Wohnhausbrand in Finkenbach war 2015 der größte Einsatz für die Hainbrunner Wehr

„Nach zwölf Einsätzen in 2014 waren im abgelaufenen Jahr 17 zu registrieren“, sagte Wehrführer Stefan Hofmann bei der Jahreshauptversammlung der Ober-Hainbrunner Feuerwehr. Nur auf den ersten Blick eine Steigerung: Denn darunter sind zehn Hilfeleistungen und fünf Fehlalarme. Größter Einsatz war der Wohnhausbrand in Finkenbach Anfang September. Hofmann stellte daneben den Gästen die vielfältigen Aktivitäten im vergangenen Jahr vor.

Die Fehlalarme gehen seinen Worten zufolge auf die Brandmeldeanlage des Seniorenwohnheims Cordula in Kortelshütte zurück. „Nach dem Tausch von zwei Rauch- gegen Hitzemelder im Februar haben sich diese deutlich minimiert“, berichtete er. Bei den Hilfeleistungen seien sechs der Flüchtlingsunterkunft in Michelstadt zuzurechnen. „Hier haben wir bei der Ersteinrichtung und beim Betrieb der Einrichtung im Meldekopf und beim Katastrophenschutzstab geholfen“, erläuterte der Wehrführer.

„Das abgelaufene Jahr 2015 stand im Zeichen reger Tätigkeit“, betonte Hofmann. Es seien 23 Übungen und Unterrichte auf Ortsebene durchgeführt worden, darunter auf Gemeindeebene die Jahreshauptübung aller Ortsteilwehren in Ober-Hainbrunn. „Es ist selten möglich, ein Wohnhaus komplett für den Innenangriff mit Wasser am Strahlrohr nutzen zu können“, dankte Hofmann Diana und Christian Kasper aus der Neckarstraße für die Möglichkeit.

Beim Blick in die Statistik erwähnte er, dass die Feuerwehr Hainbrunn derzeit 113 Mitglieder habe, davon 24 in der Einsatzabteilung und neun in der Jugendfeuerwehr. Zwei Fahrzeuge, 25 und 17 Jahre alt, gehörten zum Fuhrpark. Man habe sieben Atemschutzgeräteträger, erläuterte der Wehrführer. Die Erfahrungen mit den digitalen Fahrzeug- und Handsprechfunkgeräten seien positiv: Es gebe „eine grundsätzliche Verbesserung der Erreichbarkeit und der Sprachqualität gegenüber der alten analogen Technik“. Jedoch werde bei den Meldeempfängern die Ausstattung immer schlechter. Im Augenblick seien noch sieben Stück in Betrieb. Die neuen digitalen Melder ließen auf sich warten.

Das vergangene Jahr war auch von vielen gesellschaftlichen Aktivitäten geprägt, legte Hofmann dar. Dies waren neben den Besuchen bei Veranstaltungen von befreundeten Wehren eigene Termine wie der Vereinsausflug, das Handkäsfest, die gemeinsame Weihnachtsfeier und die Winterwanderung. Eine solche Fülle sei nur möglich durch den guten Zusammenhalt in der Wehr. Den Bericht über die Aktionen der Jugendfeuerwehr gab die neue Jugendwartin Anna Lähn ab.

Im Anschluss folgte der Kassenbericht. Heike Arnold legte ausführlich die Einnahmen und Ausgaben dar. Eine einwandfreie Kassenführung wurde ihr durch die Kassenprüfer Wilfried Friedrich und Karl Heinz Reichert bestätigt. Friedrich beantragte die Entlastung von Kassenwartin und Gesamtvorstand. Diesem Wunsch kam die Versammlung einstimmig nach. Danach wurde eine eigene Satzung für den Feuerwehrverein verabschiedet.

Zum Nachfolger von Karl Heinz Reichert als interner Kassenprüfer wurde Dirk Heckmann einstimmig gewählt. Wilfried Friedrich amtiert als externer Prüfer noch ein Jahr. Bürgermeister Hans Heinz Keursten lobte die Arbeit der Hainbrunner Feuerwehr und die Übungsbereitschaft. Wie wichtig diese sei, zeigte sich seinen Worten zufolge beim Brand in Finkenbach. Die gute Zusammenarbeit der Ortsteilwehren untereinander und mit den Beerfeldener Kameraden sei vorbildlich.

Gemeindebrandinspektor Marco Johe sprach das vielfältige Angebot der Feuerwehr an. Zur Brandmeldeanlage des Haus Cordula sagte er, dass eine neue im Frühjahr eingebaut werden solle, die dann hoffentlich fehlerfrei arbeite. Grußworte sprachen daneben Frank Flachs für den Sportverein und Wilfried Friedrich für den MGV. Am 1. April soll die Versammlung der Rothenberger Gemeindefeuerwehr stattfinden, kündigte Hofmann an.

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