Hirschhorner belegten den dritten Platz beim Jugendfeuerwehr-Wettkampf des Löschbezirks 3 in Langenthal

Doppelsieg für die Überwälder: Mit fünf Jugendteams war die frisch fusionierte Schönmattenwager Wehr beim Wettkampf des Löschbezirks 3 in Langenthal angetreten und räumte gleich kräftig ab. Auf Platz 3 kam die eine Hirschhorner Mannschaft, auf Platz 11 die andere. Die erste Mannschaft aus Schimmeldewog durfte den von Wald-Michelbachs Gemeindebrandinspektor Erwin Hartmann gestifteten Wanderpokal in Empfang nehmen. Die Veranstaltung fand zum 40-jährigen Bestehen der Jugendwehr im Hirschhorner Stadtteil statt.

Das Ergebnis freute natürlich Bezirksjugendfeuerwehrwart Tobias Walter, gleichzeitig Schönmattenwager Wehrführer, sehr. Er war zusammen mit der Langenthaler Jugendfeuerwehrwartin Lisa Morr und dem dortigen Wehrführer Michael Siefert sowie deren Team federführend an der Organisation beteiligt und den ganzen Tag auf Achse. Neckarsteinach I wurde 12., die zweite Mannschaft nahm aus Konkurrenz teil. Darsberg kam auf Platz 10. Rothenberg kam mit zwei Teams auf Platz 9 und 13, Hainbrunn auf 8.

17 Jugendteams zwischen zehn und 17 Jahren aus dem hessischen Neckartal und vor allem aus dem Überwald, aber auch dem benachbarten Heddesbach sowie dem angrenzenden Odenwaldkreis nahmen an diesem Wettbewerb teil, der jedes Jahr in einem anderen Ort des Löschbezirks 3 stattfindet. 2015 richtete ihn Unter-Abtsteinach aus, damals gewannen die Langenthaler Jugendlichen. Die traten dieses Mal nicht an.

Neckarsteinach, Darsberg, Siedelsbrunn, Wald-Michelbach, Hirschhorn, Kreidach, Schönmattenwag sowie Heddesbach, Hainbrunn und Rothenberg waren teilweise mit mehreren Teams (davon fünf aus Schimmeldewog) am Start. Acht Disziplinen waren beim Wettkampf zu bewältigen. Darunter vier Feuerwehrdisziplinen mit Aufbauen einer Saugleitung, Schnelligkeitsübung, allgemeine Theorie sowie Feuerwehrknoten und Stiche. Davon sind mit der Theorie und der Saugleitung zwei vorgegeben, die anderen beiden könne der Ausrichter wählen, so Siefert. Weiterhin gab es vier Spiele: Stelzenlauf, Schätz-, Wasserbomben- und Dachrinnenspiel.

Die Kreidacher Mannschaft an der Knoten-Station nahm außer Konkurrenz teil. Denn das siebenköpfige Team gibt es noch nicht so lange wieder. Es nutzte den Wettbewerb unter der Leitung von Jugendwart und Wehrführer Björn Kist zum „Reinschnuppern“. Schiedsrichter an dieser Station war Wald-Michelbachs Wehrführer Peter Capuani, der – manchmal ein wenig frotzelnd – so einige Tipps für den richtigen Knoten parat hatte.

Um die 150 Teilnehmer mit ihren Betreuern waren im ganzen Ort unterwegs, um zu den acht Stationen zu gelangen. Natürlich sind das im Hirschhorner Stadtteil mit seinen 320 Einwohnern keine weiten Wege. Die Wertungsrichter kamen zum einem von der ausrichtenden Langenthaler Wehr, zum anderen aus dem ganzen Löschbezirk 3. Unter ihnen waren Jan Hofmann aus Birkenau, Klaus Sieber von Affolterbach, Lukas Hofmann aus Unter-Abtsteinach, Joe Beisel von Hirschhorn, Sven Seib aus Darsberg oder mit Georg Korfant der ehemalige Stabführer des Löschbezirks 3.

Den Wettbewerb für die Jugendfeuerwehren gibt es seit über 25 Jahren, erläuterte Tobias Walter. Früher einmal wurde er immer dort ausgerichtet, wo die Sieger des Vorjahres herkamen. Inzwischen orientiere man sich an besonderen Ereignissen. Und das hatte die Langenthaler Jugendwehr an diesem Tag: Sie feierte ihren 40. Geburtstag. 1976 als 75. Nachwuchsorganisation im Kreis Bergstraße gegründet, gehören ihr heute vier Mädchen und acht Jungen an.

Natürlich gehe es vorrangig um die Ausbildung, so Walter. Aber man wolle auch durch den Wettkampfgedanken die Kenntnisse „mit Spaß an der Sache vermitteln“. Außerdem könnten so die Jugendlichen ihr bisher Gelerntes unter Beweis stellen. Von den Jugendfeuerwehrleuten aus Schimmeldewog weiß Tobias Walter, dass diese kräftig im Vorfeld üben, sobald die Übungen eine Woche vorher bekannt sind. „Die motivieren sich gegenseitig und sind dann ganz heiß auf den Wettkampf“, schmunzelte er. Mit Erfolg, wie sich am Ergebnis zeigte.

Das Zusammensetzen einer Saugleitung diene zur Simulation der Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer, erläuterte Walter. Diese Übung sei identisch mit der, die auch die Erwachsenen absolvieren müssten. Somit seinen Worten zufolge ein gutes Training für die spätere Tätigkeit in der Einsatzabteilung, wenn die Jugendlichen 18 würden und weiter dabei bleiben.

Beim Schnelligkeitswettbewerb ging es darum, vier C-Schläuche mit je 15 Metern so zusammenzusetzen, dass keine Windungen drin sind. Das Schätzspiel beinhaltete Fragen nach der Zahl der Berufsfeuerwehren in Deutschland (107) oder dem gemeinsamen Gewicht von B- und C-Schlauch (14 Kilo).

Am Schluss der Veranstaltung gab’s Lob von allen Seiten. Tobias Walter freute sich über die perfekte Organisation und den reibungslosen Verlauf. Für die Langenthaler Organisatoren war Lisa Morr ebenso zufrieden. Denn schließlich wurde der Wettbewerb schon seit August von einem siebenköpfigen Orga-Team vorbereitet. Die heiße Phase lief seit einem Monat. Am Tag selbst brachten sich neben den 38 Mitgliedern der Einsatzabteilung noch einmal über zehn Ortsbürger ein, damit der Ablauf reibungslos klappte. Mehr Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1154756184568529.1073741923.100001024761983&type=1&l=7735908953

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