Hirschhorn investiert 370.000 Euro in Umbau und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses

„Was lange währt, wird endlich gut“, heißt es so schön. Zwar sind Anbau und Erweiterung des Hirschhorner Feuerwehrgerätehauses noch nicht fertig, aber auch der Spatenstich war ein Meilenstein für das schon lange Jahre geplante Projekt, um das es im Vorfeld einige Diskussionen gegeben hatte. Umso mehr freuten sich nun die Brandschützer und städtischen Vertreter, dass für die große Maßnahme die Schaufel geschwungen werden konnte.

Stadtverordneten-Vorsteher Harald Heiß sprach in deinen begrüßenden Worten gar von einem „historischen Moment“ und einem Zeichen, „auf das die Wehr viele Jahre lange hinarbeitete“. Lange Zeit habe man diskutiert und gestritten. 2015 wurden 240.000 Euro in den Haushalt eingestellt, im noch nicht genehmigten Etat 2016 folgen weitere 80.000 Euro. 50.000 Euro benötige man für die Wohnungsumgestaltung. Einen Zuschuss vom Land gibt es in Höhe von 67.000 Euro.

Wie der Stavo-Vorsteher weiter ausführte, entstünden neben dem jetzigen Feuerwehrhaus eine Garage mit 45 Quadratmetern und eine Lagerfläche in der gleichen Größe. Insgesamt 77 Quadratmeter bekommt die Jugendabteilung, darunter Jugendraum, Kleiderkammer und Umkleiden. Er hoffe, so Heiß, dass mit Erweiterung und Umbau „die Arbeit der Feuerwehrleute erleichtert wird“ und deren erfolgreiches Wirken fortgesetzt werden könne.

Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller meinte, es entstehe nun ein Bau, der den Erfordernissen einer modernen Wehr gerecht werde. „Es war wichtig, diesen Weg zu gehen“, sagte er. Denn im Laufe der Jahre seien immer neue Anforderungen zur Arbeit der Brandschützer hinzugekommen. „Das Aufgabenspektrum wandelte sich“, so Müller. Die Tätigkeit der Wehrleute sei „für die Stadt von unschätzbarem Wert“. Müller schloss mit den Worten: „Die Menschen können nicht in die Zukunft schauen, aber die Zukunft bauen.“

Architekt Heiko Stumpf vom Eberbacher Büro Moray erläuterte, dass in der Baugrube neben dem jetzigen Gebäude die Garage mit Obergeschoss entstehe. Im April habe man die Baugenehmigung erhalten. Aus der Ausschreibung sei als wirtschaftlichster Bieter im Juni die Firma Heinzmann hervorgegangen. Diese habe bereits vor wenigen Tagen mit den Erdarbeiten begonnen.

Stumpf rechnet damit, im August mit diesen durch zu sein, damit zum Hang hin die Spundwand errichtet werden könne. Dann starteten die Betonarbeiten, die bis in den Oktober laufen sollen. Für den November seien die Dacharbeiten geplant, im Dezember der Ausbau mit Fenster und Tor. Die Fertigstellung ist – auch unter Eigenleistung der Wehrleute – im Laufe des kommenden Jahres vorgesehen. 120 Kubikmeter Beton werden laut Stumpf verarbeitet, 11,5 Tonnen Stahl verwendet.

Jörg Heinzmann von der ausführenden Firma wünschte den Bauarbeiten wie auch Stadtrat Willi Dreher einen unfallfreien und guten Verlauf. Der Feuerwehr stehe dann beim Umbau der Wohnung noch einiges an Arbeit ins Haus, meinte dieser. Stadtbrandinspektor Marco Albert sprach den Entscheidungsträgern seinen Dank aus, das Projekt in die Wege geleitet zu haben. Er äußerte seine Zuversicht, das Bauvorhaben zu einem „hervorragenden Ergebnis“ zu führen.

Zu der Feierstunde waren auch Feuerwehrkameraden von den Nachbarwehren aus Langenthal, Neckarsteinach, Grein oder Heddesbach gekommen, mit denen die Hirschhorner eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegen. Ehrenkommandant Heinz Albert hatte eine Festschrift im Gepäck, in denen die Anfänge des Feuerwehrhauses festgehalten waren. Seine Frau Ursula hatte es sich nicht nehmen lassen, etliche Schnittchen für die Festgäste vorzubereiten, die danach noch länger im Saal zusammensaßen. Zugleich bestand die Möglichkeit, das neue Katastrophenschutz-Fahrzeug LF10 KATS in Augenschein zu nehmen, das einen Tag vorher abgeholt worden war.

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