40-jähriges Bestehen: Dank der Jugendwehr blieb das Langenthaler Feuerwehr-Schiff immer auf Kurs

Seit 40 Jahren gibt es jetzt die Jugendfeuerwehr Langenthal. Grund genug für eine große Feier am Feuerwehrgerätehaus, bei der sowohl in die Vergangenheit als in die Zukunft geblickt wurde. Viele Vertreter aus dem politischen Leben, aber auch von benachbarten Feuerwehren waren vorbeigekommen, um dem kurzweiligen Festprogramm beizuwohnen. Das gipfelte im spielerischen Aufeinandertreffen der damaligen Gründungsmitglieder und der heutigen Jugendwehr, bei dem die Jüngeren die Nasen vorn hatten und das Glas mit Gummibärchen in Empfang nahmen.

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Matthias Kuntze, selbst lange Jahre Kommandant und Jugendfeuerwehrmann, zeigte sich stolz über die gute Jugendarbeit im 320-Seelen-Dorf Langenthal. Vor 40 Jahren seien „die Segel für den Nachwuchs richtig gesetzt worden“. Damit konnte man das Feuerwehr-Schiff immer auf Kurs halten, da in den vergangenen vier Jahrzehnten viele Jugendliche in die Einsatzabteilung nachgerückt seien. Zusammen mit Kristin Menges führte Kuntze durchs folgende Programm.

Wehrführer Michael Siefert und sein Stellvertreter Steffen Guckenhan zeigten sich „stolz über die Truppe, die uns in den kommenden Jahren viel Freude bereiten wird“. Als Dank von Einsatzabteilung und Verein für die vielfältige Unterstützung gab’s für die Jugendlichen Regenjacken. Die Festrede hielt der erste Jugendfeuerwehrwart vor 40 Jahren, Kurt Hering. In seinen launigen und mit viel Beifall bedachten Worten ließ er die abwechslungsreiche Geschichte Revue passieren.

Er sparte dabei nicht mit Lob für das aktuelle Leitungsteam Lisa Morr und Kristin Menges, die viel frischen Wind in die Abteilung gebracht hätten. 1976 als 75. Jugendwehr im Kreis Bergstraße gegründet, sei 1989 die Aufnahme von weiblichen Mitgliedern ein weiterer Meilenstein gewesen. Hering gab in seiner Laudatio einige Anekdoten zum Besten, so vom früheren Jugendraum mit Bollerofen oder von ereignisreichen Zeltlagern.

Über 100 Jugendliche haben laut Hering in den vergangenen 40 Jahren die Nachwuchswehr durchlaufen. „Es gab fast kein Jahr ohne Übertritte in die aktive Wehr.“ Die schon bisher gelebte Integration von ausländischen Mitbürgern solle man beibehalten, sagte er. „Wenn Flüchtlingskinder in die Jugendwehr eintreten wollen, sollten wir sie aufnehmen“, forderte Hering. Er wünschte sich, dass beim nächsten Jubiläum in zehn Jahren „die heutigen Jugendwartinnen die Festrede halten“.

Bürgermeister Rainer Sens wies in seinen Grußworten auf die große Bedeutung der Brandschützer im Stadtteil hin. Sie sorgten für eine Identifikation mit dem Ort und bereicherten mit ihren Aktivitäten das dörfliche Leben. Ähnlich äußerte sich auch Stadtverordneten-Vorsteher Harald Heiß. CDU-Stadtverordneter Lukas Hering bezeugte Respekt vor dem, „was in 40 Jahren geleistet wurde“.

Bezirksjugend-Feuerwehrwart Tobias Walter aus Schönmattenwag und sein Pendant auf Kreisseite, Lutz Machleid aus Zwingenberg, überbrachten Grüße, unter anderem von Kreisbrandmeister Hans-Günter Frömel. Im Löschbezirk 3, zu dem auch Langenthal gehört, „wird sehr viel getan“, attestierte Machleid.

Er wusste auch von deren Feierlaune zu berichten. Die Langenthaler „fahren auf ein Zeltlager mit zehn Jugendlichen und um Mitternacht denkt man, es sind 100“, meinte der leidgeprüfte Machleid unter Gelächter. Zwei Frauen an der Spitze einer Jugendwehr „gibt’s selten“, hob er hervor. Tobias Walter hatte den Beifall auf seiner Seite, als er den Löschbezirk 3 als „den schönsten im Kreis“ herausstellte. Für die Jubelwehr gab’s daneben eine Ehrenurkunde.

Deren Arbeit würdigten auch der Hirschhorner Stadtbrandinspektor Marco Albert und sein Vertreter Joe Beisel, die seitens der Brandschützer aus dem Hauptort auch ein Präsent mitgebracht hatten. Diverse Geschenke für verdiente Aktive schlossen sich an, ehe dann ehemalige und heutige Jugendfeuerwehrleute fürs gemeinsame Bild nach vorn gebeten wurden.

langenthal-jugendffw-40jahrefestakt (2) - Kopie

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