Gemischter Chor als mögliche Zukunft des MGV Liederkranz Kortelshütte?

40 Jahre leiht Wolfgang Gugau bereits dem MGV Liederkranz Kortelshütte seine Stimme. Er wurde dafür bei der Jahreshauptversammlung mit einer Urkunde des Landrats geehrt. Vorsitzender Alexander Herner zeichnete daneben fleißige Sänger aus. Heinz Fink fehlte im vergangenen Jahr nur einmal in der Singstunde, Werner Götz, Erich Werner und Werner Kabel zwei Mal. Schriftführer Martin Müller berichtete über die Aktivitäten des vergangenen Jahres.

Kassenwart Ulrich Völker listete nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden die Ein- und Ausgaben auf und beleuchtete den Kassenstand. Die Kassenprüfer Carlo Völker und Dieter Scheuing berichteten, dass die Kasse ordentlich geführt worden sei. Die Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig. Als neue Kassenprüfer wurden gewählt: Günther Reinhart und Stephan Olber.

Wie Müller ausführte, hatte der MGV Ende vergangenen Jahres 28 aktive, 45 passive und zwei fördernde Mitglieder. Bei den Vorstandswahlen 2015 sei es schwierig gewesen, Kandidaten für die Ämter zu finden. Ziel war es, bewusst zu machen, dass es auf das Engagement jedes einzelnen ankomme, um den Verein mit seiner 117-jährigen Geschichte weiterhin aktiv gestalten können. Mit Alexander Herner habe ein neuer Sänger den Vorsitz übernommen.

Auf dem Jahresprogramm standen unter anderem der Liederabend des Sängerkreises, ein Liedbeitrag bei der Hochzeit des Vorsitzenden, das Wertungssingen in Schönmattenwag und ein Ausflug nach Speyer und anschließendem Weinfest-Besuch in Zeiskamp. Bevormit der Abschlusssingstunde kurz vor Weihnachten das Sängerjahr beendet wurde, gestaltete der MGV den Seniorennachmittag im Kortelshütter Dorfgemeinschaftshaus.

Mitte Juni dieses Jahres soll beim MGV das Projekt „Gemischter Chor“ anlaufen. Dazu müsse man Werbung machen und außerdem Frauen für dieses Projekt finden. „20 oder mehr sind nötig“, hieß es. Bei Erfolg solle es voraussichtlich Ende Oktober/Anfang November ein Abschlusskonzert in der evangelischen Kirche Rothenberg geben. Ziel des Projektes ist es, Erfahrungen zu sammeln und festzustellen, ob ein gemischter Chor eine mögliche Zukunft des Liederkranzes wäre.

Für das Fest zum 1. Mai werden noch Helfer benötigt, lautete die Bitte in die Runde. Der „Zwitscherkasten“ im Wald oberhalb des Sportplatzes sei bisher sehr gut angenommen worden. „Etliche Flaschen Schnaps wurden schon aufgefüllt“, so Müller. Die Population der „Schnapsdrosseln“ im Wald habe sich vermehrt, meinte er mit Augenzwinkern. Naturliebhaber können sich seit Ende vergangenen Jahres auf ihrer Tour unterwegs kurz mal mit Hochprozentigem „stärken“. Zu diesem Zweck verbirgt in einem Nistkasten eine Flasche Schnaps mit Plastikbechern, um auf der Strecke einen „zu zwitschern“.

Über das neue Lied „Caravan of Love“ gab es geteilte Meinungen. Sechs Ja- und sechs Nein-Stimmen bei sechs Enthaltungen lauteten die Antworten auf die Frage, ob es weiter eingeübt werden soll. Man kam überein, eine Abstimmung bei neuen Liedern einzuführen. Nach ein paar Proben soll geklärt werden, ob ein Stück weiter geübt wird oder nicht. Gleichzeitig wurde vereinbart, keine „alten“ Lieder zu singen, sondern mehr aus dem Bestand (aufzufrischen). Um in diesem Jahr einen Ausflug zu organisieren, werden Aktive für einen Vergnügungsausschuss gesucht.

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