Konzert von MGV Frohsinn Brombach und Ensemble „Another Way“: Musikalische Gegensätze begeisterten

Wer zum „Konzert der Gegensätze“ in die Brombacher Kirche kam, der sah sich schon beim Betreten mit dem Motto optisch konfrontiert: Während die Männer des MGV Frohsinn in ihrer traditionellen Sängerkleidung das Kirchenschiff bevölkerten, waren die Mitglieder des Ensembles „Another Way“ in historische Kostüme gewandet. Ähnlich unterschiedlich wie die Kleidung war auch das dargebotene Programm, dem eine schöne Anzahl von Gästen lauschen wollte.

Das im April gegründete Ensemble hat sich unter dem Titel „A Play – The last days of Jesus“ dem Musical „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Webber verschrieben. Thematisiert werden die letzten Tage von Jesus rund um das letzte Abendmahl. Die Mitglieder kamen diesen April im Anschluss an eine Musicalproduktion mit Schülern und Lehrern der Mannheimer Musikschule „Orffeo Studio“ zusammen.

Die Pianistin Swetlana Kerzhner umrahmte beide Programmteile am Klavier, Dirigent Wolfram Blank leitet sowohl den MGV als auch „Another Way“. Erzähler Alfred Baumgartner sprach von der Kanzel die verbindenden Texte aus der Bibel. Schon gleich nach dem Einmarsch durchs Kirchenschiff bestach das Ensemble mit seiner großen physischen und stimmlichen Präsenz. Ausdrucksvoll, gestenreich, stimmgewaltig wurde die Geschichte des Heilands besungen, sodass es bis in den letzten Winkel der Kirche schallte.

Opernsänger Robert Schwarts vom Nationaltheater Mannheim merkte man hierbei sein beeindruckendes Können an, wie er überzeugend und aus voller Kehle den Jesus gab. Doch seine Mitsänger standen ihm in nichts nach, sodass die Konzertbesucher in den Genuss einer musikalischen Darbietung auf sehr hohem Niveau kamen. In die Riege der Profis reihten sich die Laiensänger nahtlos ein und waren ebenfalls stimmlich auf den Punkt präsent.

„Roll Jordan Roll“ bildete die Gospel-Überleitung in den zweiten Konzertteil, der von den Brombachern bestritten wurde. Es folgten zahlreiche Lieder der klassischen Chorliteratur, von den 17 Sängern ausdrucksvoll dargeboten. Die „Tage der Liebe“, das „Ännchen von Tharau“, „Funiculi, Funicula“ oder das „Chianti-Lied“ kamen bestens an. „Wir wollen niemals auseinander gehen“ nahmen die begeisterten Besucher wörtlich und äußerten lautstark ihren Wunsch nach einer Zugabe. Die Moderation zwischen den einzelnen Programmteilen oblag Alfred Baumgartner.

MGV-Vorsitzender Helmut Schön sprach sowohl einleitende als auch Schluss-Worte. Er äußerte darin seine Freude über den guten Besuch und dankte für die Spenden, die von den Besuchern bei freiem Eintritt erbeten worden waren. Diese zeigten durch ihren Applaus und sogar stehenden Beifall, dass ihnen die Darbietung aufs Beste gefallen hatte. Ein kleiner Umtrunk im Kirchgarten bildete den schönen Abschluss eines außergewöhnlichen Konzertabends.

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