Im Hirschhorner „Bürgergarten“ soll sich jeder bedienen dürfen – Als Kommunikationstreffpunkt gedacht

Jetzt geht’s ans Eingemachte: Die Idee eines Bürgergartens, wie sie vergangenes Jahr bei der Kunstpflege Hirschhorn entstanden war, soll kommenden Monat verwirklicht werden. Dazu trafen sich Klaus Gumnich sowie Enno Folkerts und seine Frau Barbara Rüschoff jetzt mit Stadtgärtnerin Lisa Langer, dem stellvertretenden Bauhofleiter Lothar Wieder und Bürgermeister Rainer Sens. Ziel war es, eine geeignete Fläche im Wolfenacker zu finden, die die Stadt dem Verein zur Verfügung stellt.

„Wir informierten uns und erkannten, dass es in Deutschland unter dem Namen ‚Essbare Stadt‘ schon einige solcher Projekte gibt“, erläutert Gumnich den Hintergrund der Aktion. Das Fleckchen Erde war schnell gefunden – genau das, das es Enno Folkerts sowieso angetan hatte. Es befindet sich in der Verlängerung der dortigen Schrebergärten vom Debo-Restaurant aus Richtung Biesinger-Brunnen, direkt am Laxbach (und der Bewässerungsmöglichkeit) gegenüber der Moschee.

150 Quadratmeter werden es etwa sein, die dem Verein zur Verfügung gestellt werden. Wer hier etwas pflanzt, tut das für die Allgemeinheit, kann sich aber genauso an anderem Gemüse auf dieser Fläche bedienen. „Wenn die Oma vorbeikommt und gerne einen Salat hätte, schneidet sie ihn einfach ab“, erklärt Gumnich das Prinzip. Jeder könne sich daran bedienen. Ziel sei, einen Treffpunkt für Bürger mit der Möglichkeit der sozialen Kommunikation zu schaffen.

Ein reiner Kartoffelacker solle das Gelände nicht werden, schmunzelt Gumnich mit Rückblick auf die früher in Hirschhorn häufig angepflanzten Erdäpfel. Aber natürlich dürfe sich auch diese Feldfrucht hier wiederfinden. Ihm geht es daneben darum, Kindergarten- und Schulkinder an das heimische Gemüse heranzuführen, zu zeigen, wie es wächst und „dass es nicht auf dem Supermarkt kommt“.

Durch den Kontakt zu einem Traktor-Club soll zur Eröffnung ein Oldtimer vorfahren und vielleicht gleich die Fläche „erstbeackern“. Dazu ist im März ein kleines Fest geplant. Sens schlug vor, erst einmal in kleinerem Rahmen zu beginnen und je nach Resonanz zu vergrößern. Den parkartigen Charakter am Wolfenacker wolle man nicht aufgeben. Wichtig war dem Bürgermeister darüber hinaus der Hinweis, dass die Stadt lediglich die Fläche zur Verfügung stelle, aber keine Arbeitskraft des Bauhofs.

Hinweisen darauf, dass sich auch Tiere über das Angebot freuen könnten, entgegnete Gumnich mit dem Hinweis, dass man etwas „anbieten und versuchen wolle“. Die Umsetzung stehe dann wieder auf einem anderen Blatt. Für die Verwirklichung wolle man sich Tipps von passionierten Hobby-Gärtnern holen. Mit Wildkräutern und sonstigen blühenden Pflanzen soll „ein schönes buntes Bild entstehen“.

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