Französische Balladen, Jazz, Swing und Balladen beim Konzert der Kunstpflege in Langenthal

„Alles in allem eine wunderbare Alternative zum Fußball“, schmunzelte Enno Folkerts. Wenn natürlich auch das Achtelfinalspiel der deutschen Mannschaft die Zuschauerzahl beim Konzert von Sängerin Anna Leauviers und dem Pianisten Anton Cik beeinflusste. Doch die über 30 Gäste im Langenthaler Atelier des Hirschhorner Malers wussten bei der Veranstaltung der Kunstpflege, was sie hatten, und zeigten sich als dankbares Publikum, das drei Zugaben erklatschte.

Französische Balladen, Jazz, Swing, Balladen und eigene Kompositionen sowie große Klassiker bildeten den Schwerpunkt des Programms. „Imagine“, „Dream a little dream“ oder „Besame mucho“ gehörten dabei zu den eingängigen, zeitlosen Songs, die jeder schon einmal gehört hat. Drei Stücken von Edith Piaf drückte die Sängerin mit großer Ausdruckskraft und enormem Tonumfang ihren Stempel auf: „Je ne regrette rien“, „La vie en rose“ und „L’hymne a l’amour“.

Besonders gut kamen zwei Lieder von Claire Waldoff an: „Warum soll er nich‘ mit ihr“ und „Wegen Emil seine unanständige Lust“. Unter dem Motto „Kultur zur Teezeit“ gab es neben der Musik auch Malerei von Jens Hafner und Enno Folkerts sowie den beiden Leipzigern Sylvi Reinhardt und Joachim Niggemeyer (Cartoons) zu sehen.

Anna Leauviers liebte schon als Kind die französischen Chansons und sang sie gerne. In ihrem Programm bevorzugte sie sowohl weiche als auch kraftvolle Klänge – Melodien, die im Rhythmus zwischen zarter Melancholie und lustvollem Schwung tanzten, die sich würdevoll aufbauten und durch Ausdruck an Stärke gewannen.

Seit 2009 arbeitet die Sängerin mit dem tschechischen Pianisten Anton Cik zusammen. Leauviers‘ Lieder entstehen mal spontan aus Inspirationen, mal setzt sie sich hin und schreibt gezielt die Texte. Mit Cik werden sie dann gemeinsam musikalisch umgesetzt. Dessen Klavierspiel begleitete nicht nur ihre Stimme äußerst gefühlvoll, sondern malte zu den Liedtexten regelrecht musikalische Bilder. Dank seines virtuosen Könnens auf dem Instrument setzte er zudem viele eigene Akzente.

 

 

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