Nach einem ereignisreichen Jahr folgt für die Hirschhorner Langbein-Freunde ein noch aktiveres

Hinter dem Hirschhorner Freundeskreis Langbein‘sche Sammlung liegt ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr. Und in diesem werden die Aktivitäten nicht weniger, wies Vorsitzender Ulrich Spiegelberg auf die beiden Jubiläen „625 Jahre Stadtrechte“ und „200. Geburtstag Carl Langbein“ hin. Von 50 Mitgliedern im Jahr 2014 sei deren Zahl auf jetzt 64 angewachsen. Parallel stieg die Zahl der Museumsbesucher im gleichen Zeitraum von 600 auf 918.

In seinem Jahresbericht streifte Spiegelberg die wichtigsten Aktivitäten 2015. Darunter waren die Auszeichnung des Langbein-Museums als „Regionales Kulturerbe“ durch den Arbeitskreis der Heimat- und Geschichtsvereine des Kreises Bergstraße, der Vortrag über „Die Geschichte der Hirschhorner Steinbrüche“ von Hans Klinge oder der Erwerb der Pietà zusammen mit dem Altstadtverein.

Drei große Ausstellungen kennzeichneten das Vereinsjahr: mit den Werken von Akela Möhren, Evelyn Christoffers und Arthurs Krauss sowie der Schönauer Kunstwerker. Im Juni beteiligte sich der Freundeskreis am Aktionstag „Lebendiger Neckar“ mit einem Infostand. Der Vereinsausflug führte zum Weltkulturerbe Römischer Limes in Neckarburken und Osterburken. Im Juli und August beteiligte man sich an drei Ferienspielaktionstagen. Alle entstandenen Werke der Kinder wurden bei der Adventsausstellung öffentlich gezeigt.

Ende November hatte das Langbeinmuseum „hohen Besuch“. Der Vorstand des hessischen Museumsverbandes führte seine Jahrestagung in Hirschhorn durch. Beim Adventskaffee verlebten viele Gäste einen gemütlichen Nachmittag. Vereinsmitglied Rolf Belzner präsentierte eine Adventsausstellung besonderer Art. Seiffener Miniaturen und Volkskunst aus dem Erzgebirge lockten die großen und kleinen Besucher an.

Verschiedene Tiere der Ausstellung wurden, auch dank großzügiger Spender, vollständig restauriert und sind wieder ausgestellt. Ebenfalls erhielt der Verein einige Sachspenden wie einen Grenzstein, verschiedene Textilien, Stiche und einen Hühnerhabicht. Der Abguss des Felsbildes Waldbrudershütte hat jetzt seinen Platz im Museum gefunden. Im Geopark-Raum präsentiert er sich als weiteres Objekt. Allein 154 Besucher zählte man am vierten Adventswochenende während des Hirschhorner Weihnachtsmarktes.

In seinem Kassenbericht listete Jürgen Waibel die Einnahmen und Ausgaben auf. Letztere waren durch zahlreiche Anschaffungen höher als sonst. Nach wie vor präsentiert sich der Kassenbestand aber im Plus. Waibel wurde von Ilona Dörr eine sehr korrekte Kassenführung bescheinigt. Nach seiner und der Entlastung des Vorstands ging es um einen Ausblick auf 2016. Neben den Teilnahmen am Lebendigen Neckar und am Weihnachtsmarkt steht das Doppeljubiläum im Vordergrund.

Zum 625. Stadt-Jubiläum finden einige Ausstellungen statt: Vom 23. April bis 31. Mai gibt es einen Ausflug in die faszinierende Welt der heimischen Schmetterlinge mit einem Vortrag von Gisela Mauve. Vom 2. Juli bis 24. August stehen die Werke des Ludwigshafener Foto-Künstlers Günter Wilhelm (mit einem Vortrag im Herbst) im Mittelpunkt. Vom 3. September bis 11. November gibt es zum Thema 625 Jahre Stadtrechte verschiedene Objekte zu sehen.

Den Frühling und Sommer über wird Carl Langbein gehuldigt: Ab dem 18. März bis 29. Juli findet „eine Ausstellung in der Ausstellung“ statt. Zum Gedenktag seines Geburtstages am 6. September will man ihn am Denkmal auf dem Friedhof ehren und im Ersheimer Hof den Tag ausklingen lassen. Tag des offenen Denkmals am 11. September und Adventskaffee am 27. November runden die Aktivitäten ab.

Zwei Marketingkonzepte sollen umgesetzt werden, berichtete Schriftführerin Monika Hofmann: eines unter dem Titel „Geschichte(n) gemeinsam erleben“, ein anderes zur kommunikativen Jahresplanung 2016. In beiden geht es um eine Verbesserung und Optimierung des Bekanntheitsgrades des Langbein-Museums, mit dem Ziel, seine Wirtschaftlichkeit langfristig zu verbessern und zu gewährleisten. Zum Abschluss wurden noch verschiedene Ideen und Anregungen diskutiert, das Museum noch attraktiver zu machen.

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