Kommunalwahlen im hessischen Neckartal: Wählervereinigungen legen stark zu, Grüne und SPD verlieren

Verlierer bei den Kommunalwahlen im hessischen Neckartal ist die SPD, Gewinner sind die Wählervereinigungen. Die Grünen in Neckarsteinach büßten ebenfalls stark Stimmen ein (2011 hatten sie vom „Fukushima-Effekt“ profitiert). In der Vierburgenstadt legte die CDU laut dem vorläufigen Endergebnis zu und gewann einen Sitz, in Hirschhorn verlor sie nur leicht an Stimmen, aber dadurch trotzdem ein Mandat.

Durch die Ergebnisse wurde auch die Kräfteverteilung in den jeweiligen Stadtverordneten-Versammlungen aufgemischt. In Hirschhorn liegen CDU und Wählervereinigung Profil jetzt mit sechs Sitzen gleichauf, weil letztere stark hinzugewann. Die SPD bleibt bei fünf Mandaten. In Neckarsteinach haben SPD und FWG nun beide sechs Sitze, da die Sozialdemokraten einen verloren, die Freien Wähler gleich zwei hinzugewannen und sogar knapp nach Stimmen stärkste Fraktion wurden (30,3 zu 30,1 Prozent).

Besonders hart erwischte es in der Vierburgenstadt die Grünen. Ihre Sitzanzahl wird nach einem Verlust von fast einem Drittel der Stimmen auf nur noch 13,5 Prozent auf zwei halbiert. Ein Mandat auf jetzt fünf gewinnt die CDU hinzu, nachdem sie sich von 22,5 auf 26,1 Prozent steigern kann. Die SPD rutscht um glatte fünf auf nur noch 30,1 Prozent ab. Großer Gewinner ist die FWG, die ihren Stimmenanteil von 23 auf 30,3 Prozent steigert und damit gleich zwei Sitze hinzugewinnt. Die Wahlbeteiligung sank um fast sechs auf 50,3 Prozent. Von 3106 Wahlberechtigten gingen gerade einmal 1563 an die Urne.

Trotz eines Verlusts von 1,6 Prozent bleibt die CDU in Hirschhorn weiterhin stärkste Kraft und kommt auf 36,9 Prozent der Stimmen. Da aber schon bei der Kommunalwahl 2011 der siebte Sitz nur ganz knapp erreicht wurde, ging er durch die jetzigen Stimmeneinbußen verloren. Gewinner ist hier eindeutig die Wählervereinigung Profil. Sie konnte ihren Stimmenanteil von 30,4 (2011) auf 36,2 Prozent steigern und zieht an Mandaten mit der CDU gleich (je 6).

Herbe Verluste von 4,2 Prozent muss die SPD hinnehmen. Sie erreicht noch 26,9 Prozent der Stimmen. Ihre Sitzanzahl bleibt mit fünf aber gleich. Die Wahlbeteiligung fiel von 2011 (als aber gleichzeitig Bürgermeisterwahlen waren) mit 58,6 auf jetzt 51,2 Prozent. Von den 2735 Wahlberechtigungen gingen 1400 wählen.

Die Stimmenkönige in Hirschhorn kommen von CDU und Profil. Dessen Fraktionsvorsitzender Martin Hölz erreichte 1286 Stimmen, gefolgt vom Ersten Stadtrat Karlheinz Happes mit 1243. Auf den nächsten drei Plätzen folgen die CDU-Leute Willi Dreher (1209), Wolfgang Schilling (1116) und Harald Heiss (1084). Gewählt sind von den Christdemokraten weiterhin Lukas Hering, Auguste Keßler und Julian Mikolaiczik.

Stimmenkönig bei der SPD ist Max Weber (1080). Gewählt sind bei der Sozialdemokraten außerdem Carsten Ahlers, Thomas Wilken, Markus Raule und Dirk Gugau. Bei Profil ziehen zusätzlich ins Parlament ein: Dr. Irmtrud Wagner, Brigitte Gerhart, Christin Schuster und Andrea Weber.

Von der CDU in Neckarsteinach wurden gewählt: Gabriele Rauxroh (862 Stimmen), Denise Suhm, Peter Stoll, Karl Neidig, und Christina Stoll. SPD: Ralf Kern (931 Stimmen), Marcus Augsburger (928), Sabine Wegehingel, Wolfgang Sponer, Malon Weiher und Ute Kohl. Grüne: Christian Schappelwein und Günter Resnikschek. FWG: Eva Schückler (mit 1204 Stimmen gleichzeitig die höchste Zahl aller Kandidaten), Dieter Jooß (1066), Maximilian Vollmer (963), Andreas Brückner, Elisabeth Hinz und Rainer Engelhardt.

Die jeweilige Zusammensetzung der Fraktionen kann sich aber noch ändern, je nachdem, wer von diesen in den Magistrat entsendet wird. Dann rücken weitere Listenkandidaten von hinten in die Stadtverordneten-Versammlung nach.

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Vorläufiges Ergebnis Neckarsteinachneckarsteinach-ergebnis

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