Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hirschhorn-Mitte: Im Juli soll der Gerätehaus-Umbau starten

101 Einsätze mit 1559 Einsatzstunden listete Wehrführer Marco Albert in seinem Rückblick auf 2015 bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hirschhorn-Mitte auf. Albert ging auch auf verschiedene andere, die Brandschützer beschäftigende Dinge ein: Tageseinsatzstärke, Übungsbesuch, Zuständigkeitsbereich, Aufnahme von Jugendfeuerwehrleuten, Mitgliederwerbung und Kameradschaft innerhalb der Wehr. Damit wollte er die Brandschützer, wie er sagte, zum Nachdenken anregen „und sich selbst zu hinterfragen“.

Eine gute Nachricht hatte Bürgermeister Rainer Sens für die Floriansjünger parat: Seit dem 19. April liege die Baugenehmigung für die Erweiterung und den Umbau des Feuerwehrgerätehauses vor. Nachdem bald die Ausschreibungsunterlagen versandt würden, solle am 18. Juli mit dem Umbau begonnen werden, kündigte er an.

Aufgrund der Serie von tödlichen Unfällen auf der B37, bei denen auch die Feuerwehrleute als Helfer oftmals vor Ort waren, wies er auf die Fürsorge der Stadt in solchen Situationen hin: Wenn jemand aufgrund der schlimmen Eindrücke in Sorge um seine psychische Gesundheit sei, solle er sich vertrauensvoll an ihn als Dienstvorgesetzten wenden. „Wir finden Mittel und Wege, damit Sie wieder gesund werden“, so der Bürgermeister.

Die Auslieferung des für Juli erwarteten neuen Fahrzeugs LF10 Kat/S verzögere sich leider, so Wehrführer. „Wir rechnen jetzt mit September.“ Immerhin sei der neue Rüstwagen kurz vor Fertigstellung, werde bald umgeladen und dann in Dienst gestellt. Albert betonte die Notwendigkeit eines regelmäßigen Übungsbesuchs. „Das wird schon an den geänderten Aufgaben der Feuerwehr sowie der Erweiterung der Technik und Geräte deutlich.“ Die Tageseinsatzstärke sei nicht ausreichend, betonte er.

Der stellvertretende Kreisbrandinspektor Werner Trares würdigte die „enorme Zahl an Einsätzen für eine Wehr dieser Größenordnung“. Er betonte, eine Feuerwehr könne nur funktionieren, wenn es eine starke Gemeinschaft gebe. „Und das seid ihr.“ Weitere Grußworte sprachen für die Wählervereinigung Profil Irmtrud Wagner, für die DLRG Thomas Uhrig und für die SPD Max Weber. Seinen Worten zufolge ist es ganz wichtig, dass in Zukunft die Tagesalarmstärke gesichert werden kann.

Die Worte von Bürgermeister Sens, der den Brandschützen „höchsten Respekt für ihr Engagement“ zollte, konnte der stellvertretende Stadtverordneten-Vorsteher Thomas Wilken nur unterstreichen. In den geleisteten Einsatzstunden komme die vielfältige ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohl der Stadt zum Ausdruck. Er wies daneben auf die erfolgreiche Jugendarbeit hin, die mit einem dritten Platz beim Bezirkslöschkampf in Langenthal zum Ausdruck gekommen sei.

Laut Jugendfeuerwehrwart Mario Schatzer betreut man derzeit 13 Heranwachsende, vier Mädchen und neun Jungen zwischen neun und 16 Jahren. Mit diesen werde ein umfangreiches Jahresprogramm absolviert, das neben den wöchentlichen Übungen auch viele Freizeitaktivitäten beinhalte. Die Bambini-Feuerwehr  Karin Pfisterer zufolge 17 Mitglieder zwischen fünf und neun Jahren. Bereits im neunten Jahr ihres Bestehens, würden die Kinder spielerisch an die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt. Etliche Unternehmungen förderten im vergangenen Jahr den Zusammenhalt.

Vier hochkarätige Ehrungen für langjährige Dienstzeit in der Einsatzabteilung standen ebenfalls an. Bereits 40 Jahre aktiv sind Michael Beisel und Uwe Tillich. Sie traten 1976 der Jugendwehr bei, wechselten 1980 in die Einsatzabteilung und waren zwischendurch auch als Jugendwarte aktiv. 30 Jahre opfern der Wehr Jörg Kumpf und Georg Krebs ihre Freizeit. Alle wurden von Wehrführer Albert, Bürgermeister Sens und Werner Trares ausgezeichnet.

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