Religionen im Dialog: Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde lädt am 22. Juni in Hirschhorn ein zum „Tag der Religionsstifter“

Zum „Tag der Religionsstifter“ lädt die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde in Hirschhorn am Mittwoch, 22. Juni, ein. Thema ist im Rathaus ab 18.30 Uhr der „Umgang mit der Schöpfung Gottes“. Die bestehenden Vorurteile zeigten immer wieder, „dass ein intensiver und kontinuierlicher Dialog zwischen den Religionen dringend erforderlich ist“, betont Tariq Ahmad Sheikh. Er sieht eine Möglichkeit, um interreligiöses Verständnis zu fördern, im Austausch über das Leben und die Werke der prägenden Gestalten der jeweiligen Religionen.

Nach der Begrüßung der Gäste folgen um 18.40 Uhr Grußworte von Erstem Stadtrat Karlheinz Happes. Um 18.50 Uhr gibt es einen Vortrag von Jörg Awischus, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde, um 19.10 Uhr Pater Joshy George Pottackal, Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde. Um 19.30 Uhr schließt sich Imtiaz Ahmad Shaheen an, Imam und Theologe der Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland. Nach einer Frage-Antwort-Runde mit den Referenten gibt es im Anschluss Austausch und Gespräche bei Kaffee und Kuchen.

Wie der in Hirschhorn wohnende Tariq Ahmad Sheikh erläutert, sei es seit langem eine immer wiederkehrende Tradition der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde, den Tag der Religionsstifter zu veranstalten. Dabei informieren die Anhänger verschiedener Religionen über Leistungen und Errungenschaften ihres Religionsgründers und auch darüber, welche Achtung sie diesem entgegenbringen. Diese Veranstaltung soll dazu beitragen, dass jede Religion die Position der anderen kennen und respektieren lernt und so ein besseres gegenseitiges Verständnis aufgebaut wird.

 

Stichwort: Die Ahmadiyya Muslim Jamaat ist eine aus der Ahmadiyya-Bewegung hervorgegangene Religionsgemeinschaft, die in Indien ihren Ursprung hat und sich auf den Islam und Mirza Ghulam Ahmad beruft. Sie wird von einem Kalif genannten spirituellen Oberhaupt geführt. In Deutschland hat sie ungefähr 35.000 Mitglieder. Die sich als Reformbewegung des Islams verstehende Religionsgemeinschaft hält an den islamischen Rechtsquellen – Koran, Sunna und Hadith – fest, wobei zusätzlich die Schriften und Offenbarungen von Mirza Ghulam Ahmad eine erhebliche Bedeutung haben. Die Gemeinde sieht sich dem Islam zugehörig. Von manchen anderen Muslimen wird die Ahmadiyya-Lehre dagegen als Häresie betrachtet und abgelehnt.

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