Am Wochenende: Notmaßnahme an der Hirschhorner Schleuse

Am jetzigen Wochenende muss an der Schleuse Hirschhorn eine Notmaßnahme durchgeführt werden, teilt das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) mit. Ein Acht-Stunden-Zeitfenster haben ab dem frühen Sonntagmorgen der WSA-Außenbezirk Eberbach und der Bauhof Neckarsteinach, um das Untertor der rechten Schleusenkammer zu inspizieren und Schäden zu beheben. Insgesamt dauert die Maßnahme 24 Stunden. Der Unterhaltungschef des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Jochen Bode erklärt die Situation: „Schlagende Geräusche und ein übermäßiger Wasseraustritt am Untertor haben zwingen uns dazu, die Kammer trocken zu legen und den Schaden zu begutachten. Wir gehen davon aus, dass wir den Schaden beheben können. Sollte das wider Erwarten nicht der Fall sein, müssen wir auf Grundlage unserer Inspektion eine größere Maßnahme planen, die zu einem späteren Zeitpunkt dann durchgeführt wird.“

Die Schadensursache sieht Bode beim Hochwasser Anfang Juni: „Vermutlich hat sich ein Gegenstand unter Wasser zwischen Tor und Toranschlag verklemmt.“ Begonnen wird mit der Aktion am Samstagnachmittag. Die Wasserbauer des Außenbezirkes Eberbach werden den Revisionsverschluss am Untertor einbauen. Hierzu werden der Schwimmgreifer „Reiher“ und eine Tauchergruppe im Einsatz sein. Danach wird die Kammer mit großen Tauchpumpen gelenzt. Die rund 4000 Kubikmeter Wasser werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag in rund 12 Stunden aus der Schleusenkammer gepumpt. Um 5.30 Uhr beginnen dann Ingenieure und Facharbeiter des Bauhofes, sich ein Bild über den Schaden machen und werden gegebenenfalls Sofortmaßnahmen einleiten. Geht alles planmäßig von statten, wird gegen 17 Uhr die Kammer wieder geflutet und der Revisionsverschluss ausgebaut.

Am Montagmorgen soll planmäßig um 6 Uhr zu Betriebsbeginn die Schifffahrt wieder freigegeben werden. „Wir versuchen, die Auswirkung für die Schifffahrt möglichst gering zu halten“, so Jörg Huber, der Leiter des WSA Heidelberg. „Wir haben bewusst die Maßnahme auf ein Wochenende gelegt, da hier erfahrungsgemäß weniger Frachtschiffe verkehren. Die Aktion wurde den Schifffahrtstreibenden bereits letzte Woche angekündigt. Wir wollen nicht das Risiko einer längeren Sperrung eingehen. Deshalb haben wir uns entschieden, schnellstmöglich den Schaden zu inspizieren und daraus die notwendigen Maßnahmen abzuleiten“.

An der Schleusenanlage Hirschhorn stehen für die Schifffahrt zwei Schleusenkammern zur Verfügung. Allerdings ist seit einem Jahr die linke Kammer auf Grund einer Baumaßnahme des Amtes für Neckarausbau Heidelberg gesperrt. Diese Maßnahme wird voraussichtlich noch bis 2017 andauern. Da erfahrungsgemäß die Arbeiten nicht ohne Lärmentwicklung ausgeführt werden können, bittet das WSA die Anwohner in Hirschhorn um Verständnis.

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