Jeder nur eine Hälfte: Neckarsteinacher FWG muss Plakatwand wieder in den Originalzustand versetzen

Update: Die Plakattafel ist weg 😉

Die possierliche Plakattafel-Posse in Neckarsteinach soll jetzt ein Ende haben. Auf Beschluss des Magistrats müssen die Freien Wähler bis Mittwoch, 10.2.2016, 7 Uhr, eine von ihnen verzierte Plakatwand für Wahlwerbung auf der Steinachbrücke an der B37 wieder in den Originalzustand versetzen. Sonst, so die Ankündigung, werde dies „kostenpflichtig durch den städtischen Bauhof“ übernommen. Zumindest am heutigen Dienstagabend sah aber noch alles aus wie bisher.

Doch von Anfang an: Die drei Wahlwerbungs-Wände auf der Brücke waren nach Neckarsteinacher Landrecht im Vorfeld der Wahlen bisher salomonisch zwischen Parteien und Fraktionen aufgeteilt. Jeder durfte bisher die Hälfte einer Tafel davon für sich nutzen. Bei vier Fraktionen wurden somit zwei volle Plakatwände belegt, zwei weitere Hälften blieben – da zeitgleich Kreistagswahl ist – den anderen im Kreis Bergstraße antretenden Parteien vorbehalten.

Bei den Freien Wählern (FWG) legte man diese Zusammenstellung aber augenscheinlich eigenwillig aus. Sie fragten zuerst bei der Verwaltung an, ob man nicht eine Tafel zwecks eigener Kreativität und Kreation mitnehmen könne, da es keine eigenen Plakate gebe. Gesagt, getan: Zurück an alter Stelle auf der Brücke, wunderten sich die anderen Parteien hernach über die schiere Größe der FWG, obschon der Qualität des Graffitis Bewunderung zuteilwurde. Schließlich wird der Slogan „Geht wählen“ von allen geteilt.

Unisono pochten Grüne, SPD und CDU nun darauf, dass jeder die gleiche Fläche zur Verfügung haben und der jeweilige Anteil nicht nach Wahlergebnis (die FWG war bei der vergangenen Wahl zweitstärkste Kraft geworden) vergeben werden sollte. Verwiesen wurde auch darauf, dass die bisherige Vorgehensweise – jeder bekommt die Hälfte einer Plakatwand – schon seit Jahr und Tag in der Stadt praktiziert werde.

 

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