Haushaltsberatung mit Ortsbeiräten: Für die Beerfelder Ortsteilwehren sollen neue Fahrzeuge her

Die Ortsbeirate haben am Haushaltsentwurf 2016 nichts auszusetzen und ihm auch nichts hinzuzufügen, wurde bei der gemeinsamen Sitzung im Bürgerhaus deutlich. Bürgermeister Gottfried Görig erläuterte dabei den Vertretern aus Airlenbach, Etzean, Falken-Gesäß, Gammelsbach, Hetzbach und Olfen die wichtigsten Details. Vorrangig war für Görig, dass man ohne Steuererhöhungen wieder einen ausgeglichenen Etat vorlegen könne.

Wenn auch die im Etat eingestellten Mittel für die Ortsteile eher gering sind, so machte der Bürgermeister in einem anderen Punkt Hoffnung: Durch das kommunale Investitionsprogramm (KIP) mit Bundes- und Landesmitteln seien sowohl verschiedene bauliche als auch energetische Sanierungen möglich. Damit ließen sich – nach Verabschiedung in der Stadtverordneten-Versammlung – Maßnahmen angehen, die schon länger auf der Wunschliste ganz oben stehen (siehe anderen Bericht).

Mit Blick auf die Stadtteilwehren erläuterte der Rathauschef, dass man dort ab dem kommenden Jahr den Austausch der zwischen 23 und 29 Jahre alte Fahrzeuge angehen wolle. Dies geschehe über ein Landesförderprogramm, bei dem die Stadt nur Aufbau und Ausrüstung zahlen müsse. Zu diesem Zweck würden ab 2017 jeweils 50.000 Euro in die darauf folgenden Haushalte eingestellt.

Ähnliches gilt auch für das 26 Jahre alte Tanklöschfahrzeug der Stützpunktfeuerwehr Beerfelden. Für das soll 2018 ein Staffellöschfahrzeug angeschafft werden. Es wird laut Görig ein Zuschuss von 60.000 zu den mehr als 200.000 Euro Kosten erwartet. Von den Blitzern in Gammelsbach und Hetzbach erhoffe man sich bei rückläufigen Fallzahlen in 2016 trotzdem Erlöse von über 105.000 Euro, denen in etwa hälftige Kosten gegenüberzustellen seien.

Die Hetzbacher Krähberghalle soll vom Bodenaustausch in der Beerfelder Oberzenthalle profitieren, machte der Bürgermeister weiterhin deutlich. Denn in letzterer soll für 43.000 Euro ein neuer Belag eingebaut werden. Die besten noch verwertbaren Teile sollen dann in Hetzbach zum Einsatz kommen, weil sie immer noch besser seien als dort derzeit befindlichen. „Das ist eine Riesenfläche von 1100 Quadratmetern in der Oberzenthalle, da sollte was machbar sein“, meinte Görig.

Der Verwaltungschef erwähnte daneben den vorgesehen Einbau eines „Zerkleinerers“ für 7400 Euro im Pumpwerk Olfen. Dort hatte man in der vergangenen Zeit immer mal wieder Probleme mit „Feststoffen“. Daneben sei die Druckerneuerungsanlage in Gammelsbach (Schweizersdelle) zu erneuern. Hier rechne man mit Kosten von 18.500 Euro.

Ein großer Posten ist laut dem Bürgermeister der Ausbau des Hardtwegs in Airlenbach (Bild). Für die Fahrbahnherstellung inklusive einseitigem Gehweg seien 512.000 Euro angesetzt. 460.000 Euro davon sollen als Anliegerbeiträge wieder zurück in die Stadtkasse fließen. Es soll dazu in der kommenden Zeit noch einmal eine Bürgerversammlung geben. Eine grundhafte Erneuerung soll es außerdem im kommenden Jahr im Güttersbacher Weg (Beerfelden-Ort) geben.

Den direkten Draht zur Verwaltung nutzten im Anschluss noch einige Ortsbeiräte, um drängende Themen aus den Stadtteilen loszuwerden. Jutta Bracht wies darauf hin, „dass mit der Traube bald die letzte Wirtschaft in Falken-Gesäß zumacht“. Deshalb wolle man möglichst im Dorfgemeinschaftshaus einen Treffpunkt für die Ortsbürger einrichten. Das bringe aber gewisse Umbauten und Neuanschaffungen mit sich. Sie wollte wissen, inwieweit hier die Stadt unterstützend tätig werden könne.

„Im Haushalt stehen leider keine Mittel drin“, sagte Bürgermeister Görig. Auf Nachfrage entgegnete Bracht, dass Möbel weitgehend vorhanden seien. Dem Ortsbeirat gehe es bei seinem Anliegen vor allem um Küchenequipment wie Herd, Spülmaschine oder Abzugshaube. Er will nun ein Konzept erstellen und dann wolle man laut Görig schauen, inwieweit aus dem Dorferneuerungsprogramm IKEK Mittel akquiriert werden könnten.

Für Gammelsbach sprach Heidrun Axmann-Buchert wilde Müllablagerungen an, denen man nun seitens der Stadt nachgehen will. Jörg Eckert monierte falsch parkende Busse in Hetzbach. Dadurch seien die Gehwege teilweise nicht mehr passierbar, Schüler müssten auf die Fahrbahn ausweichen. Dem Ordnungsamt sei die Situation bekannt, betonte Sascha Flick, man verteile immer mal wieder Knöllchen. Auch die Polizei sei schon vor Ort gewesen. „Wir bleiben dran“, versicherte auch Bürgermeister Görig.

 

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