Schauer und Gewitter: Weniger Teilnehmer als sonst beim Radler- und Inlinertag zwischen Rothenberg und Beerfelden

Die unsichere Witterung hatte auch ihre Auswirkungen auf den Familien-Inliner- und Radtag zwischen den beiden Oberzent-Gemeinden. Weniger Radler und Inline-Fahrer als sonst machten sich auf die etwa acht Kilometer lange Strecke. Jeweiliger Ziel- und Startpunkt war in Beerfelden am Parkplatz „Deltaparcours“ und in der Rothenberger Ortsmitte am Metzkeil. Zum zwölften Mal stellten beide Orte die an diesem Tag für den Autoverkehr gesperrte Straße der Bevölkerung zur Verfügung.

Die fast ebene Strecke, die durch einen der landschaftlich reizvollsten Teile des Odenwalds führt, eignet sich besonders gut für Familien mit Kindern, die stressfrei einen bewegungsreichen Sonntag erleben wollen. Denn ansonsten ist es schwierig, in der Oberzent eine längere Straße zu finden, auf der man sich ohne Autoverkehr in Ruhe fortbewegen kann. In Beerfelden übernahm der Volkskunstkreis und in Rothenberg der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVR) die Bewirtung.

„Es kamen weniger Radler als sonst den Berg nach Rothenberg hoch“, beobachtete der Vorsitzende des VVR, Thomas Wilcke. Denn pünktlich zur Mittagszeit schwappten Schauer und Gewitter über die Odenwald-Hügel. Als die nachmittags wieder abgezogen waren, war es zu spät für die meisten, sich noch aufs Rad zu schwingen oder die Inliner anzuschnallen. Denn am Vormittag „lief es noch gut an“, so Wilcke. „Sonst ist wesentlich mehr los“, weiß er aus den Vorjahren. Das stete Kommen, Gehen und Fahren gestaltete sich etwas zäher als sonst.

Dass der Verein mit dem Ergebnis der Bewirtung trotzdem zufrieden war, hatte er den Einheimischen zu verdanken. Die kommen auch ohne zweirädrigen Untersatz vorbei und essen an einer der Buden zu Mittag, nutzen das große Kuchenbüffet und trinken gemütlich ihren Kaffee. Das Angebot war denn auch reichhaltig genug. Neben dem Bierwagen mit der flüssigen Nahrung hatte der VVR einiges von deftig über süß bis gesund aufgeboten, damit die Teilnehmer am Aktionstag gut gesättigt wieder zurück nach Beerfelden radeln – oder einfach ein paar Straße weiter nach Hause gehen – konnten.

Die Radler waren eindeutig in der Überzahl. Nur vereinzelt ließ sich noch ein Inline-Fahrer ausmachen – wenn, waren es meist Jugendliche. Diese Trendsportart hat nach den Beobachtungen des VVR-Vorsitzenden immer weniger Anhänger. „Durch das Wetter fehlten uns auch viele Beerfeldener“, bemerkte Wilcke. Denn die blieben während des nassen Intermezzos lieber auf eigener Gemarkung, als sich durch den Regen nach Rothenberg aufzumachen.

Am Nachmittag schaute als gern gesehener Abnehmer für Speisen und Getränke noch der Gesangverein vorbei, der gerade vom Wertungssingen in Baiertal zurückgekommen war. Mit den Sängern kam auch die Sonne wieder raus und für den Rest des Tages konnte noch in angenehmem Rahmen weitergefeiert werden.

Für den Verkehrs- und Verschönerungsverein bedeutete die Bewirtung keinen großen Aufwand im Vorfeld. Nur die Wurstbude werde schon am Vortag aufgestellt, „der Rest läuft morgens zwischen 8 und 10 Uhr“, schmunzelte Wilcke. An die 25 Helfer sind dann den Tag über aktiv, um die Gäste zu bewirten. „Viele Besucher sind einfach auch nur zum Fest da“, merkte er beim Blick in die Runde an. Um dann gleich wieder sorgenvoll gen Himmel zu schauen, weil es dort schon wieder grummelte. Doch zum Glück blieb es bis zum Abschluss der Veranstaltung noch trocken, erst danach kam abends der große Guss.

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