Am 23. April: großes Festkonzert zum 70-jährigen Bestehen des evangelischen Bläserchors Neckarsteinach

Sein 70-jähriges Bestehen feiert der evangelische Bläserchor Neckarsteinach mit einem Festkonzert am Samstag, 23. April. Um 19 Uhr geht es in der evangelischen Kirche Neckarsteinach los. Der Eintritt ist frei. In 70 Jahren hat sich im Notenschrank im Martin-Luther-Haus eine große Zahl an Noten angesammelt, aus denen Chorleiter Klaus Thieme das Programm zusammenstellte.

Alles begann vor 70 Jahren mit Organist und langjährigem Dirigent Georg Huber, der 1946 mit seinem Sohn Richard die ersten Töne als „Evangelischer Bläserchor“ bei einem Gemeindefest spielte: „Ich will dich lieben, meine Stärke“ war der allererste Choral, den Vater und Sohn Huber im Duett bei einem Gemeindeabend in Darsberg vortrugen. Damit startet auch das Festkonzert am 23. April.

Es folgen Stücke von der Renaissance (Pezelius, Orlando di Lasso), aus Barock (von Giovanni Battista Sammartini), Klassik und Romantik (Joseph Haydn, Felix Mendelssohn Bartholdy) bis hin zur Moderne (Magdalene Schauß-Flake, Michael Schütz, Traugott Fünfgeld) und viele mehr. Auch der Nachwuchs wird zeigen, dass er die Tradition des Chores aufnehmen und in die Zukunft weitertragen wird.

Der Bläserchor gehört bei vielen, meist festlichen Anlässen der evangelischen Kirchengemeinde „einfach dazu“. Dabei kann man auf ein breites Repertoire zurückgreifen – was nicht nur der Blick in den proppenvollen Notenschrank beweist, sondern auch die Programme der vielen Konzerte, die der Chor in den vergangenen sieben Jahrzehnten gegeben hat.

Der Bläserchor wuchs ab 1946 rasch, junge Bläser kamen dazu. Die nächste Generation, verkörpert durch Christian Ebert, übernahm Mitte der 60er Jahre den Dirigentenstab. Neben die Choräle des Kirchengesangbuches und anspruchsvolle Vorspiele traten nun freie Spielmusiken. Um die Gemeindefeste zu begleiten, erweiterte Ebert das Repertoire um weltliche Unterhaltungsmusik. Dies wurde unter der Leitung von Klaus Thieme (seit 1999) konsequent weiterverfolgt.

Heute gehören ganz selbstverständlich Werke von der Renaissance über Barock, Klassik und Romantik bis hin zur Moderne dazu. Der Bläserchor scheut keine Herausforderung, sei es ein Konzert mit Gesangsgruppen, die Mitgestaltung größerer Bläserkonzerte mit anderen Chören oder die Beteiligung an großen Festivals – wie im Jahre 2013 bei „Luther in Brass“ in Worms oder im Juni dieses Jahres beim „2. Deutschen Evangelischen Posaunentag“ in Dresden.

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