Deutsche Nummer 1 Max Hopp zeigt sich bei den „Hainbrunn Open“ der Dartfreunde pfeilschnell

Dart-Sport auf Weltklasse-Niveau gab’s jetzt im Odenwald zu erleben. Mit „Maximiser“ Max Hopp kam die deutsche Nummer 1 und der amtierende PDC-Juniorenweltmeister nach Ober-Hainbrunn zu den dortigen Dartfreunden „Double Trouble“. Der mit viel Spannung erwartete Stargast der „Hainbrunn Open 2016“ zeigte etliche Tricks und Kniffe und sorgte damit ein ums andere Mal für Erstaunen bei den Zuschauern.

Mit drei Freunden, darunter dem Dartspieler Markus „Kessi“ Kessler, betrat der „Maximiser“ erst eine Stunde später als erwartet die Halle, weil er zuvor im Stau gestanden hatte. Nach einem langgezogenen „Walk On“ schnupperte er dann erste Bühnenluft im „Ally Pally“ des Odenwalds. Hopp startete mit einer Fragerunde zur Auflockerung. Geduldig stand er allen Fans und Dart-Begeisterten Rede und Antwort zu sich und zum Dartsport, den er schon seit Kindesbeinen ausübt.

Dann kam das, worauf alle Fans des schnellen Pfeilsports gewartet hatten. Nach einigen Darts zum Einwerfen konnten die Wettbewerbs-Teilnehmer die deutsche Nummer 1 herausfordern. Für jeden, der mit ihm auf der Bühne stand, waren die Partien ein unvergessliches Erlebnis – auch wenn sie natürlich verloren gingen. Die Krönung war mit Sicherheit das sogenannte „170er finish“. Das „Bullseye“ zum Check out auf den Knien wird etwa dem SV-Vorsitzenden Frank Flachs noch lange in Erinnerung bleiben. Und auch Dart-Abteilungsleiter Uwe Kölbl, der Hopp nach Hainbrunn geholt hatte, zeigte sich hellauf begeistert von dessen Talent.

Immer wieder und unermüdlich stellte sich der sehr sympathische 19-Jährige aus Kottengrün der Menge zum Duell. Besiegt werden sollte er aber – natürlich – nicht. Zwischendurch gab es einen Schaukampf gegen Markus Kessler. Dieser wiederum zeigte sich unermüdlich im Saal mit den Kids beim Dart. Weitere Trickshot-Einlagen ließen die Show-Zeit wie im Flug vergehen. Hopp war von der Dart-Location in der SV-Halle nebst Übertragung auf Leinwand sehr angetan und stellte in Aussicht, dass „wir uns nicht zum letzten Mal gesehen haben“. Nachdem er die Siegerehrung vorgenommen hatte, machte sich der „Maximiser“ dann nebst Tross gegen Abend auf den Heimweg.

24 Teilnehmer aus der ganzen Region, vom Odenwald übers Neckartal bis in den Kraichgau nach Sinsheim, maßen sich bei der ersten großen Veranstaltung der Hainbrunner Dartfreunde nach Gründung. Da am Wochenende aber die letzten Rundenspiele in den jeweiligen Ligen über die Bühne gingen, konnten nicht alle Mannschaften teilnehmen, die Interesse gezeigt hatten. SV-Chef Flachs freute sich aber über die gute Resonanz. Mit der Halle habe man eine „optimale Location“ für den Sport. Die Bühne als Austragungsort und die Übertragung aller Endrundenpartien auf Leinwand seien auf positive Rückmeldungen bei den Spielern gestoßen.

Für die knapp 20 Mitglieder der SV-Abteilung „ist das ein großes Erlebnis“, wenn der Juniorenweltmeister zu Gast sei, betonte Flachs. Dartsport dieser Klasse und Qualität bekomme man sonst nicht oft zu sehen – und wenn, denn nicht in der Form „zum Anfassen“ wie jetzt mit Hopp. Teils Vereins-, teils Hobbyspieler waren beim Turnier mit dabei, beobachtete er. Die Besonderheit sei das „Steedart“ mit Metallspitzen, weil ansonsten meist „nur“ noch Automaten-Dart mit Kunststoff-Spitzen gespielt werden.

Flachs, der früher selbst aktiv war, betonte, es komme auf die verschiedenen Wurftechniken an, „egal wie man zur Scheibe steht“. Wichtig sei es für die Wertung, die Doppelfelder zu treffen. „Die bringen Geld“, also Punkte, die Triple-Felder dagegen seien „was für den Spaß“. Sieger der Hainbrunn Open wurde von den Veranstaltern Markus Michel, was natürlich für großen Jubel sorgte. Damit setzte Michel in der erst jungen Geschichte des Clubs „eine erste Duftnote“, dass man bei starkem Teilnehmerfeld den Wanderpokal im Ort behalten konnte.

Max Hopp gewann bereits mit 13 Jahren sein erstes großes Jugendturnier und konnte sich dadurch für größere und internationale Turniere qualifizieren. Beim WDF World Cup 2011 in Castlebar machte Hopp erstmals auf sich aufmerksam. Er erreichte im Einzel und im Mixed jeweils den zweiten Platz. Bei der WDF-Jugend-Europameisterschaft 2012 in Antwerpen gewann er seinen ersten Titel. 2013 war er der zweitjüngste Dartspieler, der an einer PDC-Weltmeisterschaft teilnahm. Auch an der PDC-WM 2014 und 2015 trat er an. Im Juli 2015 erreichte er Platz 50 in der Weltrangliste. Er zog damit an Jyhan Artut vorbei und war der höchstplatzierte Deutsche. Bei der U23-Jugendweltmeisterschaft zog er ins Finale ein, das er im Rahmen der Players Championship Finals gewann und damit zum ersten Mal World Youth Champion wurde. Hopp ist somit der jüngste Spieler aller Zeiten, der diesen Titel innehatte.

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