Am 3. Juli: Beim Bienenfest der südhessischen Imker an der Brombacher Belegstelle brummt es

Immer wenn die Sonne den sommerlichen Wendekreis überschritten hat und die Tage langsam wieder kürzer werden, feiern die südhessischen Bienenzüchter am ersten Sonntag im Juli ihr traditionelles „Bienenfest“. Bei Eingeweihten ist das stimmungsvolle Sommerfest inmitten herrlichster Wald-Naturszene im Brombacher Wald schon längst über den Geheimtipp hinaus. Dieses Mal geht es am Sonntag, 3. Juli, um 10 Uhr los.

Der Ursprung der Feierlichkeiten vor etlichen Jahrzehnten ist auf die vereinseigene Belegstelle am „Bernhardskreuz“ zurückzuführen. Immer mehr Freunde ebenfalls von benachbarten Vereinen trafen sich hier, um sich auszutauschen. Mit den Jahren ist es zum guten Brauch auch von Nicht-Imkern geworden, hier die Sommer-Mitte bei bester kulinarischer Versorgung mit guten Freunden zu begehen. Gut 50 Jahre feiert der Verein schon an dieser Stelle, erzählt der Vorsitzende der Hirschhorner Bienenzüchter, Heinz Hess.

Bei einem frischen Bier, Wein und Säften über Kaffee und Kuchen, Honigbrötchen und Schinkenbrot bis hin zu Gegrilltem lässt es sich hier auf regensicheren Sitzplätzen lange verweilen. Natürlich können Gäste auch vieles über die Bienen erfahren und dem Fachmann Fragen stellen. Für Kinder bieten Wald und Flur ein großes Erfahrungsfeld. Die Vier- bis 14-Jährigen dürfen darüber hinaus am Malwettbewerb „Blüte und Biene“ teilnehmen. Der Verein will im 70. Jahr seines Bestehens die zehn besten Bilder zu diesem Thema prämieren.

Auch für Radfahrer und Wanderer ist die Erfrischungs-Station ein lohnender Besuch. Das Ziel ist gut ausgeschildert. Wer von Hirschhorn aus auf der L 3119 in Richtung Beerfelden unterwegs ist, fährt etwa einen halben Kilometer hinter der Neckarstadt links abbiegend nach Brombach, folgt dem Straßenverlauf und der Ausschilderung innerhalb der Talsohle bis fast zur Anhöhe „Bernhardskreuz“. Am Waldrand erwartet ihn der Festplatz.

Vor 100 Jahren, weiß Heinz Hess, „hatte noch jede dritte Familie Bienen“. Heutzutage sei es schwierig, junge Leute für diese doch anspruchsvolle Tätigkeit zu begeistern. „Zwei bis drei Völker sind noch einfach zu halten“, so der Vorsitzende, „aber bei sieben oder acht muss man schon einiges an Freizeit investieren“. Und dann gibt es noch das Bienensterben, ausgelöst durch Umwelteinflüsse, eingeschleppte Schädlinge wie die Varroa-Milbe oder Monokulturen, die den Bienen keine Blüten mehr bieten.

Die südhessischen Bienenzüchter zählen heute über 50 Mitglieder beileibe nicht nur aus Hirschhorn. Die Imker kommen aus den südlichen Bereichen des Odenwald- und Bergstraßenkreises. Stark vertreten sind die beiden Großgemeinden Wald-Michelbach und Rothenberg, aber bis Neckarsteinach und Beerfelden reicht das Einzugsgebiet des Vereins.

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