Etliche Sanierungen in Beerfelden mit Geldern von Bund und Land

574.000 Euro bekommt die Stadt am Berge aus dem Kommunalinvestitionsprogrammgesetz (KIPG) zur Verfügung gestellt. Respektive einer kleinen, eingeplanten Summe „zur Sicherheit“ für Kostenüberschreitungen will man diese Mittel komplett verwenden, beschloss die Stadtverordneten-Versammlung einstimmig auf ihrer vergangenen Sitzung. Ausschuss-Vorsitzender Erwin Körber stellte die einzelnen Maßnahmen des empfohlenen Pakets vor.

433.000 Euro kommen aus dem Bundesprogramm und sind für energetische Sanierungen gedacht. Mit den 141.000 Euro Landesmitteln werden Gebäude- und Wege-Unterhaltung gefördert. Beim Bundesprogramm hat die Stadt nur zehn Jahre lang die Tilgung des zehnprozentigen Ko-Landesfinanzierungsdarlehens zu tragen, die Zinsen übernimmt das Land. Das wären 4300 Euro im Jahr. Der Rest ist Zuschuss. Es werden aber nur energetische Sanierungen und keine reinen Baumaßnahmen unterstützt.

Das städtische Wohnhaus im Friedhofsweg 19 verschlingt die höchste Summe. Mit 141.000 Euro Zuschuss ist es nicht getan. 100.000 Euro zusätzlich wären im Haushalt 2017 nötig, um neben Fenstererneuerung, Dämmung, Heizungseinbau sowie Warmwasser- und Heizungsverteilung weitere, nicht geförderte Sanierungsmaßmahnen durchzuführen.

Mit den Bundeszuschüssen will man Körber zufolge Ölheizungen in städtischen Gebäuden wie Dorfgemeinschaftshaus und ehemaliges Lehrerwohnhaus Olfen oder Feuerwehrhaus Airlenbach austauschen. Kosten hier: 43.500 Euro. 47.000 Euro würde die energetische Sanierung des Feuerwehrhauses Hetzbach kosten.

Das Beerfelder Rathaus hat ebenfalls eine Sanierung nötig. Den größten Posten der 90.000 Euro nehmen mit 50.000 die Fenster im Rathaus-Anbau ein. Auch soll es diverse Wärmedämmungen in Altbau, Keller und bei der hofseitigen Außenfassade geben. Weitere Posten sind der Austausch der Rolltore im Bauhof (35.000 Euro), die Wärmedämmung eines städtischen Hauses in Airlenbach (20.000 Euro) sowie der Einbau von Akustikdecken und die Wärmedämmung in der städtischen Kindertagesstätte. Dort soll auch die Beleuchtung in LED gewechselt werden. Gesamtsumme: 51.000 Euro.

Beim Landesprogramm hat man laut Körber 20 Prozent der Tilgung über 30 Jahre zu zahlen, insgesamt 28.000 Euro. Dazu kommt nach den zehn Jahren, in den das Land die Zinskosten übernimmt, erst eine anteilige und nach weiteren zehn Jahren eine Komplettübernahme der Zinsen durch die Stadt. Verabschiedete Maßnahmen sind hier Wegesanierungen auf den Friedhöfen Hetzbach und Gammelsbach (33.500/20.000 Euro), die Herrichtung des Sanitärgebäudes auf dem städtischen Campingplatz Hetzbach (50.000 Euro) und Ausbesserungen diverser Gemeindestraßen (37.700 Euro).

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