst davon ausgegangen, dass der Aufzug als Alternative ausreichen würde, machte dessen Störanfälligkeit einen Strich durch die Rechnung. Immer wieder blieben Bahngäste dort stecken, immer wieder wurde er von der Deutschen Bahn repariert. Eine komplette Überholung wie jetzt in Eberbach stehe aber wohl nicht im Raum, meinte Kermbach.

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