Zum 70. Jubiläum des FC Finkenbachtal kommt am 2. Juli Zweitligist SV Sandhausen zum Freundschaftsspiel

Mit einem Knaller begeht der FC Finkenbachtal am Samstag, 2. Juli, sein 70-jähriges Vereinsbestehen. Um 17 Uhr findet auf dem Rasenplatz im Tal ein Freundschaftsspiel gegen den Zweitligisten SV Sandhausen statt. Der SVS wird mit seiner Profimannschaft antreten und damit sowohl Spielern als auch Zuschauern ein einmaliges Erlebnis bieten. Anschließend findet am Abend eine Party statt.

Der SV Sandhausen ist unter Chefcoach Alois Schwartz bereits in die Vorbereitung auf die Saison 2016/17 der 2. Bundesliga gestartet. Es ist das fünfte Jahr seit dem Aufstieg ins Unterhaus. Dabei sind beim SVS auch die Neuzugänge Daniel Gordon (zuletzt Karlsruher SC), Markus Karl (1. FC Kaiserslautern), Lucas Höler und Julian Derstroff (1. FSV Mainz 05 II), Richard Sukuta-Pasu (FC Energie Cottbus), Tim Knipping (Borussia Mönchengladbach II), Maximilian Jansen (Hallescher FC) und Benedikt Gimber (TSG 1899 Hoffenheim).

Wie der sportliche Leiter Helmut Ripperger hervorhebt, habe die Mannschaft des FCF in den vergangenen fünf Jahren in ihrer sportlichen Entwicklung riesige Schritte nach vorn gemacht. Das begann mit der Meisterschaft in der C-Klasse 2012/13 und der in der B-Klasse zwei Jahre später, verbunden mit dem Aufstieg in die A-Klasse. Hier habe das Team in der abgelaufenen Saison „begeisternde Spiele“ gezeigt.

2015 sei „ein Jahr der Superlative für den Verein“ gewesen, so Ripperger. Denn neben der ersten Mannschaft stieg auch die 1b auf und die Damen holten den Meistertitel. Ein Jahr danach habe die Erste einen sicheren siebten Platz in der A-Klasse Odenwald erreicht. Im Kreispokal kam das Team ins Halbfinale, was zuvor noch nie erreicht worden war. Auch die 1b landete in der C-Klasse Odenwald auf dem siebten Rang.

Diese überaus positive Entwicklung, betonte der sportliche Leiter, habe man neben den Spielern auch den Betreuern Salvatore Caruso, Florian Löffler und Marco Herbig zu verdanken, die in enger Absprache mit Trainer Ralf Ripperger und den sportlich Verantwortlichen Armin Löffler und Siegfried Schindler zusammenarbeiteten. Ziel für die neue Saison ist es laut Ripperger, die spielerische Qualität in der Breite zu verbessern, um so den gestiegenen Ansprüchen der A-Klasse Odenwald gerecht zu werden.

Erfreulich ist für ihn „die Integration junger Spieler, die aus der Jugend in den Seniorenbereich hinzu stoßen“. Dies sei „besonders gut gelungen“, was auch auf die gute Arbeit der Trainer zurückzuführen sei. Das Training für die neue Saison starte bereits jetzt, um beim Jubiläumsspiel gegen den SV Sandhausen fit zu sein. Der Kader soll qualitativ wieder verbessert werden, um sich als Verein und Mannschaft weiterzuentwickeln, betont Ripperger.

Vor 70 Jahren begann die Geschichte des FCF in bescheidenen Verhältnissen. Die ersten jungen Männer waren gerade aus Krieg oder Gefangenschaft heimgekehrt und stellten sich die Frage nach einer Freizeitbeschäftigung. Zwei erfahrene Fußballspieler, Friedrich Pilger und Hans Jung, kannten die Regeln. Und los ging es Gespielt wurde auf der ehemaligen Schulwiese, einem Teil des heutigen alten Sportplatzes – und zwar von der Straßenseite Richtung Schwimmbad. Zwei runde Holzpfosten und darauf eine Querstange, fünf Meter breit und knapp 2 Meter hoch, bildeten ein Tor.

Die ersten Freundschaftsspiele gegen umliegende Mannschaften starteten bald. Um aber an der Verbandsrunde teilzunehmen, mussten die Fußballer organisiert sein. Das hieß, es galt sich einem Verein anzuschließen, der von den Besatzungsmächten erlaubt war. ln Finkenbach kam hier nur der Männergesangverein in Frage. Der war bereit zu helfen. Die Fußballabteilung wurde als Kultur- und Sportgemeinschaft aufgenommen.

Anfang der 50er Jahre gelang es, durch die Aufnahme von einigen Jugendlichen den Fortbestand des Vereins für lange Jahre zu sichern. Die ersten Teilnahmen an der Verbandsrunde gestalteten sich meist aber noch ohne große zählbare Erfolge. Die Mannschaft rangierte im unteren Tabellendrittel. Mit Ernst Daub wurde zu dieser Zeit ein Vorsitzender gewählt, der drei Jahrzehnte die Geschicke des Vereins leiten sollte. Damals fiel auch der Startschuss für die von den Mitgliedern aufgeführten Theaterstücke.

Die alte FC-Vereinshymne:

Es zogen elf Spieler wohl über den Rhein. Bei einer Frau Wirtin da kehrten sie ein, und tranken ein Gläschen vom funkelten Wein. Jeder hat ein Tor geschossen, nur der Torwart nicht, weil er muß im Tor bleiben, das gefällt ihm nicht. Darum Finkenbacher Fußballspieler haltet euer Wort, haltet den FC in Ehren, dass er blühe fort. Ein dreimal hoch dem Lederball, ein Spiel und Sport gibt’s überall. Ein dreimal hoch.

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