Tag des Gastes: Sina Leitgib ist neues Neckarsteinacher Burgenfräulein – Den ganzen Abend über reger Betrieb am Neckar

Die Vierburgenstadt hat ein neues Vierburgenfräulein: Die 15-jährige Neckarsteinacher Schülerin Sina Leitgib folgte Maren Rolke nach und repräsentiert nun zusammen mit der weiterhin amtierenden Vierburgenkönigin Sophia die Stadt am Neckar. Gekrönt wurde sie beim 48. Tag des Gastes, der wie in den Jahren zuvor wieder tausende von Besuchern an den Neckarlauer zog. Die feierten bei lauschigen Temperaturen bis früh am Morgen und genossen dabei die Beleuchtung der Stadtbild prägenden Burgen und das Feuerwerk.

Mit dem traditionellen Fassbier-Anstich durch Sophia I. wurde in Beisein von Bürgermeister Herold Pfeifer die Veranstaltung am Stand des Heimat- und Kulturvereins eröffnet. 25 Hoheiten aus dem gesamten Nibelungenland sowie den angrenzenden badischen und pfälzischen Gebieten der Metropolregion Rhein-Neckar waren zur folgenden Krönung des neuen Burgfräuleins gekommen.

Die Deutsche Weinprinzessin Caroline Guthier, die Odenwälder Apfelkönigin Sina I., Apfelblütenkönigin Kim I. aus Höchst im Odenwald mit ihren Prinzessinnen Maren & Mira, die Bergsträßer Gebietsweinkönigin Charlotte I., die Hemsbacher Wein- und Blütenkönigin Anna-Lena I. mit ihrer Prinzessin Annika, die Lützelsachsener Winzerprinzessin Maria, die Kurpfälzischen Weinprinzessinnen Wibke und Rebecca oder die Neckargemünder Stadtprinzessin Madeleine I. waren nur einige davon.

In ihrem Rückblick auf das vergangene Jahr als Neckarsteinacher Repräsentantinnen erwähnten Sophia und Maren 57 Terminen und Veranstaltungen, „auf denen wir 1000 Autogrammkarten verteilten“. Viele schöne, beeindruckende und im Gedächtnis haften bleibende Begegnungen habe es in den letzten zwölf Monaten gegeben. 5146 Kilometer fuhren die beiden durch Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und sogar Thüringen. „Das ist ungefähr so weit wie von hier bis zum Nordpol.“ Der Dank ging an alle, die im Hintergrund an der Organisation mitwirkten.

Da Burgfräulein Maren, die etatmäßig Sophia als Vierburgenkönigin beerbt hätte, nicht weitermachte, hängt die bisherige Hoheit noch ein Jahr dran. Nicht einfach war aber die Suche nach dem neuen Fräulein. „18 Mädels haben wir gefragt“, so Sophia. „Bis vor zwei Wochen dachte ich, dass ich alleine durchstarte“, sagte sie. „Doch da fiel mir ein Mädchen ein, die während meines Praktikums in der Schule interessierter an der Vierburgenkönigin war als an ihren Deutschaufgaben.“ Sina Sagte sofort zu und somit war eine neue Repräsentantin gewonnen.

Nachdem die Hoheiten über das Festgelände direkt am Neckar flaniert waren, füllten sich dort die Sitzbänke immer mehr. Dazu wurde an den diversen Ständen viel Musik für alle Geschmäcker geboten. Als die Uhr Richtung Vierburgenbeleuchtung und Feuerwerk vorrückte, bildeten sich Menschentrauben an den Ständen der beteiligten Vereine, sodass diese teilweise gar nicht mehr mit den Bestellungen hinterher kamen. Turnerbund, Opel-Freunde Kaisereich, TTC, Spielvereinigung, Gewerbeverein sowie Heimat- und Kulturverein sorgten fürs leibliche Wohl.

Die Band „New Phantoms“ mit Classic Rock und Rock´n’Roll-Hits aus den 60 und 70er Jahren sorgte auf der Bühne beim Turnerbund mächtig für Stimmung. Alte Klassiker wie „Sweet Home Alabama“ oder „My Generation“ kamen beim Publikum bestens an. In den Pausen gab es verschiedene Tanzdarbietungen sowie eine kleine orientalische Tanzshow mit „Sahra Habiba“ geboten.

Genau am anderen Ende der Festmeile, am Stand des Heimat- und Kulturvereines, begeisterte das „Huub Dutch Duo“ mit temporeichem New Orleans Jazz, Blues, Boogie, Swing, Latin, Soul oder Chanson. Komplettiert durch das bluesig-fetzige Pianospiel von Chris Oettinger gingen die Gäste so richtig mit und ließen sich auch zum Rumba-Tanz überreden. Bei den Opel-Freunden Kaisereich traten Silvana und ihre „Askardia Oriental Dance Fusion“-Gruppe auf.

Höhepunkt am Tag des Gastes ist immer das Brillant-Feuerwerk nach Einbruch der Dunkelheit. Die besten Plätze am Neckarlauer waren schnell besetzt, zahlreiche Schiffe hatten am gegenüber liegenden Ufer festgemacht, damit die Passagiere von Deck aus zuschauen konnten. Nachdem die vier Burgen zuerst in knalligem Rot erstrahlten, wechselten sie danach ihre Farben. Unterhalb der Hinterburg wurde das zehnminütige Spektakel gestartet, das für viele Ahs und Ohs nebst begeisterten Reaktionen sorgte.

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