Landrat Christian Engelhardt lobt auf seiner Sommertour das „hervorragende Potenzial“ Hirschhorns

Vier Tage nahm sich Landrat Christian Engelhardt Zeit, ein knappes Jahr nach seinem Amtsantritt auf einer Sommertour den verschiedenen Regionen des Landkreises Bergstraße einen Besuch abzustatten. Dabei ging es diesmal nicht ums Politische, sondern um touristische Aspekte. Daneben standen die Selbstvermarkter im Vordergrund. Letzte Station nach Ried, Bergstraße sowie Odenwald mit Weschnitztal und Überwald war das hessische Neckartal mit Hirschhorn und Neckarsteinach.

Nach dem Auftakt in der Kaffeemanufaktur Hirschhorn mit Geschäftsführerin Ulrike Schnetz und Investor Rolf van den Berg ging’s hoch zum Wahrzeichen der Neckartal-Perle, Schloss Hirschhorn. Hier waren die beiden Pächter Nadine Wagner und Andreas Schweitzer Gesprächspartner zur Stadtbild prägenden Burg, die vor etlichen Jahrhunderten durch die Ritter von Hirschhorn errichtet worden war.

Stadtführer Ludwig Heyer nahm dort den Landrat in Empfang, schaute mit ihm noch kurz in einen verwunschenen Raum hinein und erläuterte dem Gast dann auf dem Weg bergab die Geschichte der Stadt. Neben dem Kloster waren vor allem die engen Altstadt-Gassen mit ihren vielen Fachwerkhäusern und Zunftzeichen von besonderem Interesse.

„Kein Kreis weit und breit ist so vielfältig wie die Bergstraße“, betonte Engelhardt. Kultur, Natur und Freizeitangebote fänden sich hier dichtgedrängt. Man wolle seitens der Kreisverwaltung ganz gezielt für Urlaub in der eigenen Region werben, sagte er. Denn „in den Ferien bleiben viele zuhause“. Auf seiner Tour habe er deshalb ganz gezielt touristische Highlights wie das Schloss oder Direktvermarkter wie die Kaffeemanufaktur in Hirschhorn besucht.

Der Landrat erwähnte daneben den „fantastischen Boden“ im Ried, die Weine der Bergstraße, Kochkäse, Obstbrände oder naturbelassene Apfelsäfte im Odenwald. Wer im Landkreis urlaube, für den gehöre ein „interessantes gastronomisches Angebot dazu“, hob Engelhardt hervor. In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung werde deshalb ein kleiner Prospekt mit einer Übersicht der Direktvermarkter aufgelegt.

Der Kreis-Chef nannte daneben das „hervorragende Potenzial“ Hirschhorns am Rand des Ballungsraums Rhein-Neckar mit einem S-Bahn-Anschluss direkt in die Städte. Allerdings brauche es ein Konzept für die Stadtentwicklung und Nutzung der Altstadt, war er sich mit van den Berg einig. Häuser müssten so umgestaltet werden, dass sie heutigen Erfordernissen genügten. Und: „Es reicht nicht, auf das eigene Angebot zu schauen“, sondern Vielfalt sei nötig. Durch eine abwechslungsreiche gastronomische Landschaft erreiche man viele Gäste, meinte Engelhardt.

Ludwig Heyer wies auf die zahlreichen Leerstände und den Investitionsstau in Hirschhorn hin. „Wir leben hier, wo andere Urlaub machen“, meinte er nicht nur mit Blick auf den Neckarsteig. Durch diesen habe es „einen immensen Zulauf an Touristen gegeben“. Heyer konnte sich den Seitenhieb nicht verkneifen, „dass es diese Wege schon viel früher gegeben hat“, aber eben die Vermarktung fehlte.

Richtige Vermarktung ist auch für den Landrat ein Schlüsselwort. Es gelte, Pakete zu schnüren, mit denen touristische und gastronomische Ziele zusammen gebucht werden könnten. Auch Incentives und Tagesangebote spielten eine wichtige Rolle, wenn die Region auf den Fachmessen für die Schönheiten der Region werbe. Weitere Stationen der Engelhardt‘schen Sommertour waren in Hirschhorn das Langbein-Museum und in Neckarsteinach der Hohe Darsberg.

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