Bewährtes Konzept auch für den 116. Beerfelder Pferdemarkt

Vom 8. bis 11. Juli findet mit dem Beerfelder Pferdemarkt wieder das traditionsreichste Volksfest der Stadt am Berge statt. Verena Schäfer stellte der Stadtverordneten-Versammlung auf deren Sitzung den geplanten Ablauf, die Programmpunkte und die Kosten vor. „Alles wie immer“, lautete mehr oder weniger ihr Fazit – bis auf das Kleinkunstzelt. Das steht in diesem Jahr auf der Kippe – man wolle aber noch eine Lösung finden, um diese Attraktion beibehalten zu können.

Bürgermeister Gottfried Görig sagte, der städtische Zuschuss für die Gesamtveranstaltung habe sich 2015 etwa auf Höhe des Vorjahres bewegt. Fast 80.000 Euro Ausgaben kamen zusammen, dazu noch einmal 10.000 Euro als Lohnkosten für den Bauhof. Die größten Posten sind laut Görig Werbung (knapp 10.000 Euro), Tierschau (15.000 Euro), Kleinkunstzelt (4000), Feuerwehr (4400), Sicherheits- und Hilfsdienste (6000) sowie Reitturnier (5500). Die Einnahmen resultieren vor allem aus den Standgebühren mit 40.000 Euro. Unterm Strich bleibe ein durch die Stadt zu tragendes Defizit von etwa 26.000 Euro.

Zum Thema Kleinkunstzelt ergänzte Görig, dass derzeit Gespräche mit einem Interessenten liefen. Es sei schwierig, aufgrund des begrenzten Budgets für alle vier Tage Künstler zu verpflichten, die gegen relativ geringe Gage spielten. Auch habe sich gezeigt, dass sich die Umgebung für diese Art von Darbietungen zunehmend schwierig gestalte: „Es ist immer sehr laut“, so der Bürgermeister. Verena Schäfer erläuterte, dass es keine Programmgestaltung durch die Stadt geben werde, jedoch auch „ohne Programmgestaltung keine Bewirtung“.

Sie führte weiter aus, dass man mit Alfred Groll aus Michelstadt wieder den bewährten Hallenwirt mit im Boot habe. Das vorläufige Programm sehe den Start am Freitag, 8. Juli, mit dem nachmittäglichen Kinderspielnachmittag und der abendlichen offiziellen Eröffnung des 116. Beerfelder Pferdemarktes im Festzelt vor. Man sei mit dem Hessischen Rundfunk in Gesprächen, der Interesse an der Durchführung einer Discoparty habe, so Schäfer.

Laut der Verwaltungsmitarbeiterin soll es am Samstag, 9. Juli, nach dem Familiennachmittag abends einen Auftritt der Coverband „Xtreme“ geben. Am Sonntag sind im Festzelt ein Frühschoppen mit der Blaskapelle Gammelsbach und später Unterhaltung durch die RodenSteiner vorgesehen. Der Montag steht im Zeichen des Frühschoppens mit der Feuerwehrkapelle Beerfelden.

Fürs Programm in der Festhalle und entsprechende Werbemaßnahmen sind Schäfer zufolge etwa 4000 Euro städtischer Zuschuss eingeplant. 4500 Euro sind es fürs Feuerwerk, das von der Airlenbacher Firma artAtistica organisiert wird. Jeweils um die 3500 Euro kosten die Bereitstellung der Toilettenwagen und der OREG-Sonderverkehr anlässlich des Pferdemarkts. Sanitäts- und Sicherheitsdienst schlagen mit zusammen 4500 Euro zu Buche.

Verena Schäfer konnte bei der Zusammensetzung des Zentralplatzes bereits jetzt vermelden, dass unter den Ausstellern viele altbekannte Gesichter seien. Das Apfelweinzelt mit Biergarten werde von den TV-Handballern betrieben, der Cocktailstand von Jennifer Gabelmann, Familie Lanser ist mit dem  Almhütten-Imbiss präsent, dazu kommen der Fischimbiss von Sascha Roie und der Weinausschank des SV Beerfelden. An Fahrgeschäften für Groß und Klein erwähnte Schäfer den Kettenflieger, das Rundfahrgeschäft „Starlight“ sowie die Kinderfahrgeschäfte „Magic World“ und „Convoy Star“.

Der Pferdemarkt stellt seit 115 Jahren rund um das zweite Juli-Wochenende das Jahres-Highlight im südlichen Odenwald dar. Für die einen bedeutet er Spaß und Party bei den vielen Attraktionen wie Konzerten, Festzelten und Fahrgeschäften, für die anderen steht der traditionelle Markt mit seinen Verkaufsständen, dem Viehauftrieb am Montag und den Reitturnieren im Vordergrund.

Rund um den Hauptplatz in der Stried ist die „Partyzone“, wo besonders junge Leute alles finden, was man zu einem gelungenen Abend braucht: Musik, coole Fahrgeschäfte und Zelte mit einem großen Angebot an Getränken und Snacks. In der großen Markthalle kommen sowohl Fans der Tanz- als auch der Volksmusik auf ihre Kosten. Hier trifft man sich auch am Montag-Morgen, dem Tag des Viehauftriebs, zum Frühschoppen, wobei viele Firmen die Gelegenheit nutzen, sich hier zu geselliger Runde zusammenzutun.

Ein weiterer Ruhepol im quirligen Festbetrieb ist die Gewerbeschau in der Oberzenthalle, wo man sich vom umfangreichen Leistungsspektrum der heimischen Betriebe überzeugen kann. Wer sich besonders für Vierbeiner interessiert, für den ist der Besuch des Beerfelder Pferdemarktes sowieso ein „Muss“: Von Freitag bis Sonntag gibt es Reit- und Springturniere bis zur Klasse S mit vielen Profireitern, aber auch mit Wettbewerben für junge Talente.

Der Pferdemarkt-Montag steht dann ganz im Zeichen der größten Zuchtviehschau Hessens, die Kernstück und Namensgeber für das Volksfest ist. Die bunte Schar von Kühen, Pferden, Schafen und Ziegen stellt sich den Bewertungen eines Richterkollegiums. Diese bilden immer noch einen wichtigen Gradmesser für die Zuchterfolge der Züchter. Zusammen mit ebenfalls präsentierten Arten wie Schweinen und Alpakas sowie Kleintieren tummeln sich über 400 Tiere auf dem Marktgelände.

Info: http://www.beerfelder-pferdemarkt.de

P1040084 - Kopie P1020816 - Kopie Metzkeil ca. 1955 - Kopie Viehgasse (Hirschhorner Straße) 1919 - Kopie

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