Ortsbegehung: Brombacher besprachen drängende Themen mit der Eberbacher Stadtverwaltung

Der undichte Brunnen im Mitteldorf, ein absinkender Randstreifen und notwendige Sanierungen an der ehemaligen Schulen standen im Mittelpunkt einer Ortsbegehung in Brombach, zu der sich Mitglieder der Eberbacher Stadtverwaltung mit Bürgermeister Peter Reichert an der Spitze, Ortsbeiräte und interessierte Bürger eingefunden hatten. Natürlich wurde auch die Verbindungsstraße nach Heddesbach angesprochen. Eine Bürgerversammlung schloss sich an.

„Unterm Brunnentrog drückt sich das Wasser raus“, erläuterte der stellvertretende Ortsvorsteher Helmut Schön am Brunnen im Mitteldorf. Das kühle Nass laufe dann über die Straße, im Winter gefriere es und die Eisschicht bilde eine gefährliche Barriere. „Da muss was gemacht werden“, so Schön. Eine Sanierung dürfte laut Stadtbaumeister Steffen Koch etwa 18.000 Euro kosten. Das Geld solle in den Haushalt 2017 eingestellt werden.

Vis-à-vis der Kirche sinke zwischen zwei Einfahrten neben dem Bach der Randstreifen ab, erklärte Schön an dieser Stelle. Auch hier machte die Gruppe, der ebenfalls einige Gemeinderäte beiwohnten, Station. „Die Ursachen kennen wir leider nicht“, sagte der stellvertretende Ortsvorsteher. Jedoch schieße durch das tiefer liegende Sandstein-Bankett bei Hochwasser der Bach über eine Einfahrt hinweg. Die die Stadt wolle Untersuchungen in die Wege leiten, wurde mitgeteilt.

Letzte Station der Begehung war das ehemalige Schulhaus. Dessen Sanierungsbedürftigkeit habe der Ortschaftsrat „schon öfters moniert“, betonte Helmut Schön. Dach, Schindelfläche an den Giebeln und Fenster sollen nach den Sommerferien saniert werden, hieß es nun seitens der Verwaltung. Dafür seien 45.000 Euro in den diesjährigen Haushalt eingestellt worden. Weiteres Thema war noch der Sportplatz. 20.000 Euro wurden dafür dieses Jahr im städtischen Haushalt eingestellt.

Diese drei Punkte waren auch Thema der folgenden Bürgerversammlung unter der Leitung von Bürgermeister Reichert. Darüber hinaus sprach Matthias Heinzmann von der Bürgerinitiative (BI) den seit Jahresbeginn geschlossenen Verbindungsweg nach Heddesbach an, wodurch die Brombacher einen Umweg von zehn Kilometern auf sich nehmen müssten, wenn sie ins Ulfenbachtal gelangen wollten. Mit Reichert wurde (bereits bei einem vorangegangenen Treffen) der Sachstand bereits angesprochen.

Die Straße nach Heddesbach war „entwidmet“ worden, weil sie in einem nicht mehr verkehrssicheren Zustand war. Schlaglöcher pflastern die Strecke. Heddesbach, auf dessen Gebiet über 80 Prozent des Weges liegen, wollte nicht mehr den Kopf dafür hinhalten, falls irgendetwas passieren würde. Sanierungskosten wurden auf mindestens 600.000 Euro geschätzt. Geld, das keiner hat. Die BI setzt sich für eine Sanierung mit minimalem Aufwand ein, die die Straße wieder befahrbar machen würde.

Wie Heinzmann und Schön betonten, will die BI alle Beteiligten an einen Tisch bringen. Dazu zählen die beiden Kommunen, der Gemeindeverwaltungsverband Schönau, der Rhein-Neckar-Kreis und regionale Politiker. Aktuell warte man auf eine Rückmeldung aus dem baden-württembergischen und hessischen Petitionsausschuss, denen jeweils eine Unterschriftliste mit fast 700 Unterschriften pro Erhalt der Straße zuging.

„Wir wollen gemeinsam einen Weg finden“, sagte Heinzmann. Deshalb habe man sich auch mit der Stadtverwaltung ausgetauscht, inwieweit diese die BI in ihrem Anliegen unterstützen könne, so Schön. Über 60 Bürger zeigten bei der Versammlung ihr Interesse an den örtlichen Themen. Helmut Schön fasste in punkto Straße die Meinung der Einwohner zusammen: „Wir werden weiter für ihren Erhalt kämpfen.“

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