„Raritäten des Barock“ in der Ersheimer Kapelle zum Auftakt der Konzertsaison mit sdem Barockorchester „Concerto EQuadro“

Das Sommerhalbjahr wird in den Hirschhorner Kirchen traditionsgemäß sehr musikalisch. Die klassische Konzertsaison beginnt dieses Mal am Sonntag, 5. Juni, 18 Uhr, in der Ersheimer Kapelle. „Raritäten des Barock“ lautet der Titel des Konzerts mit dem Mannheimer Barockorchesters „Concerto EQuadro“. Der Eintritt ist frei, wobei die gern gesehenen Zuwendungen für das musikalische Wirken und die Erhaltung der Kirche verwendet werden.

Das Mannheimer Orchester, das sich aus erfahrenen, aber auch ambitionierten jungen Musikern zusammensetzt, pflegt die Spielweise und Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis. Es verfügt über eigene Barockinstrumente, so dass die Werke im spezifischen Klangbild dieser Zeit erlebt werden können. Das Orchester gibt zudem jungen Solisten, Studenten und Preisträgern eine Auftritts-Möglichkeit. Die Zusammenarbeit mit etablierten Künstlern oder Chören ist ebenso Bestandteil der musikalischen Arbeit.

Nach dem Tod des Gründers Diethard Joachim Laxa übernahm dessen Tochter Felicitas die Leitung. Sie studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin begleiten ihre Karriere als Violinistin, ebenso internationale Konzertreisen sowie die Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern.

Als zweiter Solist tritt Hiroaki Furukawa auf, der wie Laxa Mitglied der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ist. Nach Studium an der Musikhochschule Tokio und Teilnahme an renommierten Meisterkursen war er unter anderem Mitglied im Tokyo Symphony Orchestra, der New Japan Philharmonie sowie erster Geiger in der Württembergischen Philharmonie Reutlingen.

Auf dem Programm stehen Raritäten des Barock: erlesene Werke der Komponisten Telemann, Dall’Abaco und Richter. Georg Philipp Telemann (1681-1767) war einer der erfolgreichsten Komponisten und Publikumsliebling seiner Zeit. Er hat ein reiches musikalisches Oeuvre hinterlassen, in dem es immer wieder ein Schmuckstück zu entdecken gibt.

Weniger bekannt ist sein Zeitgenosse Evaristo Felice Dall’Abaco (1675-1742). Vermutlich Schüler von Giuseppe Torelli, wirkte er zunächst als Cellist am Hofe von Modena, um dann im Dienste des bayerischen Kurfürsten als Kammermusiker, Konzertmeister und Kurfürstlicher Rat zu arbeiten. Es gelang ihm, sein kompositorisches Vorbild Torelli an Klangfarbe zu übertreffen. Am Wiener Hof war Ferdinand Tobias Richter (1651-1711) als Organist der kaiserlichen Hofkapelle sowie auch als Musiklehrer der Kinder Kaiser Leopolds I. tätig.

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