Warnstreik bei Checkpoint in Hirschhorn: IG Metall will fünf Prozent mehr Lohn

Rund 80 Beschäftigte der Firma Checkpoint waren dem Aufruf der IG Metall zu einem Warnstreik gefolgt, um die Tarifforderung nach fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten aktiv zu unterstützen. Harald Kreuzig, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender und Tarifkommissionsmitglied, machte deutlich, dass gute Arbeit auch anständig bezahlt werden muss: „Das haben die Beschäftigten verdient.“

Ulrike Köhler, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Darmstadt, betonte, dass höhere Entgelte die Kaufkraft stärkten und die Binnennachfrage ankurbelten: „Das nutzt uns allen.“ Das bisherige Angebot der Metall-Arbeitgeber nannte sie eine „dreiste Provokation und respektlos gegenüber den Beschäftigten“. Denn die Unternehmen machten in der überwiegenden Mehrheit gute Gewinne.

Mit massiven Warnstreikaktionen will die IG Metall für einen guten Abschluss Druck machen und deutliche Lohnerhöhungen und eine kräftige Erhöhung der Auszubildendenvergütungen in der Metall- und Elektroindustrie durchsetzen: „Gute Leute, gute Arbeit, gutes Geld“ – das ist unsere Forderung“, so Köhler. Die IG Metall wolle daneben offensiv gegen Tarifflucht vorgehen und eine höhere Tarifbindung der Metall- und Elektrobetriebe erreichen.

An der Warnstreikkundgebung nahm auch DGB-Regionssekretär Horst Raupp teil. Er machte deutlich, dass in diesem Jahr die Tarifverträge für zwölf Millionen Beschäftigte ausliefen und unterstrich: „Der gesellschaftliche Reichtum in Deutschland wächst von Jahr zu Jahr. Während sich die Manager immer dreister und hemmungsloser die Taschen vollstopfen, kommt bei den Beschäftigten, die diesen Reichtum erarbeiten, immer weniger an. Jetzt sind wir dran. Die Beschäftigten brauchen eine deutliche Steigerung ihrer Einkommen.“

Archivbild

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