DRK-Versammlung: Zwei Blutspendetermine in Rothenberg werden gestrichen

Mit einem bewährten Vorstandsteam geht der DRK-Ortsverein in die kommende Zeit. Der Vorsitzende Roland Krauhs wurde auf der Jahreshauptversammlung in seinem Amt ebenso bestätigt wie Stellvertreterin Claudia Naas. Rechnerin bleibt Birgit Kirchner, Schriftführer Florian Braner. Bereitschaftsleiterin Anja Braner, ihr Kollege Roland Heckmann wie auch Steffi Ampferl an der Spitze des Jugendrotkreuzes wurden wiedergewählt. Während die Resonanz auf die Blutspendetermine geringer wurde, berichtete Krauhs von einer erfreulichen Entwicklung des monatlichen Seniorentreffs.

Der Vorsitzende erläuterte, dass der DRK-Ortsverein Rothenberg aktuell 477 Mitglieder habe. Zu den vier Blutspendeterminen 2015 seien 247 Spender gekommen. „Dies sind 33 weniger als 2014“, betonte er. Diese seit Jahren sinkenden Zahlen hätten den Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen veranlasst, in Rothenberg zwei Termine aus wirtschaftlichen Gründen zu streichen. „Mai und November wurden gänzlich aus dem Programm genommen“, sagte Krauhs.

Der DRK-Vorsitzende stellte die Aufwärtsentwicklung beim monatlichen Seniorentreff heraus. „Dieser erfreut sich zwischenzeitlich auch bei Senioren außerhalb unserer Gemeinde großer Beliebtheit.“ Derzeit organisierten 14 Frauen und drei Männer diese Treffs.

Bereitschaftsleiterin Anja Braner erläuterte, dass es aktuell elf weibliche und neun männliche Bereitschaftsmitglieder gebe. Der Ausbildungsstand mit einem Arzt, einer Rettungsassistentin, fünf Rettungssanitätern, neun SAN-Helfern, einer weiteren in Ausbildung und drei Ersthelfern „ist aber immer noch erfreulich“. Negativ zu bewerten sei, dass nicht einmal eine Handvoll Leute für Akuteinsätze zur Verfügung stehe. Auch sei „bei dem einen oder anderen das Engagement verbesserungswürdig“, so Braner.

Insgesamt wurden von Bereitschaft, Seniorenteam und Vorstand 1855 ehrenamtliche Stunden geleistet, sagte sie. Braner bewertete positiv, dass durch die Aktivitäten in der Flüchtlingshilfe und des Seniorentreffteams die Wertschätzung des DRK in der Rothenberger Öffentlichkeit gestiegen sei – aber ebenso die gegenseitige Wertschätzung von DRK, Feuerwehr und THW.

Steffi Ampferl, die Leiterin der acht Voraushelfer, nannte 24 Alarmierungen im vergangenen Jahr. Hannah Schneider erläuterte, dass im Jugendrotkreuz aktuell zwölf Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren aktiv seien. Diese engagierten sich unter anderem in der Flüchtlingshilfe durch Einrichtung einer Kleidersammelstelle im DRK-Heim. Man wünsche sich weitere Gruppenleiter, betonte Ampferl, „um damit wieder neue Jugendliche werben und aufnehmen zu können“.

Rechnerin Birgit Kirchner berichtete von einem ansehnlichen Erlös im vergangenen Jahr, wodurch die Kasse ein gutes Plus aufweise. Die Kassenprüfung erfolgte durch Kreisverbandsarzt Raimund Keysser. Er bestätigte eine ordnungsgemäße und exakte Buchführung und beantragte die – danach einstimmig erfolgte – Entlastung des Vorstandes. Dem von Kirchner und Krauhs vorgestellten ausgeglichenen Haushalt 2016 stimmte die Versammlung einstimmig zu.

Bei den Wahlen wurden weitere Vorstandsmitglieder wie folgt bestätigt: als Beisitzer Reinhold Hoffmann, Stephan Kloß, Carina Heckmann, Gerd Koch und Gudrun Gröger-Dietrich. Für die ausgeschiedene Ursula Lerch-Fischer rückte Christian Niesen nach. Claudia Naas und Roland Krauhs sind Stellvertreter der Bereitschaftsleitung, Hannah Schneider beim Jugendrotkreuz.

Keysser nahm im Anschluss die Ehrungen vor. Aus der Bereitschaft wurden Martin Kumpf (über 20 Jahre aktiv, viele Jahre JRK-Leiter) und Heinz Bartmann (29 Jahre Bereitschaft, 1988 bis 2007 Rechner) verabschiedet. 25 Jahre sind dabei: Claudia Naas, Birgit Kirchner und Steffi Ampferl, 35 Jahre: Stephan Kloß, Peter Weiß und Roland Krauhs. In ihren Grußworten würdigten Bürgermeister Hans Heinz Keursten, Keysser, Joachim Zimmermann vom DRK-Ortsverein Beerfelden und Gemeindebrandinspektor Marco Johe die gute Zusammenarbeit.

In seinen Schlussbemerkungen mit Blick auf die Flüchtlingshilfe zitierte der Vorsitzende Krauhs Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Der Gründer des Roten Kreuzes, Henry Dunant, habe einmal gesagt: „Zivilisation ist dort, wenn Menschen Menschen helfen.“ Die Situation sei nun mal so wie sie ist, „gleichgültig ob politische Fehler gemacht wurden oder nicht“, betonte Krauhs.

Info: http://www.drk-rothenberg.de

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